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245.000 € für CR7: Der Hype um die Fußballkarten von Sorare

Partnerschaft mit La Liga

245.000 Euro für CR7: Der Hype um die NFT-Fußballkarten von Sorare

Mit La Liga habe man eine der "besten Ligen der Welt" hinzugezogen.

Mit La Liga habe man eine der "besten Ligen der Welt" hinzugezogen. Sorare

Es war das ultimative Ziel zu jeder Welt- oder Europameisterschaft: Ein volles Sticker-Album. Die kleinen Klebebilder waren die Objekte der Begierde auf dem Schulhof. Mittlerweile sind das digitale Spielerkarten.

Auf der Plattform Sorare können Fans solche Karten handeln, mit ihnen ein Team zusammenstellen und dieses in einer Fantasy-Football-Liga an den Start schicken. Dazu zählen bald auch Oblak, Benzema und Co., denn La Liga geht mit dem jungen Unternehmen eine Partnerschaft ein, die sich auch über die zweite spanische Liga erstreckt.

Steigt auch die DFL bald ein?

"Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, weltweit neue Zielgruppen zu erreichen, und bietet den bestehenden Fans zusätzliche Möglichkeiten, sich mit den Spielern und den Vereinen, die sie lieben, zu beschäftigen", kommentierte Javier Tebas, Präsident von La Liga, den Deal.

Mit den digitalen Sammelkarten erschließen die Vereine einerseits Märkte in den USA und Asien, andererseits neue Einnahmen durch Lizenzierungsgebühren. Wie hoch diese sind, darüber vereinbarten beide Parteien Stillschweigen.

Eine andere Summe gab das Start-up allerdings bekannt. Bereits in diesem Jahr wurden Karten im Gesamtwert von 130 Millionen US-Dollar verkauft. Ein Hype, der in den oben genannten Märkten bereits voll im Gange ist, und auch künftig in Europa Fuß fassen soll.

Hier waren bereits vor dem Deal mit La Liga einige Vereine an Board. Darunter Top-Klubs wie der FC Liverpool, Paris Saint-Germain oder auch der FC Bayern München und Bayer 04 Leverkusen. Sogar eine Partnerschaft mit der DFL steht auf der Agenda:

"Unser Ziel ist, zukünftig mit der DFL zusammenzuarbeiten. Wir glauben, dass unsere potentielle Partnerschaft dazu beitragen wird, einerseits den Bekanntheitsgrad von Sorare in Deutschland zu erhöhen und andererseits das Engagement unserer Nutzer gegenüber der DFL zu steigern", verkündete Nicolas Julia, CEO von Sorare gegenüber kicker eSport.

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Gamifizierung der Panini-Sticker

Doch wie können sich Interessierte das Spiel nun vorstellen? Grundsätzlich ist der Vergleich mit den Panini-Stickern nicht weit hergeholt. Denn genau diese gingen der Spielidee voraus. Als Kind habe Julia "Tonnen davon gesammelt", später dann das französische Fantasy-Football-Managerspiel Mon Petit Gazon gespielt. Beides zusammen wollte er für "Erwachsene vermischen".

Genauer gesagt kann der Nutzer Sammelkarten kaufen, mit ihnen handeln und tauschen. Insgesamt gibt es zu jedem Fußballer 1000 limitierte, 100 seltene, zehn super-seltene und eine einzigartige Karte. Anders als bei den bekannten Managerspielen benötigen die Spieler nur vier Karten: Einen Torhüter, Verteidiger, Mittelfeldspieler und Stürmer.

Danach startet das Team in zwei Spielmodi gegen andere Mannschaften. Für den Ausgang ist allerdings die Leistung der Spieler im echten Leben ausschlaggebend. Gemäß dieser erhalten die Karten Punkte, die summiert denen des anderen Teams gegenübergestellt werden.

Karten als Wertanlage

Der Haken? NFT, oder anders gesagt Non-Fungible Token. Hier kommt wohl der angesprochene Part für Erwachsene ins Spiel. Denn neben der Möglichkeit, kostenlos zu spielen, lassen sich die Karten auf dem Markt für Geld erwerben. Einige auch für viel Geld. Die Unique-Karte von Cristiano Ronaldo ist mit aktuell 245.000 Euro die teuerste.

Nach dem Kauf erhalten die Karten eine digitale Signatur und sind somit "limitiert und fälschungssicher" beziehungsweise in anderen Worten eine nicht mehr austauschbare Wertmarke. Das heißt, der Marktwert der erworbenen Karte kann sich im Vergleich zu einer vom Spieler und Typ identischen Karte anders entwickeln.

Das bietet natürlich Raum, dass es künftig zusätzlich zu denjenigen, die sich für das Spiel interessieren, auch jene gibt, die nur die Geldanlage im Blick haben.

Sven Grunwald

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