Bundesliga 2015/16, 31. Spieltag
15:52 - 21. Spielminute

Tor 0:1
Kagawa
Rechtsschuss
Vorbereitung Mkhitaryan
Dortmund

16:16 - 45. Spielminute

Tor 0:2
Pulisic
Linksschuss
Vorbereitung Mkhitaryan
Dortmund

16:37 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
Pulisic
Dortmund

16:43 - 56. Spielminute

Tor 0:3
Mkhitaryan
Linksschuss
Vorbereitung Ramos
Dortmund

16:50 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Maxim
für Rupp
Stuttgart

16:50 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Niedermeier
für Insua
Stuttgart

17:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Leitner
für Pulisic
Dortmund

17:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Schmelzer
für Reus
Dortmund

17:07 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Heise
für Barba
Stuttgart

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Sahin
für Weigl
Dortmund

VFB

BVB

Pulisic stellt Bundesliga-Rekord auf - Bürki muss nur einmal ran

Dortmunds Mkhitaryan filetiert Stuttgart

Przemyslaw Tyton & Shinji Kagawa

Abgehoben: Dortmunds Shinji Kagawa (r.) trifft gegen Stuttgarts Przemyslaw Tyton zum zwischenzeitlichen 1:0. Getty Images

VfB setzt auf Konter - BVB mit mehr Ballbesitz

Stuttgarts Trainer Jürgen Kramny brachte nach dem 0:1 in Augsburg drei Neue: Barba (Bundesliga-Debüt), Harnik und Rupp begannen für Kravets, Niedermeier und Sunjic (alle Bank). Dortmunds Coach Thomas Tuchel veränderte seine Startelf im Vergleich zum 3:0 im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Hertha BSC auf vier Positionen: Durm, Ginter, Pulisic und Sokratis spielten für Bender, Castro, Hummels und Schmelzer (alle Bank).

Der VfB agierte zunächst eher abwartend, stand kompakt vor dem eigenen Strafraum und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Die Borussia hatte folglich mehr Ballbesitz und trat spielbestimmend auf. Es resultierten erste Chancen auf beiden Seiten: Für Stuttgart zielten Insua (11.) und Didavi (13.) etwas zu ungenau - gleiches galt auch für Dortmunds Reus (9.).

Mkhitaryan bereitet für Kagawa und Pulisic vor

In der 21. Minute wurde Dortmund dann für das etwas aktivere Auftreten belohnt: Mkhitaryan brach über die linke Außenbahn durch und fand am zweiten Pfosten den in Position gelaufenen Kagawa, der aus fünf Metern nur noch den Fuß hinhalten musste (21.). Der VfB musste seine Herangehensweise nun ändern, schob bei eigenen Angriffen schneller hinten raus und zeigte sich offensiver eingestellt. Das ermöglichte den ebenfalls sehr konterstarken Borussen aber Möglichkeiten für schnelle Gegenangriffe. Die beste hatte Reus und Pulisic in einer Doppelchance, doch Tyton entschärfte (26.).

Die Schwaben mühten sich gegen das aggressive BVB-Pressing also weiter, versuchten mit Flügelwechseln die griffige und zweikampfstarke Gäste-Defensive zu knacken. Jedoch fehlte es den Hausherren an der Genauigkeit beim letzten Pass. Didavi deutete immerhin mit einem Distanzschuss Gefahr an (34.). Zielstrebiger dagegen die Mannschaft in Schwarz-Gelb: Ramos tauchte frei vor Tyton auf, doch der Torwart rettete mit einem Reflex (37.). Kurz vor der Pause erhähte Dortmund dann auf 2:0: Mkhitaryan zog zentral vor dem Strafraum aus 17 Metern ab, Tyton ließ nach vorne abklatschen, wo Pulisic aus zehn Metern abstaubte (45.). Damit ist der 17-Jährige der jüngste Spieler in der Bundesliga-Geschichte, der zwei Tore erzielte.

Mkhitaryan krönt seinen Auftritt

Bundesliga, 31. Spieltag

Nach dem Seitenwechsel ließ Dortmund den Gegner kommen und rund um den eigenen Strafraum regelmäßig auf ein schwarz-gelbes Riff auflaufen. Stuttgart war zwar stets bemüht, entwickelte aber keinerlei Durchschlagskraft. Die Borussia lauerte derweil geduldig auf ihre Möglichkeit und fand diese: Kagawa flankte von der linken Strafraumkante, wo Ramos aus fünf Metern mit einem Kopfball an Tyton scheiterte. Für den Nachschuss aber stand Mkhitaryan bereit, der zum 3:0 vollendete (56.). Damit war der Armenier an allen drei Treffern beteiligt und schraubte sein Scorerkonto auf 29 Punkte (elf Tore, 18 Vorlagen).

Kramny musste reagieren und brachte in einem Doppelwechsel Maxim und Niedermeier (62.). Der BVB behielt dennoch die Kontrolle und zwang den VfB durch aggressives Pressingverhalten immer wieder zu Fehlern. Vorne sparten die Gäste ihre Kräfte und taten nur noch das Nötigste. Entsprechend versandeten die verzweifelten Angriffsversuche der Schwaben immer wieder im Mittelfeld. Die Partie plätscherte vor sich hin.

Bürkis Arbeitsnachweis - Leitner an den Pfosten

Henrikh Mkhitaryan

Ein Tor, zwei Vorlagen: Henrikh Mkhitaryan war an allen Dortmunder Treffern direkt beteiligt. picture alliance

Die Lethargie durchbrach später Niedermeier mit einem Kopfball nach einer Ecke, doch Bürki, der zuvor keinen einzigen Schuss hatte halten müssen, kam zu seinem Arbeitsnachweis (73.). Das große Aufbäumen blieb auch in der Folge aus, denn die Borussen hielten die Zügel fest in der Hand und verwalteten den Vorsprung souverän. Die einzig nennenswerte Szene hatte Joker Leitner, der - natürlich von Mkhitaryan freigespielt - an Tyton scheiterte. Die Kugel küsste nach der Parade den Pfosten (87.). Danach passierte nichts mehr. Es blieb beim 3:0.

Stuttgart ist am Montag, den 2. Mai (20.15 Uhr), beim SV Werder Bremen zu Gast. Dortmund empfängt bereits am Samstag zuvor (15.30 Uhr) den VfL Wolfsburg.

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Bilder zur Partie VfB Stuttgart - Borussia Dortmund