Bundesliga 2015/16, 32. Spieltag
15:51 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Spahic
HSV

16:46 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Latza
für S. Serdar
Mainz

16:47 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Bahoui
HSV

16:50 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
Kacar
HSV

16:56 - 69. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Rudnevs
für Schipplock
HSV

16:55 - 69. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Malli
für De Blasis
Mainz

17:02 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Diekmeier
für Bahoui
HSV

17:13 - 86. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Clemens
für Jairo
Mainz

17:15 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Cleber
für Ilicevic
HSV

M05

HSV

Nullnummer ist für die Nullfünfer ein weiterer Rückschlag

Mutig in Mainz: Der HSV ist dennoch nicht durch

Mainz - HSV

Eingeklemmt: Der Ball fand in der Mainzer Coface-Arena nicht den Weg ins Tor. picture alliance

FSV-Trainer Martin Schmidt tauschte im Vergleich zur 1:2-Derbyniederlage in Frankfurt dreimal: Bungert übernahm für den vom DFB-Sportgericht nachträglich gesperrten Balogun im Abwehrzentrum. Frei agierte anstelle von Baumgartlinger (5. Gelbe Karte) im defensiven Mittelfeld. Startelf-Debütant Onisiwo sollte im Offensivbereich Impulse setzen, Malli musste für ihn weichen.

HSV-Coach Bruno Labbadia plagten vor der Partie derweil große Personalsorgen, die gegenüber dem 2:1 gegen Bremen vier Startelf-Änderungen zur Folge hatten: Kacar verdrängte Jung (Rückenbeschwerden) aus der Mittelfeldzentrale. Hunt und Bahoui, der bei den Rothosen erstmals von Beginn an spielte, ersetzten Müller (Muskelfaserriss) und Gregoritsch (5. Gelbe Karte). Schipplock stürmte anstelle von Lasogga - der Doppeltorschütze aus dem Nordduell war in diesem ebenfalls zum fünften Mal in dieser Saison verwarnt worden.

Auch Adler fällt aus

"Wer laufen kann, kommt mit nach Mainz", hatte Labbadia vor dem Hamburger Gastspiel in Rheinhessen gesagt. Und zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht geahnt, dass das Lazarett des Bundesliga-Dinos vor Anpfiff noch einen weiteren Neuzugang erhalten würde: Das HSV-Tor in Mainz hütete mit Drobny der Mann, der schon gegen Werder fürs Toreverhindern zuständig war. Adler, der nach abgelaufener Rotsperre eigentlich zwischen den Pfosten zurückerwartet worden war, musste aufgrund einer Hüftprellung passen.

Als hätte der HSV nicht schon Verletzungssorgen genug, krümmte sich nach einer Minute bereits Ilicevic am Boden. Bell hatte den Kroaten am bereits lädierten Knie erwischt. Doch der Hamburger konnte weiterspielen. Die Gäste zeigten sich in der Frühphase der Partie energisch im Vorwärtsgang. Der HSV schob weit nach vorne und störte die Nullfünfer früh im Spielaufbau. Mainz - eigentlich für seine vehementen Angriffsanstrengungen in der Anfangsphase bekannt - tat sich so enorm schwer, Gefahr nach vorne zu entfalten.

Zehn Minuten blinkten in der Coface-Arena von der Anzeigetafel, als es den Hausherren zusehends besser gelang, ansprechend nach vorne zu spielen. Der FSV baute Druck auf, Onisiwo beförderte den Ball mit viel Risiko über den Kasten. Doch die Hamburger ließen sich von der ersten Mainzer Torannäherung nicht einschüchtern. Die Labbadia-Elf hielt in einer umkämpften Partie auch in einer Phase dagegen, in der sich die Mainzer zusehends mehr Feldvorteile erspielten.

Djourou, Karius, Großchance!

Chancen blieben in dieser Auseinandersetzung derweil rar. Nach einer knappen halben Stunde machten sich die Nullfünfer daran, dies zu ändern: Cordoba drehte sich im Sechzehner um Spahic herum, zielte anschließend aber links vorbei (27.). Ein Flachschuss des auffälligen Onisiwo wurde wenig später die Beute von HSV-Keeper Drobny. Danach sollte es bis zur Pause wieder in die andere Richtung gehen: Eine Drei-gegen-zwei-Konterkonstellation spielten die Hanseaten zu schlampig aus (35.). Nur eine Minute später hatten die Hamburger die einzige Großchance der ersten Hälfte: Der aufgerückte Djourou behauptet sich im Luftkampf und platziert die Kugel wuchtig Richtung linkes Eck, FSV-Fänger Karius parierte glänzend (36.).

Bundesliga, 32. Spieltag

Auch nach der Pause beherrschten viele Zweikämpfe die Szenerie. Nach einigen Minuten, in der die Partie zudem von Fehlpässen und mangelnder Standfestigkeit auf beiden Seiten geprägt war, hatte auf einmal erneut der HSV die Riesenchance, in Front zu gehen. Schipplock klaute Bungert mit entschlossenem Einsatz das Leder und steuerte alleine auf Karius zu. Der FSV-Keeper entschied das Eins-gegen-eins-Duell mit einer Glanzparade zu seinen Gunsten (51.).

Danach das gleiche Bild wie schon über weite Strecken der ersten Hälfte: Die Teams bearbeiteten sich im Mittelfeld. Zahlreiche Spielunterbrechungen durch Fouls oder Wechsel bedingt hemmten den Spielfluss. Irgendwie wirkte es bis in die Schlussphase hinein nun so, als ob sich beide Teams - trotz unverändert hoher Zweikampfintensität - mit dem Unentschieden arrangieren würden.

Cordoba hat's auf dem Fuß

Doch in der 87. Minute dann die große Gelegenheit für den FSV! Der eingewechselte Malli riss den Hamburger Abwehrverbund mit einem Hackentrick auf, Clemens brachte das Leder überlegt zu Cordoba, der den Ball zum Abschluss der Hochgeschwindigkeitskombination links am Tor vorbeijagte. Kurz danach war Schluss.

Spieler des Spiels

Loris Karius Tor

2
Spielnote

Die Mainzer Schlussoffensive entschädigte ein wenig für ein bis dahin äußerst zerfahrenes Spiel.

4,5
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Mainz

Karius 2 - Brosinski 3,5, Bell 2,5, Bungert 4, Donati 3 - F. Frei 4, S. Serdar 4,5 , Jairo 5 , Onisiwo 3,5, De Blasis 4,5 - Cordoba 4

HSV

Drobný 3 - G. Sakai 4, Djourou 2,5, Spahic 3 , Ostrzolek 3,5 - Kacar 3,5 , Holtby 4, Bahoui 5 , Hunt 5, Ilicevic 5 - Schipplock 5

Schiedsrichter-Team

Guido Winkmann Kerken

2,5
Spielinfo

Stadion

Coface-Arena

Zuschauer

34.000 (ausverkauft)

Der 1. FSV Mainz ist am kommenden Samstag ab 15.30 Uhr in Stuttgart gefordert. Der HSV hat in der vorletzten Runde derweil den VfL Wolfsburg zu Gast.

Bilder zur Partie 1. FSV Mainz 05 - Hamburger SV