2. Bundesliga 2014/15, 21. Spieltag
13:47 - 17. Spielminute

Gelbe Karte
Bülow
TSV 1860

13:57 - 26. Spielminute

Tor 0:1
Bandowski
Linksschuss
Vorbereitung Vallori
TSV 1860

14:02 - 32. Spielminute

Foulelfmeter
Okotie
verschossen
TSV 1860

14:08 - 38. Spielminute

Spielerwechsel
Sailer
für Ivana
Darmstadt

14:42 - 56. Spielminute

Spielerwechsel
Rosenthal
für Y. Stark
Darmstadt

14:58 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
König
für Behrens
Darmstadt

15:01 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Volz
TSV 1860

15:05 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Rosenthal
Darmstadt

15:07 - 81. Spielminute

Gelbe Karte
Balogun
Darmstadt

15:09 - 83. Spielminute

Tor 1:1
Balogun
Linksschuss
Darmstadt

15:12 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
M. Wolf
für Wittek
TSV 1860

15:12 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Rama
für Volz
TSV 1860

DAR

M60

Darmstadt baut die Serie aus

Balogun bestraft Okoties Fehlschuss

Marcel Heller

Sah im ersten Durchgang mit seinen Offensivkollegen kein Land: Marcel Heller (hier gegen Maximilian Wittek). picture alliance

Lilien-Trainer Dirk Schuster reagierte auf das torlose Remis zuletzt in Aalen mit einer nachvollziehbaren Veränderung: Neuzugang Stark, in der Hinrunde noch für die Sechziger aktiv, rückte für Jungwirth (Bank) ins defensive Mittelfeld. Der ins seine Geburtsstadt Darmstadt zurückgekehrte Mittelfeldmann hatte sich im Vorfeld vorfreudig geäußert: "Es ist ein besonderes Spiel." Vielmehr aber "freue ich mich wieder auf das Bölle".

Löwen-Dompteur Markus von Ahlen, der vorab arg in der Kritik stand, rotierte nach dem 1:2 gegen den Aufsteiger aus Heidenheim fünfmal: Kapitän Schindler, Volz, Annan, Bülow und Bandowski ersetzten Angha, Weigl, Rama (alle auf der Bank), Sanchez (Gelb-Rot-Sperre) und Claasen (nicht im Kader). Der Coach der Giesinger hatte sich vorab fest an einen Sieg glaubend zuversichtlich geäußert: "Ich habe es noch nicht erlebt, dass ein Trainer nach einem Sieg gehen muss."

Annan leitet beinahe das Gegentor mit ein

Seine Spieler begannen am Böllenfalltor allerdings alles andere als siegessicher. Annan spielte einen katastrophalen Fehlpass, sodass die Hausherren direkt einen aussichtsreichen Angriff starteten. An dessen Ende stürmte Stark von links in den Strafraum, setzte seinen Abschluss aber knapp rechts am Tor vorbei (1.). Die Löwen bemühten sich in der Folge dennoch mit Kurzpässen, doch über der Mittellinie war zumeist Endstation. Das lag auch daran, dass Heller, Gondorf & Co. stets früh Druck auf die Defensive der Löwen machten und diese so wenig Zeit zum Überlegen hatte. Zu viele Löwen-Fehlpässe waren die Folge.

Richtig zu nutzen wussten die Lilien die vielen Balleroberungen aber nicht. Chancen blieben Mangelware, Zweikämpfe dagegen nicht: Stroh-Engel bekam im Luftkampf mit Schindler den Fuß unglücklich ins Gesicht, blutete leicht (7.), Sulu stieß Bülow in Torwart Ortega hinein (14.) und Bülow selbst handelte sich später noch die erste Gelbe Karte ein (17.). Das waren nur einige Auszüge.

Bandowski sticht, Okotie vergibt schwach

TSV 1860 München

Das Löwen-Rudel feiert die Führung von Torschütze Jannik Bandowski. picture alliance

Bis zur Halbzeit zeigte sich dasselbe Bild: starkes Pressing der Darmstädter ohne Ertrag, wenig Offensivideen auf beiden Seiten - vor allem aber viele Fehlpässe. Ein Lob galt beiden Abwehrreihen, die sich nichts zu Schulde kommen ließen. Mit zwei Ausnahmen: Nach einem Steilpass von Vallori entwischte Bandowski im Rücken der Abwehr, eilte frei auf Torwart Mathenia zu und ließ diesem mit einem überlegten Schuss ins untere linke Eck keine Chance - 1:0 für Sechzig (26.). Wenig später fällte Ex-Löwe Stark Volz mit ausgefahrenem Bein im Strafraum. Es gab Elfmeter, den Okotie jedoch kläglich verschoss (32.). Das war's in Durchgang eins.

Der 21. Spieltag

Ein Potpourri der Zähigkeit

Im zweiten Durchgang setzten die Darmstädter weiter auf Offensivpressing, doch dieses Mal sollten Erträge abspringen. Und siehe da: Direkt von Beginn an erhöhten die Lilien den Druck, setzten sich in der Hälfte der Gäste minutenlang fest. Allein die Abschlüsse beziehungsweise der Zugriff im Strafraum fehlte, dort regierten Schindler, Vallori, Kagelmacher & Co. Immerhin setzten Sailer per Drehschuss und Heller per Hackenabschluss mal Akzente (51. und 53.).

Ansonsten blieb die Partie ein zähes Stück Fußball. Fehlpässe, lange Schläge, vor allem aber erfolglose Darmstädter Freistöße gab es beinahe ohne Ende. Chancen waren Mangelware - immerhin zeigte sich Münchens Wittek mal im Angriff mit einem Schuss ans Außennetz (75.), während Joker König sich nach einem Standard mal behaupten konnte. Sein Kopfball aber stellte für Keeper Ortega kein Problem dar (76.).

Balogun versucht sich als Vierter und trifft

Es brachen die letzten Minuten an, in denen Darmstadt weiter im gewohnten Modus agierte: Freistoß ergattern, hoch und weit in den Strafraum schlagen und auf einen Abnehmer hoffen. Beim gefühlt 100. Standard ging dies dann endlich auf: Gondorf fand mit seiner Flanke zunächst Sulu, nach abgeblockten Schüssen von König und Stroh-Engel stand schließlich Balogun goldrichtig und traf ins lange untere Eck (83.). Die Lilien würgten sich zum Ausgleich, der aber nicht unverdient war. Die letzten Minuten hatten es dann noch einmal in sich: Bregerie traf mit einem Kopfball den Pfosten (89.), während Okotie nach einer Flanke von Joker Rama freistehend übers Tor köpfte (90.). Letztlich blieb es beim Remis, mit dem die Löwen auf der Stelle treten. Die Hessen dagegen sind nun seit zwölf Spielen ungeschlagen.

Die Lilien reisen am Freitag (18.30 Uhr) ins Erzgebirge nach Aue. 1860 München empfängt einen Tag später (13 Uhr) den St. Pauli.