Bundesliga 2015/16, 11. Spieltag
16:00 - 31. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Maxim
für Harnik
Stuttgart

16:02 - 33. Spielminute

Gelbe Karte
Tyton
Stuttgart

16:41 - 54. Spielminute

Gelbe Karte
Serey Dié
Stuttgart

16:46 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Klein
Stuttgart

16:48 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Garics
Darmstadt

16:49 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Kliment
für Serey Dié
Stuttgart

16:55 - 68. Spielminute

Tor 1:0
Garics
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung Gentner
Stuttgart

16:58 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Darmstadt)
Kempe
für Rausch
Darmstadt

17:07 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Darmstadt)
Vrancic
für Niemeyer
Darmstadt

17:11 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Darmstadt)
Stroh-Engel
für Rosenthal
Darmstadt

17:14 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Hlousek
für Didavi
Stuttgart

17:21 - 90. + 4 Spielminute

Tor 2:0
Werner
Linksschuss
Vorbereitung Maxim
Stuttgart

17:18 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Junior Diaz
Darmstadt

VFB

DAR

Harnik verletzt - Darmstadt verliert auswärts

Pechvogel Garics lässt Gentner jubeln

Prägend: Zweikämpfe, wie hier zwischen Wagner und Baumgartl (re.), waren in Stuttgart die Regel.

Prägend: Zweikämpfe, wie hier zwischen Wagner und Baumgartl (re.), waren in Stuttgart die Regel. Getty Images

VfB-Coach Alexander Zorniger konnte im Vergleich zum mühevollen 2:0 im Pokal bei Regionalligist Jena wieder auf Serey Dié (nach muskulären Problemen) und Kapitän Gentner (nach Achillessehnenbeschwerden) zurückgreifen und beorderte obendrein Insua zurück in die Startelf. Heise, Ferati und Maxim mussten dafür auf die Bank.

Darmstadts Coach Dirk Schuster hatte beim 2:1 im Pokal gegen Hannover auf Garics (Hüfte) und Rausch (Wade) verzichten müssen. Nun waren beide wieder fit und wurden von ihrem Chef auch gleich berücksichtigt - das ging zu Lasten von Jungwirth und Kempe, die aus der Anfangsformation flogen.

Der 11. Spieltag

Vor dem Spiel war die Partie ein wenig zum Kampf der Systeme hochstilisiert worden. Stuttgarter Offensivfußball gegen Darmstädter Defensivkunst. Auf dem Platz entwickelten sich die Dinge dann aber durchaus differenziert. Zwar hatte der VfB vom Anpfiff weg die Initiative, stürmte dabei aber nicht auf Teufel komm raus los. Vielmehr setzten die Schwaben auf dosierte Vorstöße, ließen den Ball auch dann und wann mal im Mittelfeld zirkulieren. Wirkliche Gefahr versprühten sie damit aber nicht.

Zu einem Teil war das jedoch auch der Tatsache geschuldet, dass die gewohnt auf Konter lauernden Lilien gut standen, dem VfB kaum Lücken anboten und diesen durch ihre robuste Spielweise zu Fehlern zwangen. Der VfB war allerdings ebenfalls kein Kind von Traurigkeit und hielt körperlich voll dagegen. So entwickelte sich ein intensives Spiel zweier Teams, die sich auf Augenhöhe begegneten, denen es vorne aber auch aufgrund eines zu unsauberen Passspiels an Durchschlagskraft fehlte.

Pech hatte Harnik, der bei einem selbst verschuldeten Zusammenprall mit SVD-Schlussmann Mathenia einen Schlag auf den Oberschenkel abbekommen hatte und deshalb nach einer knappen halben Stunde ausgewechselt werden musste.

Darmstadt kann auch Offensive - Stuttgart im Glück

Auf Augenhöhe: Darmstadts Heller und Stuttgarts Werner (re.).

Auf Augenhöhe: Darmstadts Heller und Stuttgarts Werner (re.). Getty Images

Torchancen hatten Seltenheitswert und entsprangen, wenn überhaupt, dann nur nach ruhenden Bällen oder aus Fernschüssen: Auf Darmstädter Seite scheiterte Heller per Distanzversuch an Tyton (31.), während auf der anderen Seite Didavi per direktem Freistoß (39.) und Insua mit einer sehenswerten Direktabnahme nach Eckball (44.) kein Glück hatten. Folglich ging diese durchaus zähe Begegnung torlos in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde es zunächst nicht besser. Das Spiel fand auf überschaubarem Niveau statt, und die Akteure auf dem Feld verloren sich in der Hektik. Es hatte den Anschein, als würde der SVD mit diesen Bedingungen besser zurechtkommen, immerhin kamen die Lilien nach einer Stunde zum ersten nennenswerten Abschluss in Durchgang zwei: Heller scheiterte mit seinem tückischen Schrägschuss an Tyton.

Das Tor machten jedoch die Schwaben - und das war ein ziemlich krummes Ding: Nachdem Werner den Ball aus einer Abseitsposition heraus an die Latte geköpft hatte (67.), war es Gentner, der auf rechts durchbrach und den Ball nach innen flankte. Im Zentrum gab Garics den Unglücksraben, als er den Ball noch entscheidend ins eigene Netz köpfte - 1:0 (68.).

Dem Aufsteiger droht die erste Auswärtsniederlage der Saison, das sollte tunlichst vermieden werden. Und die Darmstädter bewiesen, dass sie auch Offensive können, und drängten fortan mit aller Macht auf den Ausgleich. Die Schwaben offenbarten in dieser Phase abermals ihre bekannten Defensivschwächen und gerieten mächtig ins Straucheln. Der VfB taumelte, fiel aber nicht, weil die Gäste in einer turbulenten Schlussphase zahlreiche Chancen liegen ließen: Namentlich Heller (72., 73., 83.), Sulu (84.) und Caldirola (88.). In der Nachspielzeit war es dann Werner, der das fast komplett aufgerückte Darmstadt kalt erwischte und den Treffer zum 2:0-Endstand markierte (90.+4).

Spieler des Spiels

Przemyslaw Tyton Tor

1,5
Spielnote

Ein extremes Kampfspiel mit vielen technischen Fehlern, aber einem hohen Unterhaltungswert.

3,5
Tore und Karten

1:0 Garics (68', Eigentor, Kopfball, Gentner)

2:0 Werner (90' +4, Linksschuss, Maxim)

Stuttgart

Tyton 1,5 - Klein 4 , Sunjic 4, Baumgartl 4, Insua 3 - Schwaab 3,5, Serey Dié 4 , Gentner 3, Didavi 3 - Harnik 4 , Werner 2,5

Darmstadt

Mathenia 3 - Garics 5 , Sulu 3, Caldirola 3, Junior Diaz 5 - Niemeyer 3,5 , Gondorf 4, Heller 2,5, Rausch 3,5 - Rosenthal 4 , Wagner 3,5

Schiedsrichter-Team

Robert Hartmann Wangen

2,5
Spielinfo

Stadion

Mercedes-Benz-Arena

Zuschauer

55.200

Beide Mannschaften sind wieder am kommenden Samstag gefordert: Stuttgart muss zum Süd-Schlager beim FC Bayern antreten (15.30 Uhr), Darmstadt hat im Abendspiel (18.30 Uhr) am Böllenfalltor den Hamburger SV zu Gast.

Bilder zur Partie VfB Stuttgart - SV Darmstadt 98