DFB-Pokal 2014/15, Viertelfinale
21:03 - 34. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Rode
für Benatia
Bayern

21:36 - 50. Spielminute

Gelbe Karte
L. Bender
Leverkusen

21:54 - 68. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Thiago
für Lahm
Bayern

21:57 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Dante
Bayern

22:16 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
K. Papadopoulos
für Spahic
Leverkusen

22:20 - 90. + 4 Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Drmic
für Kießling
Leverkusen

22:19 - 90. + 3 Spielminute

Gelbe Karte
Thiago
Bayern

22:37 - 99. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Calhanoglu
für Rolfes
Leverkusen

22:42 - 104. Spielminute

Gelbe Karte
Toprak
Leverkusen

22:57 - 117. Spielminute

Gelbe Karte
K. Papadopoulos
Leverkusen

22:57 - 117. Spielminute

Gelbe Karte
Jedvaj
Leverkusen

22:57 - 117. Spielminute

Gelbe Karte
T. Müller
Bayern

22:58 - 118. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Badstuber
für J. Boateng
Bayern

LEV

FCB

Bayern gewinnt im Elfmeterschießen in Leverkusen

Drmic versagen die Nerven - FCB steht im Semifinale!

Mario Götze (li.) im Duell mit Roberto Hilbert: Leverkusen verteidigte konsequent.

Mario Götze (li.) im Duell mit Roberto Hilbert: Leverkusen verteidigte konsequent. imago

Leverkusens Trainer Roger Schmidt nahm nach dem 4:0 gegen den Hamburger SV zwei Wechsel vor: Spahic und Hilbert erhielten den Vorzug vor Papadopoulos und Jedvaj (beide Bank) und rückten in die Viererkette.

Bayern-Coach Pep Guardiola war gezwungen, nach dem 1:0 in Dortmund einen Tausch vorzunehmen: Für Schweinsteiger, der gegen den BVB mit einer Knöchelverletzung vorzeitig vom Feld musste, spielte Götze.

Im Vorfeld hatte Flügelstürmer Bellarabi die Aufgabe gegen den Rekord-Pokalsieger als "hart, aber auch machbar" eingeordnet. Leverkusen hatte zuletzt sieben von acht Partien zu Null gewonnen und ging die Begegnung entsprechend selbstbewusst und forsch an. Bereits nach zwei Minuten bot sich Brandt die erste Chance, er verarbeitete die Kugel aber nicht sauber und schloss nicht kontrolliert ab (2.). Die Gastgeber zogen sich weit zurück, überließen den Bayern das Spielgerät, schalteten nach Ballgewinn aber schnell um und drangen umgehend nach vorne. So erzeugte Schmidts Elf zumindest unterschwellig Torgefahr.

Als Castro nach einem Duell mit Lahm zu Boden ging, schrie die BayArena auf und forderte lautstark einen Strafstoß. Felix Zwayer zeigt aber nicht auf den Punkt (13.). Wenig später köpfte Kießling über das Tor (16.). Danach fing sich der FCB und stand sicherer in der Abwehr.

Viel Ballbesitz, wenig Ideen - und nur eine Chance

Pep Guardiola

Benatia muss angeschlagen vom Feld - und Pep Guardiola kann es nicht fassen: der nächste Verletzte! imago

Die Münchner hatten gewohnt viel Ballbesitz, im Schnitt etwa 75 Prozent im ersten Abschnitt. Allerdings ging dem FCB in der gegnerischen Hälfte der Esprit ab. Tempo? Fehlanzeige! Ideen? Nicht vorhanden! So hatte Guardiolas Elf zwar mehr von der Partie, brachte offensiv aber nichts zustande. Nach gut einer halben Stunde musste Benatia vom Feld. Vor seiner Auswechslung hielt er sich den hinteren rechten Oberschenkel. Für den Marokkaner kam Rode (34.).

Kurz vor der Pause dann die erste hochkarätige Gelegenheit der Begegnung: Dante bediente Juan Bernat auf dem linken Flügel, dieser hatte ausnahmsweise mal Platz, flankte präzise und mit Schnitt auf den zweiten Pfosten. Dort stand Müller völlig frei, scheiterte aber aus sechs Metern am herausstürzenden Leno (40.). Wenig später verzog Bellarabi bei seiner Volleyabnahme nach einer Brandt-Flanke (45.). Torlos ging es in die Umkleiden.

DFB-Pokal-Viertelfinale

Brandt verzieht, Götze knapp daneben

Den ersten Abschluss nach der Pause hatte Brandt: Er holte sich den Ball an der Mittellinie, sprintete über den halben Platz, schoss aber über Neuers Gehäuse (47.). Kurz darauf setzte Götze einen Kopfball nach Alonso-Ecke knapp vorbei (52.). Die Bayern erhöhten nun die Schlagzahl, spielten im Angriff variabler und entschlossener. Nach einer Stunde zappelte der Ball erstmals im Netz: Nach einer Ecke hatte Lewandowski eingeköpft. Allerdings hatte Schiedsrichter Felix Zwayer ein vermeintliches Foul des Polen an Toprak gesehen und verweigerte dem Treffer die Anerkennung - eine harte Entscheidung (60.).

