3. Liga Analyse

14:18 - 14. Spielminute

Tor 0:1
Kreuzer
Rechtsschuss
Dresden

14:29 - 26. Spielminute

Tor 1:1
Engelbrecht
Rechtsschuss
Vorbereitung M. Fischer
Stuttg. Kick.

14:31 - 29. Spielminute

Tor 1:2
Stefaniak
Rechtsschuss
Dresden

14:36 - 33. Spielminute

Gelbe Karte
Stein
Stuttg. Kick.

14:36 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Hefele
Dresden

15:06 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttg. Kick.)
Edwini-Bonsu
für M. Fischer
Stuttg. Kick.

15:20 - 59. Spielminute

Tor 1:3
Fennell
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung Dürholtz
Dresden

15:23 - 63. Spielminute

Rote Karte
Baumgärtel
Stuttg. Kick.

15:25 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Fennell
Stuttg. Kick.

15:28 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Mar. Hartmann
Dresden

15:35 - 75. Spielminute

Tor 2:3
Edwini-Bonsu
Rechtsschuss
Vorbereitung Halimi
Stuttg. Kick.

15:36 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Dresden)
Vrzogic
für Tekerci
Dresden

15:43 - 83. Spielminute

Tor 3:3
Stein
Kopfball
Vorbereitung Fennell
Stuttg. Kick.

16:30 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Dürholtz
Dresden

15:44 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Dresden)
Andrich
für Dürholtz
Dresden

15:52 - 90. + 2 Spielminute

Tor 3:4
Mar. Hartmann
Kopfball
Vorbereitung Stefaniak
Dresden

15:50 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Dresden)
Sabah
für Stefaniak
Dresden

SVK

SGD

3. Liga

4:3! Hartmann setzt den Lucky Punch

Baumgärtel fliegt mit Rot vom Platz

4:3! Hartmann setzt den Lucky Punch

Dresdner Jubel

Gleich viermal durfte Dynamo Dresden in Stuttgart jubeln. imago

Der Auftritt seiner Mannschaft bei der 0:2-Niederlage bei Energie Cottbus hatte Kickers-Coach Horsten Steffen überhaupt nicht gefallen - das spiegelte sich in der Aufstellung wieder. Mit dem formschwachen Keeper Müller, Leutenecker, Bahn und Edwini-Bonsu kegelte der Trainer ein Quartett aus der Startelf. Zwischen den Pfosten stand Redl, Gerster, Marchese und Fischer begannen zudem.

Auf der Gegenseite brachte Peter Nemeth gegenüber der 0:2-Niederlage gegen den MSV Duisburg drei frische Kräfte. Kirsten rückte für Wiegers ins Tor, Müller für Erdmann in die Viererkette und Eilers für Baumann in das Sturmzentrum.

"Ich habe bisher ganz selten das Wort Kampf benutzt. Aber in der jetzigen Situation müssen wir mehr über den Schweinehund kommen", nahm Kickers-Coach Steffen seine Mannschaft nach dem Nackenschlag in der Vorwoche in die Pflicht. Immerhin war sein Team sofort im Spiel, riss das Ruder an sich und suchte geduldig die Lücke in der dicht gestaffelten Dresdner Defensive. Doch die Arbeit gegen den Ball stimmte bei Dynamo, sodass die Schwaben vorerst keine gefährlichen Gelegenheiten kreierten.

Der 35. Spieltag

Stefaniak kontert Engelbrecht

Vereinzelt setzten die Sachsen dann Nadelstiche nach vorne. Kreuzer marschierte über rechts, wurde nicht angegriffen und drosch den Ball aus 18 Metern halbrechter Position letztlich ins rechte Eck. Redl war dran, konnte das 0:1 aber nicht verhindern (14.). Mit dem Vorsprung im Rücken wich die SGD nicht von ihrer Strategie ab, stand weiter ziemlich tief. Die Kickers hatten kaum Ideen, durften nach einer Standardsituation aber trotzdem jubeln. Dresden stand unsortiert, sodass Engelbrecht aus zehn Metern per Volley ins linke Eck einnetzte (26.). Die Freude währte nicht lange: Praktisch im Gegenzug drehte Stefaniak einen Freistoß aus knapp 20 Metern über die Mauer hinweg ins Tor (28.).

