DFB-Pokal 2014/15, Achtelfinale
20:47 - 17. Spielminute

Tor 1:0
Ujah
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung Schmid
Freiburg

20:48 - 19. Spielminute

Tor 2:0
Darida
Rechtsschuss
Vorbereitung Philipp
Freiburg

20:52 - 23. Spielminute

Gelbe Karte
Maroh
Köln

21:00 - 31. Spielminute

Gelbe Karte
Lehmann
Köln

21:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Deyverson
für Hector
Köln

21:46 - 60. Spielminute

Gelbe Karte
Mujdza
Freiburg

21:49 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Svento
für Halfar
Köln

21:51 - 65. Spielminute

Foulelfmeter
Darida
verschossen
Freiburg

22:03 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Ujah
Köln

22:05 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Nagasawa
für Vogt
Köln

22:11 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Höfler
für Darida
Freiburg

22:13 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Schahin
Freiburg

22:13 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Wimmer
Köln

22:14 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Guedé
für Philipp
Freiburg

22:15 - 89. Spielminute

Tor 2:1
Deyverson
Rechtsschuss
Köln

22:16 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Riether
für Schuster
Freiburg

SCF

KOE

Deyverson trifft erstmals für Köln - Darida vergibt Strafstoß

Ujahs kurioses Eigentor ebnet Freiburgs Weg

Timo Horn (rechts)

In dieser Szene wird FC-Keeper Timo Horn von seinem eigenen Mitspieler Anthony Ujah (nicht im Bild) überwunden - 1:0 für Freiburg. Getty Images

Freiburgs Trainer Christian Streich reagierte auf das 0:1 in Leverkusen mit drei Personalveränderungen - eine davon zwangsbedingt: Schahin begann für den verletzten Klaus, wenngleich sich der Verdacht auf einen Bänderriss im rechten Sprunggelenk nicht bestätigt hatte. Außerdem starteten der in der Liga gesperrte Torrejon (Rote Karte) und Mujdza für Riether und Krmas (beide Bank).

Peter Stöger schickte im Gegensatz zur klaren, aber zwischenzeitlich spannenden 1:4-Niederlage beim FC Bayern München zwei Neue aufs Feld: Halfar und Risse eilten anstelle von Osako (Bank) und Peszko auf dem Feld umher. Für den Kölner Chefcoach war diese Partie übrigens ein Duell gegen einen Gegner, der "unsere Kragenweite" hat: "Es wird eine offene Partie."

Spielkontrollierende Breisgauer

In den ersten Minuten begann das Spiel auch offen, beide Teams waren zunächst auf Sicherheit bedacht - beide Abwehrreihen hatten demnach nicht allzu viel zu tun. Dennoch hatten die Hausherren die Spielkontrolle, da sich die Kölner stets weit zurückzogen und das Feld dem Sportclub überließen. Eindeutig mehr Ballbesitz und bessere Zweikampfwerte für die Streich-Elf waren die Folge. Lediglich in Minute eins ergab sich eine Chance für Halfar, die Torhüter Bürki souverän parierte.

Doppelschlag durch Unglücksrabe Ujah und Darida

Eiskalt: Vladimir Darida vollendet, nachdem er an Torwart Timo Horn vorbeigezogen ist.

Eiskalt: Vladimir Darida vollendet, nachdem er an Torwart Timo Horn vorbeigezogen ist. Getty Images

Die logische Folge: Passive Kölner wurden für ihre Ideenlosigkeit bestraft. Oder besser - sie bestraften sich selbst: Schmid brachte einen Eckstoß scharf an den ersten Pfosten, wo Ujah das Leder perplex und unentschlossen ins eigene Tor köpfte. Torhüter Horn hatte keine Chance und der Stürmer vergrub den Kopf anschließend in seinen Händen(17.). Das 1:0 beflügelte die Breisgauer so sehr, dass sie direkt das 2:0 hinterherlegten: Wimmers Aufbaufehler legte letztlich Philipp von der rechten Seite in die Mitte für Darida ab, der sich das Leder an Torwart Horn vorbeilegte und kühl mit rechts vollendete (19.).

