2. Bundesliga 2014/15, 24. Spieltag
13:08 - 9. Spielminute

Gelbe Karte
Caligiuri
Fürth

13:16 - 17. Spielminute

Tor 0:1
Gießelmann
Linksschuss
Fürth

13:33 - 33. Spielminute

Gelbe Karte
Chessa
Aalen

14:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Fürth)
Sukalo
für Caligiuri
Fürth

14:21 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Aalen)
Kaufmann
für A. Hofmann
Aalen

14:21 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Aalen)
Klauß
für Chessa
Aalen

14:24 - 68. Spielminute

Tor 1:1
Quaner
Rechtsschuss
Vorbereitung Feick
Aalen

14:26 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Fürth)
Wurtz
für Stiepermann
Fürth

14:40 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Aalen)
Ademi
für Ofosu-Ayeh
Aalen

14:43 - 87. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Schröck
Fürth

14:46 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Fürth)
Trinks
für Tripic
Fürth

14:50 - 90. + 4 Spielminute

Gelbe Karte
Kaufmann
Aalen

AAL

FUE

Gießelmanns Traum-Freistoß - Teil 2

Quaner bestraft Hesls Torwartfehler

Niko Gießelmann

Ab in den Winkel: Fürths Niko Gießelmann (#7) versenkt einen Freistoß traumhaft zum 1:0. imago

Fürth aktiv und offensiv

Aalens Trainer Stefan Ruthenbeck brachte nach der 0:2-Pokalniederlage gegen Hoffenheim zwei Neue: Chessa und der geschonte Kapitän Leandro ("Priorität hat das Ligaspiel gegen Fürth") verdrängten Kaufmann und Klauß auf die Bank. Kleeblatt-Coach Michael Büskens veränderte seine Startelf im Vergleich zur 1:2-Auswärtsniederlage in Kaiserslautern gleich auf drei Positionen: Korcsmar, Stiepermann und Tripic begannen für Philp, Weilandt (beide nicht im Kader) und Zulj (Bank).

Die SpVgg nahm das Heft des Handelns sofort in die Hand und agierte auf fremdem Rasen spielbestimmend. Die beiden Innenverteidiger Röcker und Thesker schoben dabei weit nach außen, aus dem zentralen Mittelfeld ließen sich entweder Fürstner oder Caligiuri zwischen das Tandem fallen, um den Spielaufbau als eine Art Libero zu unterstützen. Derweil standen die Außenverteidiger Korcsmar und Gießelmann sehr hoch und unterstützten die Flügelangriffe der Franken mit offensiven Vorstößen. Der VfR agierte vor dem eigenen Strafraum sehr kompakt und stellte die Räume mit mehreren defensiv orientierten Spielern gekonnt zu. In der Umschaltbewegung setzten die Schwaben dann auf schnelle Konter.

Gießelmann kopiert sich selbst

Aus dem Spiel heraus gelang beiden Teams zunächst nur wenig. Den Unterschied machte also ein Standard: Bei einem Kleeblatt-Freistoß aus 22 Metern halbrechter Position stellten sich Schröck und Stiepermann vor den ruhenden Ball und verdeckten so lange die Sicht. Dann wich das Duo aus, als Gießelmann anlief und die Kugel traumhaft in den rechten Winkel zirkelte (17.). Dabei küsste das Spielgerät sogar noch die Unterkante der Latte. Fast eine exakte Kopie des direkten Freistoßtreffers aus dem vorangegangenen Spiel in Kaiserslautern (1:2).

Auch in der Folge blieb Fürth die aktivere Mannschaft. Immer wieder kamen die Gäste über die Flügel nach vorne und suchten von dort mit hohen Hereingaben die großgewachsenen Stürmer Przybylko (1,92 Meter) und Stiepermann (1,90 Meter). Um für mehr Variationen zu sorgen, ließ sich das Pärchen auch immer wieder abwechselnd ins Mittelfeld zurückfallen, um dort Bälle abzuholen und nach vorne zu tragen. Dabei wurde es aber nur noch einmal wirklich gefährlich, als Stiepermann Bernhardt prüfte (42.). Auf der anderen Seite tat sich Aalen mit der Chancenerarbeitung hingegen sehr schwer und entwickelte keinerlei Durchschlagskraft.

Hesl patzt folgenschwer - Quaner sagt "Danke!"

Der 24. Spieltag

Büskens ließ den Gelb-Rot-gefährdeten Caligiuri in der Kabine und brachte mit Wiederbeginn Sukalo. Seine Mannschaft agierte deutlich vorsichtiger und ließ den VfR so ins Spiel kommen. Aalen war nun aktiver und kam hin und wieder durch Standards in den Sechzehner. Wirklich gefährlich wurde es aber nicht. Ruthenbeck reagierte mit einem Doppelwechsel und brachte Kaufmann und Klauß (65.). Dann änderte ein Torwartfehler plötzlich alles: Feick ballerte einen kurz angetippten Freistoß aus über 30 Metern zentral aufs Tor. Hesl ließ den wuchtigen Flatterball schwach nach vorne vor die Füße von Quaner klatschen, der zum 1:1 einschob (68.).

Dieser Schock weckte die SpVgg wieder auf. Das Kleeblatt entwickelte nun wieder mehr Druck und verbuchte hochkarätige Möglichkeiten: Sowohl Przybylko (72.) als auch der inzwischen eingewechselte Wurtz (77.) tauchten frei vor Bernhardt auf, konnten den stark reagierenden Torwart aber nicht überwinden. Schröck zielte von der Strafraumgrenze knapp am rechten Pfosten vorbei (75.).

Schröck sieht Gelb-Rot

In der Schlussphase bekam der VfR die SpVgg wieder besser in den Griff. In vielen Mittelfeldgeplänkeln neutralisierten sich beide Mannschaften im Mittelfeld. Die Franken verbuchten trotzdem noch eine doppelte Großchance: Erst scheiterte Tripic aus 15 Metern am aufopferungsvoll dazwischen springenden Feick, dann rettete Bernhardt im zweiten Versuch mit einer spektakulären Parade (86.). Danach brachte sich das Kleeblatt selbst um den eigentlich verdienten Lohn, denn Schröck stieg bereits verwarnt riskant und unnötig gegen Mockenhaupt ein und kassierte die Ampelkarte (87.). Es blieb beim 1:1.

Spieler des Spiels

Daniel Bernhardt Tor

2
Spielnote

Erst nach einer guten Stunde gewann die Partie an Klasse und Geschwindigkeit, was aber nicht über die mäßigen Leistungen beider Teams hinwegtäuschte.

4
Tore und Karten

0:1 Gießelmann (17', direkter Freistoß, Linksschuss)

1:1 Quaner (68', Rechtsschuss, Feick)

Aalen

Bernhardt 2 - Ofosu-Ayeh 4,5 , Barth 4, Mockenhaupt 3, Feick 3 - A. Hofmann 3,5 , Leandro 5, An. Ludwig 5, J. Gjasula 4,5, Chessa 4,5 - Quaner 4

Fürth

Hesl 5 - Korcsmar 3, Röcker 3,5, Thesker 3,5, Gießelmann 3,5 - Fürstner 4, Caligiuri 5 , Tripic 3,5 , Stiepermann 3 , Schröck 3,5 - K. Przybylko 3,5

Schiedsrichter-Team

Bibiana Steinhaus Langenhagen

2,5
Spielinfo

Stadion

Scholz-Arena

Zuschauer

6.012

Für Aalen geht es am Sonntag (13.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue weiter. Fürth muss schon am Freitagabend (18.30 Uhr) zu Hause gegen den TSV 1860 München ran.