Bundesliga 2015/16, 16. Spieltag
15:45 - 16. Spielminute

Gelbe Karte
Lasogga
HSV

15:50 - 21. Spielminute

Tor 0:1
N. Müller
Rechtsschuss
Vorbereitung Lasogga
HSV

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Dost
für Träsch
Wolfsburg

16:45 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Jung
HSV

16:51 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Caligiuri
für Schürrle
Wolfsburg

16:59 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
Draxler
Wolfsburg

17:01 - 74. Spielminute

Gelbe Karte
Ostrzolek
HSV

17:05 - 78. Spielminute

Tor 1:1
Arnold
Linksschuss
Vorbereitung Vieirinha
Wolfsburg

17:08 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Hunt
für Ilicevic
HSV

17:09 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
Gregoritsch
HSV

17:12 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Schipplock
für Lasogga
HSV

17:20 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel
Diekmeier
für N. Müller
HSV

17:17 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
S. Jung
für Draxler
Wolfsburg

WOB

HSV

Wolfsburg steigert sich - Cleber im Elfmeter-Glück

Lasogga düpiert schläfrigen Dante

Pierre-Michel Lasogga lässt sich nach Nicolai Müllers 1:0 feiern

Nicolai Müller (l.) hat gerade getroffen, doch auch Pierre-Michel Lasogga lässt sich feiern - mit Recht. imago

Wer mit 3:2 gegen Manchester United gewinnt, kann personell nicht völlig danebengelegen haben - und so nahm VfL-Trainer Dieter Hecking gegen den HSV in seinem 4-1-4-1-System nur eine Änderung vor: Rodriguez, der am Dienstag früh mit einer Oberschenkelzerrung ausgeschieden war, musste passen, Schäfer begann links hinten.

HSV-Coach Bruno Labbadia konnte gegenüber der 1:3-Heimniederlage gegen Mainz 05 zwar schon wieder auf Lasogga (nach Schulterblessur) sowie auf Adler (nach Adduktorenverletzung) und Spahic (nach Bänderanriss) zurückgreifen, dafür fiel Kapitän Djourou mit einem grippalen Infekt kurzfristig aus. So bildete Cleber mit Spahic die Innenverteidigung. Adler verdrängte Drobny, Lasogga Schipplock auf die Bank, auf der auch Diekmeier (nach Bänderanriss) und Hunt zunächst Platz nahmen.

Dante patzt - Müller nutzt den Abpraller

Die Hamburger belegten von Anfang an, warum sie vor der Partie die drittbeste Auswärtsmannschaft der Liga stellten. Dem VfL wurde zwar oft der Ball, selten aber Platz gelassen, aggressiv und hellwach lauerten die laufstarken Gäste beim frühen Stören auf Ballgewinne. Auffälligster Mann der ersten Halbzeit war Lasogga, der vor Tatendrang sprühte: Er hatte die erste gute Chance - Benaglio parierte den gefährlichen Aufsetzer aus der Distanz (8.) -, er war bei einer heftigen Grätsche gegen Dante mit Gelb gut bedient (16.), und er ermöglichte seinem HSV die Führung: Mit einem starken Einsatz luchste er dem schläfrigen Dante rund 20 Meter vor dem Wolfsburger Tor den Ball ab. Zwar scheiterte im Eins-gegen-Eins an Benaglios toller Fußabwehr, Müller jedoch versenkte den Abpraller per Flachschuss (21.).

16. Spieltag

Die Wolfsburger taten sich vor allem im Spielaufbau schwer. Und wenn einmal ein Angriff etwas versprach, verpuffte er noch: So wusste Schürrle mit Schäfers klugem Pass im Strafraum nichts anzufangen (33.), Draxler verstolperte in der Nachspielzeit eine gute Konterchance leichtfertig. Der Pausenrückstand des Vizemeisters war verdient.

Arnold veredelt starken Angriff

Heckings Reaktion: Er stellte zur zweiten Hälfte auf eine Doppelspitze um, Dost kam für Träsch und rückte neben Kruse. Vieirinha übernahm die Rolle als Rechtsverteidiger. Doch nicht nur personell stellte sich der VfL anders auf, plötzlich stimmte auch die Körpersprache, die Aktionen wurden viel zwingender. Joker Dost köpfte nach einer Ecke nur knapp drüber (54.), Adler lenkte Guilavoguis Fernschuss mit Bravour über die Latte (66.). Und dazwischen hätte Clebers Schubser gegen Dante auch einen Elfmeter für den VfL nach sich ziehen können (57.). Der HSV kam zwischenzeitlich kaum aus der eigenen Hälfte, echte Entlastungsangriffe fehlten gänzlich.

In der 78. Minute war es dann so weit: Arnold veredelte einen schönen Angriff zum verdienten 1:1! Draxler hatte Vieirinha rechts im Strafraum mit einem hohen Zuspiel klasse bedient, der Portugiese im Anschluss direkt auf Arnold am Fünfer weitergeleitet. Und der war einen Tick schneller als Cleber, der schon zuvor keine souveräne Vorstellung geboten hatte. Mehr aber wollte den Wölfen bei allem Engagement nicht gelingen, der HSV rettete den letztlich doch glücklichen Punkt über die Zeit.

Wolfsburg hat zwar nur einen Sieg aus den letzten fünf Bundesliga-Spielen geholt, bleibt aber im Dunstkreis der Top Vier. Am letzten Hinrundenspieltag geht es am kommenden Samstag (18.30 Uhr) zum VfB Stuttgart. Der HSV, der seinen 14. Auswärtspunkt holte, empfängt drei Stunden vorher den FC Augsburg.

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Bilder zur Partie VfL Wolfsburg - Hamburger SV