Bundesliga 2015/16, 30. Spieltag
16:04 - 35. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Schipplock
für Lasogga
HSV

16:07 - 38. Spielminute

Tor 1:0
Pulisic
Rechtsschuss
Vorbereitung Hummels
Dortmund

16:13 - 44. Spielminute

Tor 2:0
Ramos
Rechtsschuss
Vorbereitung Sahin
Dortmund

16:40 - 52. Spielminute

Rote Karte
Adler
HSV

16:42 - 54. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Drobný
für Kacar
HSV

16:53 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Leitner
für Gündogan
Dortmund

16:55 - 67. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Gregoritsch
für N. Müller
HSV

17:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Aubameyang
für Castro
Dortmund

17:03 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Schmelzer
für Ginter
Dortmund

17:13 - 86. Spielminute

Tor 3:0
Ramos
Linksschuss
Vorbereitung Kagawa
Dortmund

BVB

HSV

BVB zu Hause ungeschlagen - Hamburgs Serie gerissen

Pulisic trifft - und das HSV-Unheil nimmt seinen Lauf

Der viertjüngste Torschütze der Bundesliga: Christian Pulisic.

Der viertjüngste Torschütze der Bundesliga: Christian Pulisic. Getty Images

BVB-Trainer Thomas Tuchel warf in seinem 200. Spiel als Bundesliga-Coach die Rotationsmaschine an und wechselte im Vergleich zur schmerzhaften 3:4-Niederlage in Liverpool , die das Aus in der Europa League bedeutet hatte, gleich auf acht Positionen: Bürki (Tor), Ginter, Bender, Sahin, Gündogan, Pulisic, Passlack und Ramos spielten für Weidenfeller (Tor), Piszczek, Sokratis, Schmelzer, Weigl, Reus, Mkhitaryan sowie Aubameyang. Nur Hummels, Kagawa und Castro überstanden die Wechselorgie.

Dagegen beließ es Hamburgs Coach Bruno Labbadia nach der nicht minder schmerzhaften 1:2-Heimniederlage gegen Darmstadt , durch die die Rothosen wieder völlig in den Abstiegsstrudel gezogen wurden, bei drei Änderungen: In der Viererkette kam Ostrzolek für Diekmeier, im Mittelfeld verdrängte Kacar Gregoritsch aus der Startelf und vorne stürmte der seit 628 Minuten torlose Lasogga anstelle von Schipplock.

Die Strategie der Hamburger wurde im Signal-Iduna-Park zu Dortmund: sicher stehen und über Konter Nadelstiche setzen. Zunächst ging das nicht auf, denn der BVB hatte mehr vom Spiel und sorgte vor allem auf der rechten Seite, wo Ginter immer wieder zu viel Raum bekam, für Betrieb. Zum Glück für den HSV fehlte es den Westfalen aber an Präzision im Passspiel, sodass Adler keine Mühe hatte, seinen Kasten sauber zu halten.

Der 30. Spieltag

Das galt aber auch für BVB-Schlussmann Bürki, der lange Zeit ebenfalls einen ruhigen Nachmittag verlebte. Zweimal dürfte Bürkis Pulsschlag in der Anfangsphase dann aber doch schneller geschlagen haben: Zum ersten Mal bei Müllers Fernschuss in der 14. Minute, der knapp links vorbei ging, und dann noch einmal drei Minuten danach bei Ilicevics Kopfball, bei dem ebenfalls nicht viel fehlte.

Insgesamt war es kein hochklassiges Duell, dazu agierten beide Mannschaften zu fehlerbehaftet und zu zaghaft. Pech hatte obendrein Lasogga, der nach einem Foul von Bender in der Anfangsphase sichtbar unrund lief und in der 35. Minute raus: Schipplock kam rein und spielte direkt eine ziemlich unglückliche Rolle. Dem 27-Jährige bot sich nach einem schweren Bender-Fehler unmittelbar nach seiner Einwechslung die Riesenchance zur Führung, er lief aber viel zögerlich auf Bürki zu und ließ sich dann den Ball von Hummels viel zu leicht abgrätschen (36.).