Freudige Freiburger: Admir Mehmedi (links) und Torschütze Vladimir Darida.

Freudige Freiburger: Admir Mehmedi (links) und Torschütze Vladimir Darida. Getty Images

Im Grunde erholten sich die Rheinländer von diesen Rückständen bis zur Pause nicht mehr. Lediglich Risse versuchte sich aus mehr als 40 Metern, setzte den verzweifelten Abschluss durchaus knapp rechts vorbei (38.). Freiburg dagegen trat mit der Führung im Rücken mit breiter Brust auf, trickste und kombinierte sich mehrmals sehenswert nach vorne. Vor allem Brecko bekam es häufig mit Mehmedi zu tun. Es fehlten lediglich die finalen Zuspiele - unter anderem von Schuster (30.). Die 2:0-Führung war zur Pause klar verdient.

DFB-Pokal

Risse und Vogt sorgen für Gefahr

In Durchgang zwei startete der FC gleich mit mehr Offensive - Coach Stöger nahm Linksverteidiger Hector vom Feld, Olkowski rückte dafür nach hinten. Es kam Deyverson (46.). Und siehe da - es entstanden direkt Chancen: Risse ließ den Ball einmal aufspringen und feuerte den Drop-Kick aus 20 Metern knapp über die Querlatte (47.). Das 1:2 fallen musste dann in Minute 51: Risse bediente Vogt, der aus der Drehung annahm und aus 16 Metern frei vor Schlussmann Bürki aber viel zu zentral abschloss.

Elfmeter für Freiburg?

Dominic Maroh geht mit allem was er hat gegen Dani Schahin zu Werke - für Referee Manuel Gräfe war dies nicht elfmeterwürdig genug.

Dominic Maroh geht mit allem was er hat gegen Dani Schahin zu Werke - für Referee Manuel Gräfe war dies nicht elfmeterwürdig genug. Getty Images

Doch auch die Hausherren zeigten sich weiterhin offensivfreudig und generierten durch einen Fallrückzieher von Schahin eine erste Torannäherung (49.). Kurz darauf rückte Schahin noch mehr in den Fokus: Der Sturmtank verwickelte Maroh in einen Zweikampf, der Kölner Innenverteidiger riss seinen Gegenspieler anschließend um, doch Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied nicht auf Elfmeter (53.). Wenig später gab es den Strafstoß aber doch, nachdem Maskenmann Philipp (spielte trotz Nasenbeinbruch) von Lehmann im Strafraum getroffen wurde. Doch Darids Elfmeter war zu unplatziert, Horn parierte (65.).

Deyverson bringt Köln zurück - zu spät allerdings

Timo Horn

Freute sich nach seinem parierten Elfmeter, doch am Ende unterlag Köln verdient: Timo Horn. Getty Images

Das rächte sich beinahe, als Vogt nach einer Ecke komplett freistehend im Fünfmeterraum ans Leder kam, jedoch überhastet drüber schoss (68.). Es ging nun in eine hektische Schlussphase, die zunächst wenig Spektakel bot. Das lag auch an SCF-Torhüter Bürki, der reihenweise Flanken herunterpflückte und einen sicheren Eindruck machte. Doch einmal musste der Schweizer doch noch hinter sich greifen: Nach einem weiten Einwurf landete der Ball abgefälscht bei Deyverson, der kurios aus der Drehung abschloss und links mit Hilfe des Innenpfostens das 1:2 erzielte (89.) - das erste Saisontor des Winterneuzugangs von Belenenses Lissabon.

Der Anschluss kam allerdings zu spät - denn auch in der sechsminütigen (!) Nachspielzeit brachten die Rheinländer nichts mehr Zwingendes zustande. Freiburg zog somit verdient ins Viertelfinale ein, machte sich das Leben aufgrund des verschossenen Elfmeters aber doch unnötig etwas schwer.

Am Samstag (15.30 Uhr) trifft der SC Freiburg in der Bundesliga vor heimischer Kulisse auf den SV Werder Bremen. Die Kölner empfangen am Sonntag (15.30 Uhr) die von Thomas Schaaf trainierte Frankfurter Eintracht.

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Bilder zur Partie SC Freiburg - 1. FC Köln