Bundesliga 2015/16, 3. Spieltag
20:46 - 17. Spielminute

Tor 1:0
Dost
Rechtsschuss
Vorbereitung Träsch
Wolfsburg

21:37 - 51. Spielminute

Gelbe Karte
Luiz Gustavo
Wolfsburg

21:38 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Riether
Schalke

21:45 - 59. Spielminute

Spielerwechsel (Schalke)
Di Santo
für Choupo-Moting
Schalke

21:45 - 59. Spielminute

Tor 2:0
R. Rodriguez
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Luiz Gustavo
Wolfsburg

21:47 - 61. Spielminute

Tor 3:0
Klose
Linksschuss
Vorbereitung R. Rodriguez
Wolfsburg

21:57 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Schalke)
Goretzka
für L. Sané
Schalke

22:00 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Schalke)
M. Meyer
für Draxler
Schalke

21:59 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Aogo
Schalke

22:02 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Schürrle
für Caligiuri
Wolfsburg

22:05 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Bendtner
für Dost
Wolfsburg

22:13 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Arnold
für Kruse
Wolfsburg

WOB

S04

S04 leistet sich zu viele Fehler - VfL glänzt ohne De Bruyne

Wolfsburgs Doppelschlag setzt Schalke K.o.

Bas Dost (links)

Zwei "Objekte" der Begierde: 1:0-Schütze Bas Dost (links) und Vorlagengeber Christian Träsch (Mitte). imago

Wölfe-Dompteur Dieter Hecking reagierte auf die steten Wechselspekulationen rabiat und verfrachtete Star De Bruyne (im Anflug auf Manchester City) und Perisic (im Gespräch bei Inter Mailand) aus dem Kader. Außerdem saß Hunt im Vergleich zum 1:1 beim 1. FC Köln auf der Bank. Dafür auf dem Feld: Guilavogui, Träsch und Caligiuri. Weiterhin fehlte Kapitän und Stammtorwart Benglio.

Schalke-Trainer André Breitenreiter reagierte auf das 1:1 gegen Darmstadt 98 ebenfalls dreimal: Riether, Kolasinac und Sané begannen anstelle von Junior Caicara, Höger und di Santo (alle auf der Bank).

Schalke schläft und lädt Dost ein

Das Niveau war von Anfang an hoch: Beide Mannschaften pressten früh und wollten im besten Fall schnell stechen. Doch da beide Defensivreihen besonders technisch fein die teilweise harten Zuspiele verarbeiteten, brannte nichts an. Kurioserweise klappten die Königsblauen dann das offensive Visier herunter - Huntelaar positionierte sich als Sturmspitze an der Mittellinie. Diese Einladung nahmen die Niedersachsen gerne an und entwickelten aber der 5. Minute Druck schier ohne Ende: Luiz Gustavo setzte den ersten Warnschuss (7.), Dost nickte einen Rodriguez-Chip gefährlich in Richtung Tor - Keeper Fährmann wischte das Leder gerade noch zur Seite (9.).

Kevin De Bruyne

Sah das Spiel von der Tribüne aus: Kevin De Bruyne. Getty Images

In Minute 17 folgte schließlich der gerechte "Lohn" für eindeutig zu passive Knappen, die nun auch krasse Abwehrfehler begingen: Träsch durfte nach einer VfL-Aufbaukombination über exakt 20 (!) Stationen von der rechten Seite unbedrängt in vollem Tempo flanken und fand am Fünfmeterraum tatsächlich den komplett freien Dost, der von den verdutzten Neustädter und Matip nicht gedeckt wurde. Der Stürmer vollendete volley zum 1:0 (17.). Es war Dosts 20. Treffer im Kalenderjahr 2015, so viele Kerben hat in der Bundesliga nur Dortmunds Aubameyang geritzt.