Es kam noch bitterer für die Norddeutschen, denn Hummels leitete kurz darauf einen Kagawa-Pass gekonnt zu Pulisic weiter, der sich bedankte und die Schwarz-Gelben mit einem sehenswerten Schuss in Führung brachte (38.). Mit 17 Jahren und 212 Tagen ist der US-Amerikaner damit der viertjüngste Torschütze der Bundesligageschichte. Ein sehenswerter Treffer gelang dann auch noch Ramos, der von Sahin gut in Szene gesetzt worden war und daraufhin aus zwölf Metern schön ins lange Eck zum 2:0-Pausenstand vollendete (44.).

HSV dreifach im Pech: Adler fliegt, Müller und Ekdal verletzt

Wenn's nicht läuft, dann läuft es nicht: HSV-Keeper René Adler (4.v.re.) winkt ab.

Wenn's nicht läuft, dann läuft es nicht: HSV-Keeper René Adler (4.v.re.) winkt ab. Getty Images

Nach Wiederanpfiff rückte Schiedsrichter Marco Fitz in den Vordergrund: Nachdem Ostrzolek den Ball leichtfertig hergegeben hatte, bediente Ramos Kagawa, der wiederum von Adler außerhalb des Strafraums von den Beinen geholt wurde. Fitz zückte glatt Rot, eine zu harte Entscheidung. Das Foul war unstrittig, allerdings standen gleich zwei Hamburger in der Nähe, so dass es keine klare Notbremse war (52.).

Fakt war, dass der HSV in Unterzahl dem BVB nicht mehr Paroli bieten konnte und zudem noch einmal vom Verletzungspech getroffen wurde: Müller musste nach 67 Minuten angeschlagen raus. Spielerisch war die Partie zu diesem Zeitpunkt ohnehin eine einseitige Angelegenheit geworden. Die Borussen hatten Ball und Gegner im Griff und spulten ihr Pensum souverän ab, ohne dabei sonderlich zu glänzen. Nachdem auch noch Hamburgs Ekdal vom Verletzungspech getroffen wurde und der HSV nur noch zu Neunt unterwegs war, ließ Drobny einen 16-Meter-Schuss von Kagawa in die Mitte prallen. Ramos stand goldrichtig und staubte zum 3:0-Endstad ab (86.).

Spieler des Spiels

Adrian Ramos Sturm

2
Spielnote

Partie mit einigen Längen, vor allem in der ersten Halbzeit. Nach dem Platzverweis ein einseitiges Spiel.

3
Tore und Karten

1:0 Pulisic (38', Rechtsschuss, Hummels)

2:0 Ramos (44', Rechtsschuss, Sahin)

3:0 Ramos (86', Linksschuss, Kagawa)

Dortmund

Bürki 3 - Ginter 3 , S. Bender 4,5, Hummels 2, Passlack 3,5 - Gündogan 4 , Sahin 3,5, Castro 3,5 , Kagawa 2, Pulisic 2,5 - Ramos 2

HSV

Adler 4 - G. Sakai 4, Cleber 5, Spahic 5, Ostrzolek 6 - Ekdal 4,5, Kacar 5 , N. Müller 5 , Holtby 5, Ilicevic 5 - Lasogga 4,5

Schiedsrichter-Team

Marco Fritz Korb

3,5
Spielinfo

Stadion

Signal-Iduna-Park

Zuschauer

81.359 (ausverkauft)

Die Entscheidung über Sieg und Niederlage war ohnehin längst gefallen, sodass die Dortmunder am Ende einen ungefährdeten Arbeitssieg einfuhren und so frisches Selbstvertrauen für das kommende Pokal-Halbfinale im Berliner Olympiastadion tankten. Dort will der BVB gegen Hertha BSC den Einzug ins Endspiel schaffen und sich so seine letzte reelle Chancen auf einen Titel in der laufenden Runde bewahren. In der Liga geht es für die Westfalen am Samstag (15.30 Uhr) nach Stuttgart. Tags zuvor erwartet den Hamburger SV das brisante, weil im Kampf um den Ligaverbleibt vielleicht wegweisende Nord-Derby gegen Werder Bremen (LIVE! ab 20.30 Uhr bei kicker.de).

Bilder zur Partie Borussia Dortmund - Hamburger SV