Bundesliga 2015/16, 12. Spieltag
16:00 - 30. Spielminute

Tor 1:0
Kagawa
Kopfball
Vorbereitung Ginter
Dortmund

16:02 - 33. Spielminute

Tor 1:1
Huntelaar
Rechtsschuss
Vorbereitung L. Sané
Schalke

16:08 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Goretzka
Schalke

16:13 - 43. Spielminute

Tor 2:1
Ginter
Kopfball
Vorbereitung Mkhitaryan
Dortmund

16:33 - 46. Spielminute

Gelbe Karte
Junior Caicara
Schalke

16:34 - 47. Spielminute

Tor 3:1
Aubameyang
Rechtsschuss
Vorbereitung Castro
Dortmund

16:36 - 48. Spielminute

Gelbe Karte
Aubameyang
Dortmund

16:42 - 56. Spielminute

Spielerwechsel
Choupo-Moting
für M. Meyer
Schalke

16:47 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Di Santo
Schalke

16:56 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Höjbjerg
für Kolasinac
Schalke

16:57 - 71. Spielminute

Tor 3:2
Huntelaar
Rechtsschuss
Vorbereitung Goretzka
Schalke

17:08 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
Schmelzer
Dortmund

17:13 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
S. Bender
für Castro
Dortmund

17:15 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Weigl
Dortmund

17:18 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Platte
Schalke

17:16 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Platte
für Neustädter
Schalke

17:20 - 90. + 4 Spielminute

Spielerwechsel
Ramos
für Aubameyang
Dortmund

BVB

S04

BVB baut Serie aus - Schalke seit sechs Partien sieglos

Aubameyangs Hommage an die Fledermaus

Freude pur: Die Dortmunder Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang (re.).

Freude pur: Die Dortmunder Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang (re.). Getty Images

Dortmunds Trainer Thomas Tuchel wechselte nach dem 4:0 gegen Qäbälä viermal: Bürki (Tor), Sokratis, Gündogan und Kagawa spielten für Weidenfeller (Tor), Piszczek, Bender und Reus (Muskelfaserriss).

Auch Schalkes Coach André Breitenreiter tauschte im Vergleich zum 1:1 bei Sparta Prag in der Europa League auf vier Positionen: Matip, der nach seinem Hexenschuss doch noch rechtzeitig fit wurde, Kolasinac, Meyer und di Santo spielten für Ayhan, den Rot-gesperrten Geis, Höjbjerg sowie Choupo-Moting.

Das 147. Revier-Derby war von Beginn an heiß umkämpft und sehr intensiv. Kämpferisch begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, spielerisch hatte der BVB Vorteile. Die Dortmund machten vom Anpfiff weg viel Tempo, zogen ihr Spiel breit auf und waren viel häufiger am Ball. Zweifellos waren die Hausherren optisch überlegen, nur schlugen sie daraus kein echtes Kapital. Klare Abschlüsse seitens des BVB waren lange Zeit nicht zu sehen.

Der 12. Spieltag

Anders bei den Schalkern, die auf eine massierte Deckung setzten und über Konter Nadelstiche setzen wollten. Aus einem solchen resultierte auch die erste nennenswerte Möglichkeit der Partie, als Sané nach Aogo-Flanke aus sechs Metern knapp links vorbeischoss (20.). Kurz darauf beschwerte sich Huntelaar vehement bei Schiedsrichter Dr. Felix Brych, weil dieser ein Halten von Weigl am Niederländer als nicht elfmeterwürdig bewertet hatte (22.).

Es war ein Spiel, das viel von seiner Intensität lebte, in dem es aber auch sehr viele unnötige Fehler gab. Nach 28 Minuten sorgte der BVB dann erstmals für Gefahr, Matip blockte Aubameyangs Schuss aus elf Metern gerade noch ab. Das war allerdings der Auftakt für turbulente Minuten, in denen es hüben wie drüben klingelte: Zuerst hebelten Mkhitaryan, Castro und Ginter die S04-Defensive auseinander, ehe Kagawa per Kopf auf 1:0 stellte (30.). Die Führung war ob des Spielverlaufs nicht unverdient, doch Königsblau hatte postwendend eine Antwort parat: Goretzka fing einen schlechten Hummels-Pass ab und schickte sofort Sané auf die Reise. Der Youngster behauptete sich anschließend gegen Sokratis und hatte dann noch das Auge für Huntelaar - 1:1 (33.). Der Niederländer beendete damit seine Torflaute von 420 Minuten ohne Treffer.

Ginter macht's kurz vor der Pause, Aubameyang danach

Königsblaue Freude: May Meyer, Klaas Jan Huntelaar und Junior Caicara (v.li.).

Königsblaue Freude: May Meyer, Klaas Jan Huntelaar und Junior Caicara (v.li.). Getty Images/ picture alliance

Danach verflachte die Partie ein wenig, was zu einem Großteil daran lag, dass den Schwarz-Gelben ein wenig die Mittel fehlten, um die gegnerische Abwehr zu knacken. Bis auf einen Fernschuss von Gündogan, der knapp danebenging (35.), kam wenig. Das Problem war das Zentrum, das die Schalker praktisch komplett dicht gemacht hatten. So mussten die Dortmunder oft auf die Flügel ausweichen, fanden aber auch da die Lücke nicht. Es musste ein Standard herhalten, um die 2:1-Pausenführung zu gewährleisten: Bei einer Ecke bekam Ginter viel zu viel Platz und nutzte das, um per Kopf einzunicken (43.).

Ginters Treffer hatte den Knappen offenbar zugesetzt, anders war nicht zu erklären, warum S04 nach Wiederanpfiff auf einmal überrannt wurde: Zuerst konterten die Hausherren im eigenen Stadion über Weigl, Mkhitaryan und Castro mustergültig. Am Ende schloss Aubameyang den Angriff gekonnt ab und bejubelte anschließend sein 3:1, indem er ein T-Shirt mit Batman-Aufdruck zeigte - eine Hommage an das letzte Derby (3:0), als er und Reus mit Masken von Batman und Robin für Furore gesorgt hatten. Damals gab es Gelb, diesmal auch.

In der Folge zeigten sich Auflösungserscheinungen bei den Gästen, die es nur ihrem Schlussmann zu verdanken hatte,n dass die Partie kein Debakel wurde: Fährmann rettete spektakulär gegen Mkhitaryan (54.) und Sokratis (69.). Der 27-Jährige war also Garant dafür, dass es am Ende doch noch spannend wurde, denn S04 schaffte überraschenderweise den Anschluss: Bei einem Konter senste Sokratis im eigenen Sechzehner bei einer Goretzka-Flanke über den Ball, und Huntelaar verwandelte frech per Lupfer (71.). Etwas später hätte der eingewechselte Höjbjerg sogar noch ausgleichen können, doch er scheiterte an Bürki (79.). Danach brachte der BVB in einer turbulenten, weil emotionalen und sehr umkämpften Schlussphase den Dreier doch noch in trockene Tücher.

Beide Klubs verabschieden sich damit in die Länderspielpause. Für die Dortmunder wird es am Freitag, den 20. November (20.30 Uhr), in Hamburg wieder ernst, Schalke empfängt tags darauf den FC Bayern (18.30 Uhr).

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Bilder zur Partie Borussia Dortmund - FC Schalke 04