Bundesliga 2015/16, 9. Spieltag
15:55 - 23. Spielminute

Tor 0:1
T. Müller
Linksschuss
Vorbereitung Thiago
Bayern

16:14 - 42. Spielminute

Gelbe Karte
Rafinha
Bayern

16:50 - 59. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Öztunali
für Lorenzen
Bremen

16:50 - 60. Spielminute

Gelbe Karte
S. Garcia
Bremen

17:08 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Pizarro
für Fritz
Bremen

17:08 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Kimmich
für Rafinha
Bayern

17:11 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Bargfrede
Bremen

17:12 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
Kimmich
Bayern

17:22 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Pantovic
für Vidal
Bayern

BRE

FCB

Bayern weiterhin perfekt - Bremen kassiert fünfte Pleite in Serie

Müller schleicht sich davon und trifft

Thomas Müller

Es "müllert" auch in Bremen: Bayerns Thomas Müller dreht nach seinem Treffer zum 1:0 jubelnd ab. imago

Powerplay der Bayern

Bremens Coach Viktor Skripnik nahm nach der vierten Pleite in Folge, dem 0:1 in Hannover , drei personelle Veränderungen in seiner Startelf vor: Bargfrede, Lorenzen und Lukimya spielten für U. Garcia (Bank), Grillitsch (nicht im Kader) und Vestergaard (Viruserkrankung). Bayerns Trainer Pep Guardiola stellte im Vergleich zum 5:1 gegen Dortmund auf drei Positionen um: Juan Bernat, Rafinha und Vidal begannen für Douglas Costa, Javi Martinez (beide Bank) und Götze (Muskelsehnenriss).

Mit dem SVW und dem FCB trafen die beiden bis dato lauffaulsten Mannschaften der Bundesliga aufeinander. In der Anfangsphase musste vor allem Werder mehr Kilometer abspulen, lief dabei aber meist nur hinterher. Das Spiel machten die Münchner, die wiederum lieber den Ball laufen ließen. Trotz gewohnt vieler Passstafetten schaffte es der Spitzenreiter aber nicht, das grün-weiße Bollwerk der Hanseaten zu knacken. Immer zog sich Bremen kompakt zurück und schaffte Überzahlsituationen rund um den eigenen Strafraum - Bayern spielte viele Pässe, fand aber kein Durchkommen.

Müller hat den Torriecher

Durch diese Rollenverteilung ergaben sich über 80 Prozent (!) Ballbesitz für die Gäste, die die Hausherren regelrecht einschnürten. Eine erste Torannäherung bot Lewandowski, der einen Flugkopfball ans Außennetz setzte (22.). Eine Zeigerumdrehung später setzte Thiago nach einer zu kurzen Kopfballabwehr von Gebre Selassie zur gefühlvollen Flanke an und fand Müller am Fünfmetereck. Der schlitzohrige Stürmer hatte sich im Rücken von Galvez davongestohlen, stoppte die Kugel und schoss mit links zum 1:0 ein.

Trotz des Rückstands ließ sich Werder nicht aus der Reserve locken und blieb seiner defensiven Spielweise treu. Im 5-4-1-System standen meist neun Feldspieler auf engstem Raum an der eigenen Strafraumgrenze. Diese destruktive Spielweise führte aber auch dazu, dass keinerlei Offensivpower vorhanden war. Ujah, die einzige Spitze, hing die meiste Zeit in der Luft. Die Münchner warfen im 4-1-4-1 hingegen die Passmaschine an und boten Einbahnstraßenfußball. Somit plätscherte die Begegnung trotz großer Bayern-Dominanz ohne nennenswerte Strafraumszenen in die Halbzeitpause.

Ujah plötzlich frei

Der 9. Spieltag

Auch nach dem Seitenwechsel behielt der FCB die Zügel in der Hand und strahlte weiterhin Dominanz gegen biedere Bremer aus. Müller mit einer artistischen Direktabnahme (50.) und Lewandowski per Kopf (52.) sorgten für die nächsten Münchner Chancen. Ansonsten ließen die Gäste weiterhin Ball und Gegner laufen, ohne dabei Durchschlagskraft zu entwickeln.

Werders Zurückhaltung änderte sich erst ab der 66. Spielminute. Plötzlich störten die Hausherren schon früher und ernteten wohltuenden Applaus vom Großteil der 42.100 Fans im ausverkauften Weser-Stadion. Prompt verzeichneten die Hanseaten auch die Großchance zum Ausgleich: Ujah tauchte nach einer Junuzovic-Flanke frei vor Neuer auf, scheiterte aber aus sieben Metern an einem Reflex des Torwarts (68.). Wenig später war es erneut der Nigerianer, der aus vielversprechender Position zum Schuss kam. Ujah zielte aus acht Metern halbrechter Position aber flach links vorbei (75.).

Bremer Drangphase bleibt unbelohnt

Somit witterte Werder in der Schlussphase seine Chance. Skripnik reagierte und brachte mit dem Ex-Münchner Pizarro einen zusätzlichen Stürmer (78.). Plötzlich spielte auch der SVW mit und setzte den Rekordmeister unter Druck. Wirklich gefährlich wurde es aber nicht mehr.

Spieler des Spiels

Jerome Boateng Abwehr

2
Spielnote

Weit über eine Stunde lang eine total einseitige und dabei eher lahme Partie. Erst die intensive Schlussphase entschädigte etwas.

4
Tore und Karten

0:1 T. Müller (23', Linksschuss, Thiago)

Bremen

Wiedwald 4 - Gebre Selassie 4, Lukimya 3,5, Bargfrede 3,5 , Galvez 5, S. Garcia 4 - Bartels 4, Fritz 3 , Junuzovic 3, Lorenzen 4 - Ujah 4,5

Bayern

Neuer 3 - Rafinha 3,5 , J. Boateng 2, Alaba 3,5, Juan Bernat 4 - Xabi Alonso 3,5, Lahm 3, T. Müller 3 , Vidal 4 , Thiago 2,5 - Lewandowski 3,5

Schiedsrichter-Team

Christian Dingert Gries

5
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

42.100 (ausverkauft)

Bremen gastiert am kommenden Samstag (15.30 Uhr) in Mainz, der FC Bayern empfängt gleichzeitig den 1. FC Köln. Vorher muss der Rekordmeister allerdings schon am Dienstag (20.45 Uhr) in der Champions League beim FC Arsenal ran.

Bilder zur Partie Werder Bremen - Bayern München