Dem kurzzeitigem Hoch folgte ein weiteres Tief - zumindest in spielerischer Hinsicht. Die Sachsen warteten ab, verteidigten und schlichen sich kaum noch nach vorne. Stuttgart hielt zwar den Ball in den eigenen Reihen, eine klare spielerische Linie fehlte aber. Engelbrechts verzweifelter Distanzschuss, den Kirsten mit den Fäusten entschärfte, blieb die letzte Gelegenheit im ersten Durchgang (37.).

Nach dem Seitenwechsel forcierten die Schwaben ihre Offensivbemühungen und stellten die SGD-Defensive häufiger vor Probleme - auch dank Joker Edwini-Bonsu (46.). Der Angreifer war zwei Minuten auf dem Platz und netzte direkt ein, wurde aufgrund einer Abseitsstellung aber zurückgepfiffen. Hinten präsentierten sich die Kickers aber immer wieder unsortiert, Kreuzer traf aus spitzem Winkel das Außennetz (55.). Dann legten sich die Degerlocher ein Ei ins eigene Nest: Erst schliefen alle Kickers bei einer kurz ausgeführten Freistoßvariante, dann verlängerte Fennell die Flanke ins eigene Netz (58.).

Edwini-Bonsu, Stein, Hartmann: Wilde Schlussphase

Als Baumgärtel nach einer Rudelbildung noch mit glatt Rot vom Platz flog (62.), schien die Niederlage endgültig besiegelt. Doch die Hausherren steckten nicht auf, warfen alles in die Waagschale und stämmten sich gegen die drohende Niederlage. Zu Beginn der Schlussviertelstunde brachte Edwini-Bonsu die Spannung zurück, indem er von links ins Zentrum zog und mir einem wuchtigen Schuss aus 16 Metern ins lange Eck traf (75.).

Stuttgart schmiss alles nach vorne, griff zur Brechstange - und wurde belohnt. Marchese brachte einen Freistoß in den Strafraum, dort verlängerten Starostzik und Pechvogel Fennell auf Stein, der aus zehn Metern den vielumjubelten Ausgleich herbeiführte (83.). Doch der Schlusspunkt war das noch nicht: In letzter Minute setzte Hartmann dem Wahnsinn die Krone auf, indem er sich mit voller Gewalt in einen Eckball von rechts warf und aus sechs Metern wuchtig den Dresdner Auswärtssieg sicherte (90.).

Tore und Karten

0:1 Kreuzer (14', Rechtsschuss)

1:1 Engelbrecht (26', Rechtsschuss, M. Fischer)

1:2 Stefaniak (29', direkter Freistoß, Rechtsschuss)

1:3 Fennell (59', Eigentor, Kopfball, Dürholtz)

2:3 Edwini-Bonsu (75', Rechtsschuss, Halimi)

3:3 Stein (83', Kopfball, Fennell)

3:4 Mar. Hartmann (90' +2, Kopfball, Stefaniak)

Stuttg. Kick.

Redl 3,5 - Gerster 3, Starostzik 4, Stein 2,5 , Baumgärtel 5 - Halimi 3, Marchese 3,5, Fennell 4,5 - Engelbrecht 2,5 , M. Fischer 5 , G. Müller 2,5

Dresden

Kirsten 3,5 - Kreuzer 2,5 , Hefele 4 , J. Müller 3, Teixeira 3,5 - Moll 3, Mar. Hartmann 2,5 , Tekerci 3,5 , Dürholtz 2 , Stefaniak 2 - Eilers 3

Schiedsrichter-Team

Tobias Stieler Hamburg

4,5
Spielinfo

Stadion

Gazi-Stadion auf der Waldau

Zuschauer

8.000

Die Kickers gastieren am Samstag (14 Uhr) bei Preußen Münster. Dresden empfängt zeitgleich Unterhaching.