Bundesliga 2015/16, 10. Spieltag
20:55 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Holtby
HSV

21:45 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Ostrzolek
HSV

21:52 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
M. Diaz
für Ilicevic
HSV

21:52 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Schipplock
für Ekdal
HSV

21:52 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Uth
für Schmid
Hoffenheim

21:55 - 68. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Bicakcic
Hoffenheim

21:59 - 71. Spielminute

Spielerwechsel
Schär
für Schwegler
Hoffenheim

22:04 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Gregoritsch
HSV

22:07 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Amiri
für Szalai
Hoffenheim

22:07 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Polanski
Hoffenheim

22:12 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Schipplock
HSV

22:13 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Stieber
für N. Müller
HSV

22:16 - 88. Spielminute

Tor 0:1
Lasogga
Rechtsschuss
Vorbereitung Schipplock
HSV

22:17 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Volland
Hoffenheim

HOF

HSV

Gelb-Rot für Bicakcic - 5. Gelbe Karte für Volland

Dank Lasogga - HSV trifft wieder

Pierre-Michel Lasogga

Tor getroffen: Pierre-Michel Lasogga beendete die Torflaute des Hamburger SV. Getty Images

Markus Gisdol, der mit dieser Partie mit TSG-Rekordmann Ralf Rangnick auf 85 Bundesliga-Spiele gleichzog, reagierte auf das 2:4 in Wolfsburg mit zwei personellen Wechseln: Kapitän Schwegler kehrte anstelle von Kaderabek (nicht im Kader) nach Innenbanddehnung zurück. Außerdem wartete der unter Druck stehende Hoffenheimer Verantwortliche mit einer Überraschung auf: Im Angriff begann Stürmer Szalai - Startelfpremiere in dieser Spielzeit (zuvor nur zwei Kurzeinsätze). Rudy wich auf die Bank.

Zudem sprach vor der Partie Alexander Rosen, Direktor Profifußball, dem Trainer das Vertrauen aus: "Mich hat die intensive Berichterstattung Richtung Ultimatum überrascht. Es gibt von meiner Seite kein Ultimatum an Gisdol."

HSV-Coach Bruno Labbadia tat es seinem Gegenüber gleich: Im Vergleich zum 0:0 gegen Leverkusen standen Cleber und Gregoritsch in der Anfangsformationen. Spahic (grippaler Infekt) und Hunt (Muskelfaserriss) fehlten. Außerdem reiste auch Olic (Oberschenkel) nicht mit nach Sinsheim.

Müller und Lasogga verzweifeln an Baumann

Das tat dem aufgebotenen HSV-Angriff aber keinen Abbruch. Der Bundesliga-Dino dominierte nach ausgeglichener Anfangsphase, in der schon Lasogga und Gregoritsch erste Warnschüsse abfeuerten (1. und 4.), noch mehr. Die Folge waren eine Reihe von Chancen, die das 1:0 zur Folge hätte haben müssen: Ilicevic tankte sich sehenswert in den Strafraum und scheiterte an Baumann (15.), dann zischte Gregoritschs Kopfball knapp über die Querlatte (18.).

Das Highlight des ersten Durchgangs war schließlich ein doppelter Hochkaräter der Rothosen, die aber am starken TSG-Rückhalt zerschellten: Erst entschärfte Baumann einen spitzwinkligen harten Schuss von Müller, ehe er schnell aufstand und den direkt folgenden Kopfball von Lasogga mit einer starken Flugparade sicherte (23.).

Djourou rettet

In der Folgezeit verflachte das Geschehen zusehends. Die Folgen waren Mittelfeldgeplänkel, reichlich Fouls und etliche Unterbrechungen. Immerhin fiel den insgesamt viel zu harmlosen Hoffenheimern einmal etwas ein: Der agile und sichtlich motivierte Szalai legte im Strafraum gut für Schwegler ab, dessen Direktschuss in Richtung Tor eilte. Doch Djourou war gerade noch rettend zur Stelle (35.). Unabhängig von der Ideenlosigkeit der Gastgeber: Hamburg machte das in der eigenen Hälfte auch gut und stellte die Räume sicher zu. Reihenweise Balleroberungen waren die Folge.

Der 10. Spieltag

Frecher Lasogga - Überharter Bicakcic

Im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild: Der Hamburger SV machte den sichereren, den stabileren Eindruck. Einige Gelegenheiten bestätigten diese Sichtweise: Der überraschte Gregoritsch brachte das Leder nach Flanke von rechts nicht aufs Tor (48.) und Lasoggas als Flanke getarnter Schuss landete auf dem Tordach (54.). Von der nach wie vor harmlosen TSG 1899 kam derweil nur ein kümmerlicher Volland-Abschluss aus der Drehung (53.) sowie einem zu zentralen Distanzhammer von (57.).

Es ging weiter mit zwei wilden Szenen: Erst entteilte Joker Uth über die linke Bahn, scheiterte mit seinem scharfen Querpass aber an Adler (67.). Eine Minute später holte der bereits verwarnte Bicakcic den früheren Hoffenheimer Schipplock rüde von den Beinen - Gelb-Rot. "Eisen-Ermin" musste damit schon zum zweiten Mal im Jahr 2015 vorzeitig mit der Ampelkarte vom Platz. Zuletzt am 26. Spieltag der vergangenen Saison beim 0:0 in Paderborn.

Lasogga steht goldrichtig

Was machte der Nord-Klub nun aus der personellen Überzahl? Zunächst zu wenig. Dafür erklang bei drei Szenen ein Raunen im Stadion: Gregoritsch (77.), Joker Schipplock (78.) und auf der anderen Seite Volland wollten nach leichten Kontakten Elfmeter (79.). Zudem scheiterten plötzlich die Kraichgauer mit zwei guten Chancen von Joker Uth und Toljan - jeweils durch Adler entschärft (81. und 87.). Am Ende kam es dann schon fast so, wie es kommen musste - der HSV ging verdientermaßen in Front: Nach starker Einleitung von Gregoritsch legte Schipplock überlegt quer zum komplett freien Lasogga. Der Sturmtank staubte humorlos ab, tütete den Dreier ein, beendete die Torflaute der Norddeutschen nach 360 Minuten und verschärfte die Krise der Kraichgauer (88.).

Hoffenheim gastiert am nächsten Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FC Köln. Hamburg empfängt am Sonntag (17.30 Uhr) die Niedersachsen von Hannover 96.

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Bilder zur Partie TSG Hoffenheim - Hamburger SV