2. Bundesliga 2015/16, 30. Spieltag
13:02 - 3. Spielminute

Tor 0:1
Kerk
Linksschuss
Nürnberg

13:14 - 15. Spielminute

Gelbe Karte
D. Blum
Nürnberg

13:24 - 25. Spielminute

Gelbe Karte
Behrens
Nürnberg

13:39 - 39. Spielminute

Gelbe Karte
Prömel
Karlsruhe

13:42 - 43. Spielminute

Tor 1:1
Meffert
Rechtsschuss
Karlsruhe

14:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Barry
für Prömel
Karlsruhe

14:12 - 56. Spielminute

Spielerwechsel
Stieber
für D. Blum
Nürnberg

14:19 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Möhwald
für Kerk
Nürnberg

14:20 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Gouaida
für Yamada
Karlsruhe

14:42 - 86. Spielminute

Tor 2:1
Torres
Kopfball
Vorbereitung Gouaida
Karlsruhe

14:43 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Torres
Karlsruhe

14:45 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Teuchert
für Petrak
Nürnberg

14:46 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Hoffer
für Diamantakos
Karlsruhe

KSC

FCN

Fünfte Gelbe für Blum und Prömel

Torres bestraft passiven Club

Karlsruher Jubel

Debüttor: Jonas Meffert darf sich über zahlreiche Gratulanten freuen. imago

Karlsruhes Trainer Markus Kauczinski musste gegenüber dem 0:0 im Süd-West-Derby in Kaiserslautern den Gelb-gesperrten Krebs ersetzen, für ihn rückte Peitz ins Team. Zudem erhielt Torres den Vorzug vor Gouaida, der "in der letzten Woche nicht überzeugt hatte" (Kauczinski). Nürnbergs Trainer René Weiler hatte nach dem Serienende beim 1:2 gegen Schlusslicht MSV Duisburg gleich zwei Ausfälle zu beklagen: Bulthuis (Rot) und Leibold (Gelb-Rot) standen aufgrund von Sperren nicht zur Verfügung. Für das Duo starteten Hovland und Blum.

Kerk profitiert von Thoelke

"Wir werden versuchen, auch in diesem Spiel Druck zu erzeugen. Es wird aber ein Spiel werden, das nicht viele Torchancen zulässt", kündigte FCN-Coach Weiler an, schließlich standen sich die beiden besten Defensivreihen der Rückrunde gegenüber (jeweils acht Gegentore). Bis zum ersten Treffer dauerte es allerdings nicht lange: Kerk drehte einen Freistoß von links mit viel Schnitt auf den kurzen Pfosten, wo Behrens die Kugel zwar verpasste, Thoelke das Leder jedoch aus kurzer Distanz noch leicht durch die Beine von Vollath abfälschte (3.).

Die Badener ließen sich vom frühen Rückstand nicht beirren, sondern sorgten aktiv für eine kurzweilige Partie - und schlugen beinahe zurück: Torres bekam die Kugel an der rechten Strafraumkante vor die Füße, ließ Sepsi leicht aussteigen und visierte das lange Eck an. Kurz vor der Linie klärte Margreitter in höchster Not (11.). Karlsruhe blieb dran, leistete sich auf tiefem Geläuf aber einige Abspielfehler.

Meffert macht's mit Wucht

Statt weiter spielerische Lösungen zu suchen, verstrickten sich die Kontrahenten bei strömendem Regen in hitzigen Zweikämpfen. Referee Sascha Stegemann hatte alle Hände voll zu tun, verteilte schon vor der Pause dreimal Gelb. Mitte des ersten Durchgangs ließ nur Blum sein fußballerisches Können aufblitzen, bei seinem Solo auf der rechten Seite fehlte lediglich die Krönung (22.).

Der 30. Spieltag

Die Kauczinski-Elf hatte das Zepter inzwischen in der Hand und sich ein optisches Übergewicht erarbeitet, gefährlicher war aber der Club mit seinen punktuell vorgetragenen Tempogegenstößen. Burgstaller prüfte Vollath zunächst per wuchtigem Flachschuss (32.), nur zwei Zeigerumdrehungen später setzte der Österreicher die Kugel per Lupfer aus 18 Metern knapp über den Querbalken. Die größte Gelegenheit bot sich Füllkrug, der den KSC-Keeper nach Behrens-Vorlage von der Grundlinie aus fünf Metern am Kopf traf (40.). Diese nachlässige Chancenverwertung bestraften die Badener umgehend: Meffert donnerte das Leder nach einem schwach verteidigten Freistoß aus 17 Metern zum 1:1-Pausenstand ins rechte Eck (43.).

Gulde im Pech

Obwohl der Druck auf Seiten der Nürnberger lag, intensivierten die Hausherren mit Wiederanpfiff und dem eingewechselten Barry ihre Bemühungen auf einen zweiten Treffer. Yamada schickte Diamantakos per herrlichem Schnittstellenpass links im Sechzehner auf die Reise, der Angreifer ließ sich aber zu weit nach außen abdrängen und das Leder ans Außennetz (54.). Auch bei Standards wackelte die FCN-Defensive, Gulde nickte den Ball aus acht Metern an den Querbalken (58.).

Nürnbergs Trainer Weiler setzte neue Impulse, indem er mit Stieber und Möhwald frische Offensivkräfte ins Spiel brachte. Zudem setzte der Coach nach einer knappen Stunde wieder auf das bewährte 4-4-2-System. Die erfahrungsgemäß beste Phase des Club brach an - 16 der letzten 20 Treffer des FCN fielen ab der 60. Minute. Kerk war mit einem 17-Meter-Schuss aber noch weit von einem Tor entfernt (61.).

Torres mit Köpfchen - Stieber an den Pfosten

Im Gegensatz zu den vergangenen Monaten ging den Nürnbergern gegen Ende diesmal die Luft aus. In der Umschaltbewegung fehlte es an Präzision und Tempo. Auch hinten stand der Club nicht immer sattelfest: Barry hatte im Duell mit Petrak leichtes Spiel, verzog aber (69.). Diamantakos ließ sich frei vor Rakovsky zu weit abdrängen (77.). Dann kassierten die Gäste dann doch noch die Quittung für ihre Passivität: Gouaida schlug nach einem Doppelpass mit Barry auf links eine punktgenaue Flanke auf Torres, der die Kugel vom zweiten Pfosten aus im linken Eck unterbrachte (86.). Stieber hatte in der Schlussminute noch das 2:2 auf dem Fuß, traf aus fünf Metern aber nur den Pfosten (90.). Damit stand fest: Nach 18 ungeschlagenen Spielen in Serie verlor der Club seine zweite Partie in Folge.

Der KSC ist am Freitag (18.30 Uhr) in Bochum zu Gast. Nürnberg empfängt am Samstag (13 Uhr) Union Berlin.