DFB-Pokal 2014/15, 2. Runde
20:48 - 18. Spielminute

Gelbe Karte
Lehmann
Köln

21:12 - 42. Spielminute

Gelbe Karte
Meißner
Duisburg

21:38 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Gardawski
Duisburg

21:38 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Vogt
Köln

21:42 - 56. Spielminute

Spielerwechsel
Risse
für Halfar
Köln

21:43 - 57. Spielminute

Spielerwechsel
Peszko
für Nagasawa
Köln

21:46 - 60. Spielminute

Gelbe Karte
Albutat
Duisburg

21:57 - 71. Spielminute

Rote Karte
Peszko
Köln

22:00 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Grote
für Schnellhardt
Duisburg

22:08 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
Scheidhauer
Duisburg

22:10 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Onuegbu
für Scheidhauer
Duisburg

22:14 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Klotz
für Gardawski
Duisburg

22:29 - 95. Spielminute

Spielerwechsel
Matuschyk
für Ujah
Köln

22:37 - 103. Spielminute

Gelbe Karte
Onuegbu
Duisburg

MSV

KOE

Rot für Peszko - Köln trifft zweimal Alu

Horn bringt den FC in die nächste Runde

Jonas Hector streckt sich nach dem Ball

Es reicht nicht ganz: Jonas Hector streckt sich nach dem Ball, kommt aber nicht ganz ran. Getty Images

MSV-Coach Gino Lettieri tauschte nach der Nullnummer gegen Dynamo Dresden in der 3. Liga dreimal Personal. Die Ex-Kölner Schnellhardt und Gardawski ersetzten Grote und Klotz, Bajic den Ex-Geißbock Schorch. Kölns Übungsleiter Peter Stöger stellte im Vergleich zum 1:0-Sieg bei Werder Bremen zweimal um: Risse und Svento machten Platz für Siegtorschütze Ujah und Nagasawa, der zum ersten Mal in dieser Spielzeit bei einem Pflichtspiel von Beginn an auflief.

Der MSV legte einen forschen Start hin, erarbeitete sich gleich in den Anfangssekunden zwei Eckbälle und wenig später schon die erste gute Möglichkeit der Partie, als Hajri aus ungünstigem Winkel drübernickte (4.). Köln wirkte etwas überrascht von den aggressiven Zebras, leistete sich den ein oder anderen Fehlpass und technischen Fehler. Erst nach etwa zehn Minuten waren die Domstädter auch gedanklich angekommen, verzeichneten mehr und mehr Spielanteile. Weil die Duisburger aber extrem diszipliniert mit zehn Mann gegen den Ball arbeiteten, tat sich die Stöger-Truppe schwer, Abschlüsse zu kreieren. Die beste Möglichkeit vergab Zoller per Kopf nach einer Nagasawa-Ecke (21.).

Janjic zieht mutig ab

Die Hausherren setzten bei Ballgewinn auf gezielte Nadelstiche, doch ging ihnen im Umschaltspiel ein ums andere Mal die nötige Präzision ab. Dennoch boten sich Bohl aus 15 (24.) und Janjic aus 30 Metern (27.) Chancen, beide fanden in Horn ihren Meister. Mit zunehmender Spieldauer gewann der FC an Sicherheit, auch weil der spielstarke Nagasawa nach einer Findungsphase zu Beginn nach und nach aufdrehte.

DFB-Pokal

Kurz vor dem Seitenwechsel hätte sich das beinahe auch im Ergebnis niedergeschlagen, als Ujah nach Halfars feiner Einzelleistung zehn Meter mittig vor dem Tor nur Ratajczak anschoss (38.). Weil die Duisburger gewonnene Bälle nicht mehr halten konnten, wurde der Druck der Gäste in dieser Phase immer größer. Zoller nickte eine Hector-Flanke am langen Eck vorbei (45.), dann war Pause.

Vorne schlampig, hinten sauber

Anders als im ersten Durchgang startete der FC diesesmal wach und beweglich, spielte immer wieder schnell in die gegnerische Hälfte. Vogt ließ sich nun im Aufbau regelmäßig zwischen die Innenverteidiger fallen, Olkowski und Hector schoben auf den Außenbahnen weit auf. Doch die letzte Präzision ging Halfar & Co. noch ab, der letzte Pass kam nicht an. Auf der Gegenseite offenbarte Gardawski die gleiche Schwäche, seinen Querpass fing Horn in höchster Not ab (55.).

Auch Stöger entging das stockende Offensivspiel seiner Männer nicht, nach knapp einer Stunde brachte er mit Risse und Peszko für Halfar und Nagasawa frisches Offensivpersonal. Risse war es dann auch, der um ein Haar das erste Tor heraufbeschwor. Seinen Flatter-Eckball schätzte Ratajczak falsch ein und lenkte sich die Kugel an den eigenen Pfosten. Dann erst griff er sicher zu (63.). Während der FC nach Lücken suchte, warfen sich die Duisburger in jeden Zweikampf. Es blieb ein packender Pokalfight.

Peszko sieht Rot.

Schlüsselszene? Peszko sieht 14 Minuten nach seiner Einwechslung die Rote Karte. Getty Images

Peszko dreht durch

Binnen weniger Sekunden hatten die Geißböcke dann zwei Rückschläge zu verkraften. Erst vergab Ujah die Riesenchance zur Führung, als Albutat in höchster Not noch einen Fuß in den Schuss des Nigerianers brachte (70.). Dann sah Peszko im wahrsten Sinne des Wortes Rot. Weil Albutat ihm bei einem Freistoß den Ball wegspitzelte, trat der Pole dem Duisburger gegen das Schienbein und musste frühzeitig zum Duschen (71.).

Damit wendete sich das Geschehen auf dem Rasen. Hatte vorher der Bundesligist ein klares Ballbesitzplus, ließ nun der MSV die Kugel lange und ruhig durch die eigenen Reihen laufen. Bajic hatte in der Nachspielzeit den Punch auf dem Kopf, verlängerte Janjics Freistoß aber über den Kasten (90.+2). Verlängerung!

Zoller hat es auf dem Fuß

Köln verteidigte im 4-3-2-System und bot den Duisburgern kaum Lücken an. Onuegbu fand zwar eine, nickte aber links vorbei (94.). Eine exakt 7,32-Meter-breite Lücke bot sich hernach Zoller, der Ratajczak bereits umkurvt hatte, dann aber nur den Pfosten des leeren Tores anschoss (102.) - der zweite Alutreffer! Bis auf einen Grote-Fehlschuss aus bester Position (114.) tat sich danach nicht mehr viel, es gab Elfmeterschießen. In diesem hatte der FC dank des starken Horn, der gegen Janjic und Grote hielt, das Glück auf seiner Seite.

Duisburg spielt am 16. Spieltag der 3. Liga am Sonntag (14 Uhr) in Münster, die "Geißböcke" empfangen derweil am Sonntag (17.30 Uhr) den SC Freiburg.

4

Bilder zur Partie MSV Duisburg - 1. FC Köln