Bundesliga 2015/16, 13. Spieltag
16:04 - 34. Spielminute

Tor 1:0
Traoré
Linksschuss
Vorbereitung Dahoud
Gladbach

16:43 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Wendt
Gladbach

16:50 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
Sorg
Hannover

16:52 - 65. Spielminute

Tor 1:1
Sobiech
Linksschuss
Hannover

17:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Saint-Maximin
für Bech
Hannover

17:05 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Drmic
für Jantschke
Gladbach

17:11 - 84. Spielminute

Tor 2:1
Raffael
Rechtsschuss
Vorbereitung Christensen
Gladbach

17:13 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Benschop
für Schmiedebach
Hannover

17:15 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Elvedi
für Traoré
Gladbach

17:18 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
M. Schulz
für Dahoud
Gladbach

17:17 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Felipe
für Albornoz
Hannover

BMG

H96

Traoré trifft per Tunnel - Sobiech nutzt das Chaos

Raffael versüßt Schuberts Chef-Debüt

Ibrahima Traoré

Jubeln verboten: Mönchengladbachs Ibrahima Traoré mahnte nach seinem Tunneltor zur Ruhe. Getty Images

4-2-1-2-1: Hannovers "Offensivraute"

Mönchengladbachs Trainer Andre Schubert, dessen Interimstätigkeit in einen festen Vertrag bis 2017 umgewandelt wurde, brachte im Vergleich zum 0:0 gegen Ingolstadt Jantschke und Korb für Alvaro Dominguez und Xhaka. Hannovers Coach Michael Frontzeck tauschte nach dem 1:3 gegen Hertha dreimal Personal: Gülselam, Karaman, Schmiedebach und Sorg begannen für Andreasen, Kiyotake, Klaus und Sakai.

Die Borussia formierte sich im gewohnten 4-4-2-System und setzte von Beginn an auf Ballbesitzfußball mit vielen Kurzpässen und Flügelangriffen. Das Spielsystem der Niedersachsen war hingegen deutlich schwerer zu lesen: Vor der Viererkette spielten Sané und Schmiedebach auf der Doppelsechs, davor bildeten Zehner Gülselam, die Flügelspieler Bech und Karaman sowie Neuner Sobiech eine Art Offensivraute. Der Matchplan der Roten sah dabei vor, kompakt in der Defensive zu stehen und nach der Balleroberung dann überfallartig umzuschalten.

Traoré tunnelt Zieler

Dieses Rasenschach mag für Taktikliebhaber ein echter Leckerbissen gewesen sein, in den Strafräumen blieb es dagegen die meiste Zeit ruhig. Eine punktuelle Ausnahme war Sobiech, der frei vor Sommer auftauchte und den Torwart tunnelte, doch Jantsche kratzte das Spielgerät noch von der Torlinie (4.). Auf der anderen Seite steckte Traoré für Stindl durch, der die Kugel aus acht Metern an den rechten Pfosten lenkte (13.). Später fand Traoré dann noch Raffael mit einer Flanke, doch der Brasilianer köpfte freistehend aus sieben Metern in die Arme von Zieler (30.).

Die spielerisch überlegenen Fohlen sollten sich wenig später belohnen: Dahoud filetierte die Abwehr der Niedersachsen mit einem feinen Pass in den Strafraum, Traoré tauchte frei vor Zieler auf und tunnelte den Keeper zur 1:0-Führung (34.). Der gebürtige Franzose verweigerte aufgrund der Geschehnisse in Paris jedoch den Torjubel. Im weiteren Verlauf hatten die Hausherren deutlich mehr Anteile, trotzdem kamen die Gäste kurz vor dem Halbzeitpfiff beinahe noch zum Ausgleich: Karaman lenkte eine Albornoz-Flanke aus elf Metern aufs Tor, doch Sommer parierte mit einem Reflex (41.).

Sobiech nutzt das Durcheinander

Der 13. Spieltag

Nach Wiederbeginn standen beide Teams eng am Mann und erzwangen dadurch Abspielfehler. Dann machten die Roten auf sich aufmerksam: Der an der Mittellinie durchgestartete Bech wurde mit einem Laufpass auf die Reise geschickt und traf frei vor Sommer den linken Außenpfosten (50.). Wenig später hatte auch Karaman den Torschrei schon auf den Lippen, als er nach einem Albornoz-Freistoß das linke Eck anvisierte, doch Sommer tauchte ab und entschärfte mit einer starken Parade (53.).

Gladbach wackelte in dieser Phase, fiel aber nicht um. Stattdessen hatte Stindl nach feinem Solo die Chance, zu erhöhen, doch Stindl nagelte die Kugel an den linken Pfosten (63.). Das sollte sich rächen: Erst lenkte Sommer einen Gülselam-Kopfball noch mit den Fingerspitzen über die Latte (64.), bei der darauf folgenden Ecke nutzte Sobiech das Durcheinander im Fohlen-Strafraum und traf aus kurzer Distanz zum 1:1 (65.). Die postwendende Antwort der Borussia: Stindl köpfte eine Traoré-Ecke aus zwölf Metern knapp vorbei (68.).

Sommer und Zieler glänzen beim Chancenfeuerwerk

Die Partie war nun völlig offen, denn beide Mannschaften zündeten ein Chancenfeuerwerk: Nordtveit (74.) und Bech (75.) trafen das Außennetz, dann glänzten die Torhüter Sommer (Sobiech, 77.) und Zieler (Traoré, 77; Raffael, 78., Dahoud, 83.) mit sehenswerten Paraden. Am Ende sollte es aber doch noch einen Sieger geben: Raffael drückte eine flache Christensen-Flanke aus sechs Metern über die Linie, 2:1 für Mönchengladbach (84.).

Spieler des Spiels

Ibrahima Traoré Sturm

1,5
Spielnote

Die rasante zweite Halbzeit mit Tempo-Fußball und etlichen Torchancen entschädigte für den eher zähen Beginn.

2,5
Tore und Karten

1:0 Traoré (34', Linksschuss, Dahoud)

1:1 Sobiech (65', Linksschuss)

2:1 Raffael (84', Rechtsschuss, Christensen)

Gladbach

Sommer 2 - Korb 3,5, Christensen 2,5, Jantschke 3,5 , Wendt 4 - Dahoud 2,5 , Nordtveit 4, Traoré 1,5 , Johnson 3 - Stindl 3, Raffael 3

Hannover

Zieler 2 - Sorg 3,5 , Marcelo 4, C. Schulz 3,5, Albornoz 4,5 - Sané 3,5, Schmiedebach 3,5 , Gülselam 2,5, Bech 4 , Karaman 3,5 - Sobiech 2

Schiedsrichter-Team

Dr. Felix Brych München

2
Spielinfo

Stadion

Borussia-Park

Zuschauer

52.214

Die Borussia erwartet am Mittwoch (20.45 Uhr) in der Champions League den FC Sevilla. In der Liga steht die Reise nach Hoffenheim an (Samstag, 15.30 Uhr). Hannover spielt zur gleichen Zeit gegen Ingolstadt.

Bilder zur Partie Bor. Mönchengladbach - Hannover 96