Schalke wacht auf, doch der perfekte Abschluss fehlt

Der Gegentreffer rüttelte S04 aber eindeutig wach - und plötzlich ratterte die königsblaue Offensivmaschinerie. Draxler bediente fein Kolasinac, der den ungedeckten Sané im Rückraum mitnahm. Dessen Schuss wurde gerade noch von Klose geblockt (23.). Sechs Minuten später setzte Huntelaar einen Direktversuch im Strafraum übers Gehäuse von Casteels. Bis zur Pause blieb das Niveau zwar hoch, doch egalisierten sich beide Mannschaften nun vor allem im Mittelfeld. Es blieb demnach beim verdienten 1:0 der Wölfe.

Der 3. Spieltag

Geis-Volley, Härte und eine Kopie

Die zweite Halbzeit begann zunächst mit einem gefährlichen Direktversuch von Geis (47.) und mit in diesem Spiel bis dato unbekannter Härte: Luiz Gustavo hielt gegen Geis die Sohle drauf (51.), Riether räumte Klose rüde ab (52.). Beide Male setzte es Gelb. Es ging weiter mit einem Déjà-vu, das merklich ans 1:0 erinnerte: Vieirinha bediente den hinterlaufenden Träsch, dessen Flanke Dost fand. Nur dieses Mal brachte der Stürmer den Ball per Kopf nicht im Netz unter (54.). Im Gegenzug agierten Sané, Draxler und Huntelaar zu verspielt - es fehlte der Torschuss nach einer schönen Kombination (55.).

Schweizer VfL-Doppelschlag

Die Königsblauen spielten in dieser Phase definitiv gut mit, doch schwächten sich selbst erneut durch Abwehrpatzer: Zunächst räumte Kolasinac Luiz Gustavo komplett unnötig um (58.). Den fälligen Elfmeter verwandelte Rodriguez gewohnt sicher zum 2:0 (59.). Und nur zwei Minuten später flankte der Schweizer Außenverteidiger eine Ecke in Richtung Klose, der ungedeckt war und mit links volley zum 3:0 vollendete. Klar, diese beiden Treffer kamen der Vorentscheidung gleich.

In der Schlussphase, die vornehmlich mit Mittelfeldgeplänkel abgehalten wurde, kamen noch Wolfsburgs "Lord" Bendtner, Arnold und Schürrle zum Einsatz. Der Weltmeister kehrte demnach nach seiner Oberschenkelverletzung aktiv wieder zurück, konnte allerdings kein Ausrufezeichen mehr setzen. Es blieb beim insgesamt verdienten 3:0 für die Niedersachsen - was auch daran lag, dass Huntelaar (75.) und Geis (81.) letzte Chancen liegen ließen. Während die Wölfe sich die Punkte fünf, sechs und sieben ergatterten, blieb Königsblau bei mittelprächtigen vier Zählern stehen.

Spieler des Spiels

Bas Dost Sturm

2
Spielnote

Viele Fehler, vor allem auf Schalker Seite, nach einer Stunde war das Spiel entschieden.

3,5
Tore und Karten

1:0 Dost (17', Rechtsschuss, Träsch)

2:0 R. Rodriguez (59', Foulelfmeter, Linksschuss, Luiz Gustavo)

3:0 Klose (61', Linksschuss, R. Rodriguez)

Wolfsburg

Casteels 3 - Träsch 2, Naldo 2,5, Klose 2 , R. Rodriguez 2 - Guilavogui 3, Luiz Gustavo 2,5 , Vieirinha 3,5, Kruse 4 , Caligiuri 4 - Dost 2

Schalke

Fährmann 3 - Riether 4 , Matip 4,5, Neustädter 4,5, Kolasinac 5,5 - Geis 5, Aogo 5 , Choupo-Moting 5 , Draxler 4,5 , L. Sané 3,5 - Huntelaar 4,5

Schiedsrichter-Team

Dr. Felix Brych München

2
Spielinfo

Stadion

Volkswagen-Arena

Zuschauer

30.000 (ausverkauft)

Wolfsburg muss nach der Länderspielpause beim FC Ingolstadt am Samstag (12. September, 15.30 Uhr) ran. Schalke bestreitet dann einen Tag später um 17.30 Uhr ein Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05.

Bilder zur Partie VfL Wolfsburg - FC Schalke 04