Bundesliga 2015/16, 1. Spieltag
18:04 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Baumgartl
Stuttgart

18:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Vogt
für Gerhardt
Köln

18:40 - 54. Spielminute

Spielerwechsel
Osako
für Jojic
Köln

18:47 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Vogt
Köln

18:47 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Sörensen
Köln

18:54 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Gentner
Stuttgart

18:55 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Zoller
für Olkowski
Köln

18:58 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Insua
Stuttgart

19:03 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Maxim
für Rupp
Stuttgart

19:02 - 75. Spielminute

Tor 0:1
Modeste
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Modeste
Köln

19:03 - 77. Spielminute

Tor 0:2
Zoller
Rechtsschuss
Vorbereitung Vogt
Köln

19:06 - 79. Spielminute

Tor 1:2
Didavi
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Kostic
Stuttgart

19:08 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Kliment
für Harnik
Stuttgart

19:12 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Werner
für Insua
Stuttgart

19:19 - 90. + 2 Spielminute

Tor 1:3
Osako
Rechtsschuss
Vorbereitung Modeste
Köln

VFB

KOE

VfB hadert mit der Chancenverwertung - FC siegt in der Fremde

Modeste sorgt für Stuttgarter Scherbenhaufen

Schlüsselspieler: Kölns Modeste und VfB-Schlussmann mit Tyton (unten).

Schlüsselspieler: Kölns Modeste und VfB-Schlussmann mit Tyton (unten). picture alliance

VfB-Trainer Alexander Zorniger wechselte nach dem mühsamen 2:1-Arbeitssieg im Pokal bei Drittligist Holstein Kiel auf zwei Position. Rupp und Harnik (nach Infekt) spielten für Gruezo und Werner (beide Bank). Kölns Coach Peter Stöger hingegen beließ es im Vergleich zum 4:0-Pokalsieg bei Regionalligist Meppen bei einem Tausch: Gerhardt erhielt den Vorzug vor Osako, der sich bei der Reserve wiederfand.

Etwas überraschend gehörten die ersten Minuten des Spiels den Gästen aus Köln, die forsch begannen und den VfB gleich mal zum Staunen brachten. Die frühe Führung blieb den Geißböcken allerdings verwehrt, weil Lehmanns satter 18-Meter-Schuss an den linken Innenpfosten knallte (2.). Lange brauchten die Schwaben nicht, um selbst in Erscheinung zu treten und nach Aluminiumtreffern auszugleichen: Didavi fing einen schlampigen Pass ab, lief ein Stück und traf anschließend aus 20 Metern die Latte (6.). Kurz darauf klebte Gentner das Pech am Fuß, als der VfB-Kapitän - ebenfalls aus der zweiten Reihe - nur den linken Pfosten traf (11.).

Der 1. Spieltag

Das Spiel hatte hohen Unterhaltungswert, was dem Engagement beider Mannschaften geschuldet war. Sowohl die Kölner als auch die Stuttgarter legten ein sehr hohes Tempo vor, scheuten keinen Zweikampf und suchten den Weg nach vorne. Mehr vom Spiel hatte allerdings der VfB, der sehr hoch verteidigte und über aggressives Pressing immer wieder in Ballbesitz und damit auch zu vielversprechenden Situationen kam. Das Problem an der Sache war, dass die Stuttgarter im letzten Drittel des Spielfeldes oft zu hektisch agierten und deshalb den finalen Pass nicht wirklich an den Mann brachten.

Das führte dazu, dass klare Chancen aus dem Spiel heraus kaum zu sehen waren. Es blieb aber noch die Hoffnung, über ruhende Bälle erfolgreich zu sein. Das wusste aber FC-Schlussmann Horn zu vereiteln, so wie bei seiner Glanztat gegen Hlousek (22.). Auf der anderen Seite setzten Gerhardt (36.) und Bittencourt (40.) kleinere Ausrufezeichen, die aber nicht wirklich gefährlich wurden. Unter dem Strich ging es mit einem 0:0 der besseren Art zum Pausentee.

Stuttgarts miserable Chancenverwertung - FC-Joker stechen

Den Blick nach vorne gerichtet: Stuttgarts Didavi und Hector (re.).

Den Blick nach vorne gerichtet: Stuttgarts Didavi und Hector (re.). picture alliance

Eine Erkenntnis blieb jedoch: Innerhalb der Strafräume waren beide Mannschaften nicht wirklich zum Zug gekommen. Die Abschlüsse, die wirklich gefährlich wurden, resultierten allesamt aus Distanzschüssen oder aus einem Standard. Spielerisch gab es also trotz der durchaus ansprechenden Darbietung noch Spielraum, den es nach Wiederanpfiff auszufüllen galt. Auf Kölner Seite sollte dabei Vogt mithelfen, der für Gerhardt kam und mehr Robustheit ins Spiel der Domstädter bringen sollte.

Dies klappte nur bedingt, denn auch nach Wiederanpfiff war der VfB die aktivere und agilere Mannschaft, die allerdings mit ihrer schwachen Chancenverwertung zu hadern hatten: Ginczek (47.), Didavi (51.) und insbesondere Harnik (55., 63., 65.) ließen teils hochklassige Möglichkeiten ungenutzt. Das sollte sich rächen, denn Köln bekam in der 74. Minute einen Elfmeter zugesprochen - Tyton kam im Eins-gegen-eins gegen Modeste zu spät. Der Gefoulte trat selbst an und brachte den Ball nicht wirklich souverän im Tor unter - 1:0. Doch damit nicht genug, denn nur zwei Minuten danach schepperte es erneut: Vogt passte wunderbar in die Gasse auf den ebenfalls eingewechselten Zoller, der sicher zum 2:0 vollstreckte (77.).

Die Schwaben standen vor einem Scherbenhaufen, schöpften aber nochmals Hoffnung, nachdem Kostic von Zoller im FC-Strafraum zu Fall gebracht worden war: Didavi nahm sich den Ball und markierte vom ominösen Punkt aus den 1:2-Anschlusstreffer (79.). Danach ging Zorniger volles Risiko, brachte Kliment und Werner für Harnik sowie Insua und setzte damit alles auf Offensive. Es war aber kein VfB-Joker, der den Schlusspunkt setzte. Diese Ehre gebührte Osako, der in der 54. Minute für Jojic gekommen war und der in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen von Modeste eingeleiteten Konter der Kölner mustergültig zu 3:1-Endstand vollendete.

Der VfB Stuttgart ist am kommenden Samstag im "Topspiel" des 2. Spieltags beim Hamburger SV wieder gefordert (18.30 Uhr), die Kölner empfangen zuvor den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr).

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Bilder zur Partie VfB Stuttgart - 1. FC Köln