Bundesliga 2015/16, 21. Spieltag
15:52 - 23. Spielminute

Gelbe Karte
Wendell
Leverkusen

15:57 - 28. Spielminute

Tor 1:0
Wagner
Kopfball
Vorbereitung Rosenthal
Darmstadt

16:07 - 37. Spielminute

Gelbe Karte
Gondorf
Darmstadt

16:43 - 57. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Calhanoglu
für Frey
Leverkusen

16:48 - 62. Spielminute

Tor 1:1
Sulu
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung Calhanoglu
Leverkusen

16:55 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Rosenthal
Darmstadt

16:55 - 69. Spielminute

Spielerwechsel (Darmstadt)
Vrancic
für Rosenthal
Darmstadt

17:03 - 77. Spielminute

Tor 1:2
Brandt
Rechtsschuss
Vorbereitung Kießling
Leverkusen

17:06 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Ramalho
für Brandt
Leverkusen

17:06 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
K. Papadopoulos
für Bellarabi
Leverkusen

17:06 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Darmstadt)
Platte
für Gondorf
Darmstadt

17:11 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Sulu
Darmstadt

17:11 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Heller
Darmstadt

17:13 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Darmstadt)
Rausch
für Kempe
Darmstadt

17:14 - 88. Spielminute

Gelbe Karte
Niemeyer
Darmstadt

17:16 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Ramalho
Leverkusen

17:19 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Calhanoglu
Leverkusen

17:18 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Rausch
Darmstadt

DAR

LEV

Darmstadt handelt sich fünf Sperren ein

Brandt dreht das Spiel am Böllenfalltor

Bernd Leno & Sandro Wagner

Einen Tick schneller: Darmstadts Sandro Wagner staubt per Kopfball gegen Leverkusens Bernd Leno ab. imago

Leverkusen aktiv auf dem Acker

Darmstadts Trainer Dirk Schuster brachte nach dem 2:0 in Hoffenheim nur einen Neuen: Kempe spielte für Rausch (Bank). Leverkusens Coach Roger Schmidt tauschte im Vergleich zum 0:0 gegen Bayern München gleich viermal Personal: Brandt, Frei, Jedvaj und Mehmedi begannen für Calhanoglu, Hilbert (beide Bank), Chicharito (Muskelfaserriss im Gesäß) und Kramer (grippaler Infekt).

Leverkusen nahm das Heft des Handelns mit dem Anpfiff in die Hand. Allerdings lief die Werkself sofort auf ein blau-weißes Riff auf, denn der SV 98 wartete kompakt in der eigenen Hälfte. Auch das schwierige Geläuf am Böllenfalltor spielte Bayer kaum in die Karten - der Rasen glich einem Acker. Deshalb setzte auch die Werkself bevorzugt auf lange Bälle - ein Mittel, das gegen die tief stehenden Hausherren nicht aufging.

Darmstadt kämpft sich rein - Wagners Kopfball-Abstauber

Nach einer Viertelstunde wurden dann auch die Hessen aktiver, arbeiteten sich mit Kampf und Leidenschaft in diese Partie und traten der Werkself nun auf Augenhöhe gegenüber. Nach einem Einwurf schlug Darmstadt dann zu: Leverkusen bekam den Ball nicht geklärt, also zog Rosenthal aus sieben Metern ab. Leno parierte zwar mit einem Reflex, konnte sich dann aber nicht schnell genug vom Matschboden lösen, um Wagners Kopfball-Abstauber zu verhindern (28.).

Die 1:0-Führung spielte dem SV 98 freilich voll in die Karten. Die Lilien konzentrierten sich aufs Verteidigen und lauerten auf Kontermöglichkeiten. Niemeyer verbuchte die nächste Chance (31.). Die Werkself kam indes kaum zum Zug. Da Darmstadt eng am Mann stand, kamen die Gäste kaum in Schussposition. Halbchancen durch Kießling (33.) und Bellarabi (36.) blieben Bayers einzig nennenswerte Szenen im ersten Durchgang.

Bayer rennt an - Sulu im Pech

21. Spieltag

Nach Wiederbeginn änderte sich an den jeweiligen Rollen nichts. Leverkusen blieb bemüht, aber wirkungslos und entwickelte keinerlei Durchschlagskraft. Darmstadt erledigte derweil seine Hausaufgaben und räumte rund um den eigenen Strafraum konsequent auf. Schmidt reagierte und brachte mit Calhanoglu seinen Standardspezialisten von der Bank (57.).

Der Rechtsfuß trat auch rasch in Erscheinung und zirkelte einen umstrittenen Freistoß vom linken Flügel vors Tor. Dort musste Sulu ins Kopfballduell mit Toprak und lenkte das Spielgerät unglücklich ins eigene Tor - 1:1 (62.). Die postwendende Antwort des SV 98 war ein Gondorf-Schuss, den Leno stark aus dem Winkel kratzte (66.). Ansonsten blieb die Werkself auf dem Gaspedal und versuchte, die Hessen mit Pressing weiter unter Druck zu setzen. Mehr als ein Bellarabi-Schuss aus schwierigem Winkel sprang aber nicht heraus (71.).

Brandt dreht das Spiel - fünf Lilien gesperrt

Julian Brandt

Siegtreffer: Leverkusens Julian Brandt (#19) trifft zum 2:1. Getty Images

In der Schlussviertelstunde schlug Leverkusen Darmstadt dann mit ihren den eigenen Waffen: einem Konter. Nach einem Eckball ließ Bayer einen schnellen Gegenangriff anrollen. Kampl blieb kurz vor dem Tor zwar an Gondorf hängen, doch Kießling stolperte die Kugel noch zu Brandt weiter, der dann aus kurzer Distanz zum 2:1 einschob (77.).

Spieler des Spiels

Kevin Kampl Mittelfeld

2,5
Spielnote

Wenig Fußball, dafür viel Kampf, Intensität und Spannung.

4
Tore und Karten

1:0 Wagner (28', Kopfball, Rosenthal)

1:1 Sulu (62', Eigentor, Kopfball, Calhanoglu)

1:2 Brandt (77', Rechtsschuss, Kießling)

Darmstadt

Mathenia 3,5 - Jungwirth 3, Sulu 4 , Rajkovic 2,5, Caldirola 3 - Niemeyer 4 , Gondorf 4 , Heller 4,5 , Kempe 4,5 , Rosenthal 3 - Wagner 2,5

Leverkusen

Leno 3,5 - Jedvaj 3,5, Tah 2,5, Toprak 3, Wendell 5 - Frey 4,5 , Kampl 2,5, Bellarabi 4,5 , Brandt 3,5 , Mehmedi 3,5 - Kießling 4,5

Schiedsrichter-Team

Dr. Jochen Drees Münster-Sarmsheim

4
Spielinfo

Stadion

Merck-Stadion am Böllenfalltor

Zuschauer

16.800

In einer hektischen Schlussphase wurde es noch einmal richtig bunt: Schiedsrichter Dr. Jochen Drees verteilte sechs Gelbe Karten in acht Minuten. Darunter Sulu, Heller, Rausch (je 5. Gelbe) sowie Niemeyer (10. Gelbe), die damit allesamt am nächsten Samstag (15.30 Uhr) beim FC Bayern fehlen werden. Das gilt übrigens auch für Gondorf, der schon in der ersten Hälfte verwarnt worden war. Leverkusen genießt tags darauf (15.30 Uhr) Heimrecht gegen Borussia Dortmund.

Bilder zur Partie SV Darmstadt 98 - Bayer 04 Leverkusen