2. Bundesliga 2014/15, 29. Spieltag
19:02 - 32. Spielminute

Gelbe Karte
Burgstaller
Nürnberg

19:46 - 59. Spielminute

Gelbe Karte
Schachten
St. Pauli

19:55 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Thy
für Schachten
St. Pauli

19:56 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
D. Blum
für Mlapa
Nürnberg

20:00 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
Daube
St. Pauli

20:03 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Sylvestr
für Kerk
Nürnberg

20:03 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Mössmer
Nürnberg

20:04 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Cooper
für Sobota
St. Pauli

20:12 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Nöthe
für Verhoek
St. Pauli

20:13 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Bulthuis
für Mössmer
Nürnberg

20:18 - 90. Spielminute

Tor 1:0
Sobiech
Kopfball
Vorbereitung Daube
St. Pauli

STP

FCN

Nürnberg seit sieben Spielen ohne Sieg

Sobiechs "Lucky Punch" sitzt

John Verhoek & Raphael Schäfer

Volles Risiko: Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer (u.) rettet gegen St. Paulis John Verhoek (o.). picture alliance

Kerk verpasst haarscharf

St. Paulis Trainer Ewald Lienen musste nach der 0:3-Niederlage in Karlsruhe auf Halstenberg (Erkältung) verzichten und brachte dafür Schachten. Nürnbergs Coach René Weiler veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 gegen Darmstadt in der Sturmspitze, wo Mlapa für Sylvestr (Bank) begann. Außerdem verletzte sich Mittelfeldmann Polak beim Aufwärmen und wurde kurzfristig durch Mössmer ersetzt.

Der Club nahm das Heft des Handelns sofort in die Hand und verlagerte das Spielgeschehen immer wieder gekonnt in die gegnerische Hälfte. Während die Hamburger lange Zeit überhaupt nicht entlasten konnten, verbuchte der FCN die erste gute Möglichkeit: Kerk verpasste eine Pinola-Flanke am zweiten Pfosten nur um Zentimeter (4.). Burgstaller schoss von der linken Sechzehnerkante knapp am rechten Pfosten vorbei (15.). Ansonsten hatten die Franken zwar deutlich mehr Ballbesitz, schafften es gegen eine wackelige Defensive der Hausherren aber nicht, entscheidend zum Abschluss zu kommen.

Schäfer und Himmelmann reagieren glänzend

Nach etwa 20 Minuten taute St. Pauli dann so langsam auf und traute sich mehr zu. Vor allem Koch entpuppte sich als Mittelfeldmotor und initiierte erste Angriffe. Verhoek (24.) und Schachten (26.) näherten sich dem FCN-Tor an. Wirklich zwingend wurde dann aber erst Verhoek, der nach feinem Daube-Steilpass frei vor Schäfer auftauchte, doch der Torwart stürzte sich am Elfmeterpunkt mutig auf die Kugel und klärte riskant aber fair (28.).

Nach dieser Szene schien der Club wieder wachgerüttelt und hielt besser dagegen. In einer Partie ohne spielerische Höhepunkte neutralisierten sich beide Mannschaften lange im Mittelfeld. Es fehlte jeweils an Durchschlagskraft in der Offensive. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte Nürnberg nochmal ein Ausrufezeichen: Mlapa prüfte Himmelmann mit einem Schuss aus sieben Metern linker Position - der Keeper aber drehte die Kugel mit einer starken Fußabwehr noch um den Pfosten (44.).

Schöpfs Schuss küsst den Pfosten

Der 29. Spieltag

Direkt nach Wiederbeginn drängte der FCN frech nach vorne: Schöpf zog gefährlich von der Strafraumgrenze ab, doch der Ball küsste nur den linken Außenpfosten (46.). Kurz darauf feuerte Burgstaller einen Flachschuss aus 18 Metern ab - Himmelmann parierte (49.). Diese guten Chancen machten dem Club Mut, denn fortan schob Nürnberg meist mit vier Mann an der vordersten Linie (Schöpf, Burgstaller, Mlapa, Kerk) offensiv nach vorne. St. Pauli überstand diese Drangphase aber schadlos.

Den Hamburgern fehlte es weiterhin an zündenden Ideen und klaren Möglichkeiten. Gonther verzeichnete nach einer Ecke immerhin eine Halbchance (65.). Griffiger blieben hingegen die Franken: Schöpf mit einem Freistoß-Aufsetzer (66.), Joker Blum mit Schnitt vom rechten Strafraumeck (70.) und Burgstaller vom linken Fünfmetereck (74.) näherten sich weiter an - ein Torerfolg blieb aber aus.

Sobiechs Kopfball passt genau

Mehrere Fouls und Spielerwechsel bremsten immer wieder den Spielfluss. In der Schlussphase offenbarten beide Defensivreihen hin und wieder Löcher. Blum prüfte Himmelmann einmal mehr (82.), und auf der anderen Seite zielte der eingewechselte Thy knapp drüber (83.). Unterm Strich fehlte es also auf beiden Seiten an Vollstrecker-Qualitäten - bis zur 90. Minute: Daube trat einen umstrittenen Eckball nach innen, wo der ungedeckte Sobiech aus sechs Metern an den rechten Innenpfosten köpfte, von wo der Ball zum 1:0 ins Tor sprang.

St. Pauli ist nächste Woche Sonntag (13.30 Uhr) in Heidenheim zu Gast. Bereits am Freitag (18.30 Uhr) empfängt Nürnberg den SV Sandhausen.