Die Münchner waren nun überlegen, mussten allerdings zunächst eine heikle Szene überstehen: Bellarabi setzte im Anstoßkreis zum Sprint an, spielte Doppelpässe mit Kießling und Brandt, fand alleine vor Neuer aber seinen Meister im deutschen Nationalkeeper - eine klasse Aktion von beiden (65.). Beim unmittelbaren Gegenzug tauchte Lewandowski alleine vor Leno auf, scheiterte aber an diesem - auch vom Leverkusener Schlussmann eine tolle Tat (65.).

Thiago kommt für Lahm

Nach dieser Doppelchance beruhigte sich die Partie kurzzeitig. Leverkusen stand wieder konzentrierter in der Abwehr, die Mannschaften neutralisierten sich. Pep Guardiola reagierte und brachte Thiago für Lahm (68.). Der Spielfluss war nun allerdings etwas verflogen, die Fouls mehrten sich und die Begegnung war immer wieder unterbrochen.

Eine Ausnahme: ein Leverkusener Konter nach 78 Minuten über den flinken Bellarabi. Der Rechtsaußen tanzte Dante am Strafraumeck aus, doch Neuer fing seinen wuchtigen Flachschuss sicher (78.). In den Schlussminuten drängten die Bayern nach vorne, kamen allerdings zu keiner Chance mehr. Anders die Heimelf, die in der Endphase wieder zwingender und mutiger wurde: Brandt kam nach Bellarabi-Flanke einen Tick zu spät (90.+1), Bender konnte Neuer per Kopf nicht überwinden (90.+5) und Bellarabis Schuss wurde geblockt (90.+6).

Thiago per Kung-Fu-Tritt gegen Kießling

Thomas Müller (re.) mit feinem Füßchen gegen Wendell, der Brasilianer schaut nur zu.

Thomas Müller (re.) mit feinem Füßchen gegen Wendell, der Brasilianer schaut nur zu. imago

Inmitten der Bayer-Chancen zum Ende hatte Thiago Glück, nach einer Kung-Fu-Einlage gegen Kießling nur die Gelbe Karte gesehen zu haben (90.+3). Da ließ Felix Zwayer Gnade vor Recht ergehen. So ging es in die Verlängerung.

In dieser waren die Bayern das aktivere Team. Leverkusen trat in der Offensive kaum einmal in Erscheinung, Guardiolas Team indes suchte den Weg nach vorne. Dabei sprangen auch gute Möglichkeiten heraus: Erst klärte Hilbert im letzten Moment nach feinem Doppelpass von Lewandowski mit Müller (95.), dann brachte es Götze fertig, aus drei Metern das verwaiste Tor zu verfehlen (98.).

Drmic versagen die Nerven

Die Münchner machten den fitteren und entschlosseneren Eindruck. Sie schienen gewillter, ein Elfmeterschießen zu umgehen. Leverkusen stemmte sich mit Kampf und Willen dagegen - und hatte durch Brandt die Riesenchance zum Sieg, doch der Youngster verzog (119.). So ging es ins Elfmeterschießen. Müller verwandelte - und Drmic versagten beim ersten Bayer-Strafstoß die Nerven. Da alle weiteren Schützen trafen, zog der FCB in die Vorschlussrunde ein. Der letzte erfolgreiche Schütze war Thiago.

Spieler des Spiels

Manuel Neuer Tor

1,5
Spielnote

Intensive Partie, spannend, temporeich und zumindest phasenweise mitreißend.

2
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Leverkusen

Leno 1,5 - Hilbert 3, Toprak 3 , Spahic 3 , Wendell 2,5 - L. Bender 3,5 , Rolfes 3 , Bellarabi 2, Castro 3, Brandt 4 - Kießling 4

Bayern

Neuer 1,5 - Benatia 5 , J. Boateng 3 , Dante 3,5 - Lahm 4 , Xabi Alonso 3,5, Rafinha 3,5, Juan Bernat 3, T. Müller 4 , M. Götze 5 - Lewandowski 3,5

Schiedsrichter-Team

Felix Zwayer Berlin

4,5
Spielinfo

Stadion

BayArena

Zuschauer

30.210 (ausverkauft)

Die Enttäuschung des Pokal-Ausscheidens muss Leverkusen schnell verarbeiten. Bereits am Samstag (15.30 Uhr) ist die Werkself in der Bundesliga in Mainz gefordert. Gleichzeitig bekommen es die Bayern mit Eintracht Frankfurt zu tun.

Bilder zur Partie Bayer 04 Leverkusen - Bayern München