2. Bundesliga 2014/15, 19. Spieltag
13:42 - 12. Spielminute

Gelbe Karte
Perthel
Bochum

14:03 - 33. Spielminute

Tor 0:1
Klingbeil
Rechtsschuss
Vorbereitung Diring
Aue

14:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bochum)
Butscher
für Cacutalua
Bochum

14:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bochum)
Gündüz
für Latza
Bochum

14:50 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Bochum)
Forssell
für Tasaka
Bochum

14:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (Aue)
Löning
für Novikovas
Aue

14:54 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Fa. Müller
Aue

15:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Aue)
A. Dartsch
für Könnecke
Aue

15:05 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Gündüz
Bochum

15:17 - 90. Spielminute

Tor 1:1
Tobias Weis
Rechtsschuss
Vorbereitung Terodde
Bochum

15:18 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Benatelli
Aue

15:22 - 90. + 5 Spielminute

Gelbe Karte
Schönfeld
Aue

15:23 - 90. + 6 Spielminute

Spielerwechsel (Aue)
M. Sieber
für Benatelli
Aue

BOC

AUE

Aue spielt stark - Bochum enttäuscht offensiv wie defensiv

Weis gleicht in der 90. Minute aus - 1:1

Zweikampfsieger: Bochums Kapitän Fabian (li.) setzt sich gegen Aues Novikovas durch, Cacutalua schaut zu.

Zweikampfsieger: Bochums Kapitän Fabian (li.) setzt sich gegen Aues Novikovas durch, Cacutalua schaut zu. imago

Bochums Interimstrainer Frank Heinemann nahm nach dem torlosen Unentschieden in Fürth nur einen Tausch vor: Zahirovic (Bank) raus, Latza rein.

Aues Coach Tomislav Stipic reagierte auf das 0:1 gegen Nürnberg mit vier Änderungen: Vucur, Kortzorg (beide 5. Gelbe Karte), Fink (Armbruch) und Löning (Bank) standen nicht in der Anfangsformation, dafür aber Miatke, Paulus, Diring und Könnecke.

Von Anfang an nahm Aue das Heft in die Hand und gab den Takt im Rewirpower-Stadion an. Bochum stand tief in der eigenen Hälfte und tat wenig fürs Spiel. Aue hatte deutlich mehr Ballbesitz - aber nach zehn Minuten Glück, nicht ins Hintertreffen geraten zu sein: Benatelli verlor im Aufbau die Kugel, VfL-Knipser Terodde tauchte alleine vor Männel auf, schob den Ball aber am linken Pfosten vorbei (10.). Eine Riesenchance!

Die Gäste aus dem Erzgebirge ließen sich davon aber nicht beeindrucken und zogen weiter ihr Spiel durch. Novikovas, als einzige Sturmspitze im 4-2-3-1 aufgeboten, war äußerst beweglich, wich gelegentlich auf die Flügel aus und bereitete der Bochumer Hintermannschaft ebenso wie der agile und stets bemühte Diring immer wieder Probleme. Novikovas hatte dann auch das 1:0 für Aue auf dem Fuß, scheiterte aber alleine vor Esser an ebendiesem (25.). Nur zwei Minuten später die nächste erstklassige Torchance: Könnecke fand dieses Mal seinen Meister im glänzend reagierenden Esser, den Nachschuss vergab Diring (27.)

Esser klatscht ab, Klingbeil staubt ab

Die Stipic-Elf hätte sich die Führung eigentlich längst verdient gehabt, tat Bochum doch viel zu wenig für die Offensive und präsentierte sich in der Defensive arg löchrig. Ein Auer Tor lag in der Luft - und fiel dann auch. Und ausgerechnet Esser war der Wegbereiter. Diring trat einen Freistoß aus 25 Metern direkt aufs Tor, der Bochumer Keeper ließ den Ball abtropfen, Klingbeil war zur Stelle und traf - 0:1 (33.).

Sechs Minuten vor dem Kabinengang konnte sich Esser aber wieder auszeichnen. Diring legte von der Grundlinie zurück, Novikovas zog aus rund zehn Metern ab, scheiterte aber an Esser (39.). Bochum konnte von Glück reden, nur mit einem Gegentor in die Kabine gekommen zu sein.

Der 19. Spieltag

Zur Pause reagierte Frank Heinemann auf die mäßige Darbietung seiner Mannschaft und brachte mit Butscher und Gündüz zwei frische Kräfte. Da Aue sich etwas zurückzog, nicht mehr so viel für die Offensive tat und der VfL in der Hälfte der Gäste zu einfallslos agierte, wurde es eine zähe Angelegenheit.

Gündüz bringt Schwung über links

Den Bochumern war nicht abzusprechen, dass sie sich bemühten. Die Hausherren liefen nun ununterbrochen an und probierten es dabei häufig über die linke Seite. Dort war Gündüz ein Aktivposten. Der Joker brachte Schwung ins Offensivspiel des Revierklubs, seine Hereingaben fanden ihren Adressaten aber oft nicht.

Frank Heinemann

Sorgenvolle Miene: VfL-Coach Frank Heinemann konnte in Abschnitt eins nicht mit seiner Elf zufrieden sein. imago

Mit Anbruch der Schlussviertelstunde hätte Aue mit seinem ersten nennenswerten Torschuss in den zweiten 45 Minuten die Partie entscheiden können. Diring kam nach einem Freistoß frei zum Schuss, verzog aber deutlich (75.). Kurz darauf scheiterte Terodde aus dem Getümmel an Männel (77.).

Weis vergibt die Großchance zum 2:1

Aue stand weiter nur noch in der eigenen Hälfte, Bochum holte die Brechstange heraus und drängte auf das 1:1. Zwar ging der Heinemann-Elf dabei der Esprit ab, trotzdem gelang der Ausgleich: Terodde legte im Strafraum ab, Weis kam von hinten mit Anlauf und jagte das Leder aus rund acht Metern in die Maschen (90.). In der Nachspielzeit hatte der kleine Mittelfeldmann gar noch den Siegtreffer auf dem Kopf, zielte aus fünf Metern völlig freistehend aber zu ungenau (90.+4). So blieb es bei dem Remis.

Spieler des Spiels

Dorian Diring Mittelfeld

2,5
Spielnote

Oft fehlten durchdachte Spielzüge auf beiden Seiten, besonders Bochum verfügte insgesamt über zu wenige Ideen, nach der Führung konterte Aue ein paar Mal gefährlich.

3,5
Tore und Karten

0:1 Klingbeil (33', Rechtsschuss, Diring)

1:1 Tobias Weis (90', Rechtsschuss, Terodde)

Bochum

Esser 3 - Celozzi 3,5, Cacutalua 5 , Fabian 5, Perthel 4,5 - Losilla 4,5, Sestak 4,5, Tasaka 5 , Latza 4 , Tobias Weis 3,5 - Terodde 5

Aue

Männel 3 - Fa. Müller 3,5 , Klingbeil 2,5 , Paulus 3, Miatke 3,5 - Benatelli 3 , Schönfeld 3,5 , Könnecke 3,5 , Diring 2,5, Luksik 4 - Novikovas 3,5

Schiedsrichter-Team

Dr. Robert Kampka Mainz

4
Spielinfo

Stadion

Rewirpower-Stadion

Zuschauer

12.025

Damit geht Aue als Tabellenletzter in die Winterpause. Nach dieser empfängt Aue am Freitag, den 6. Februar (18.30) RB Leipzig. Bochum gastiert zum Jahresauftakt am Samstag (13 Uhr) bei Union Berlin.