2. Bundesliga 2014/15, 14. Spieltag
18:36 - 6. Spielminute

Tor 1:0
Schnatterer
Rechtsschuss
Vorbereitung Leipertz
Heidenheim

19:03 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Reinhardt
Heidenheim

19:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Göhlert
für Reinhardt
Heidenheim

19:35 - 48. Spielminute

Tor 2:0
Leipertz
Kopfball
Vorbereitung Niederlechner
Heidenheim

19:37 - 50. Spielminute

Gelbe Karte
Morabit
Heidenheim

19:39 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Kulovits
Sandhausen

19:46 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Bouhaddouz
für Kübler
Sandhausen

19:49 - 63. Spielminute

Tor 3:0
Niederlechner
Linksschuss
Vorbereitung Leipertz
Heidenheim

19:55 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Schwenk
für Morabit
Heidenheim

19:58 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Adler
für Gartler
Sandhausen

20:03 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Titsch Rivero
Heidenheim

20:09 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Riese
für Schnatterer
Heidenheim

HDH

SAN

Der Höhenflug des Aufsteigers geht weiter

Schnatterer initiiert Heidenheims Spaßfußball

Marc Schnatterer (1. FC Heidenheim)

Marc Schnatterer brachte seine Heidenheimer gegen Sandhausen auf die Siegerstraße. picture alliance

FCH-Coach Frank Schmidt tauschte im Vergleich zum 3:0 in St. Pauli - dem ersten Auswärtscoup der laufenden Runde - zweimal Personal: Reinhardt ersetzte im defensiven Mittelfeld den verletzten Griesbeck (Anriss der Fußsohlenfaszie). Angreifer Morabit hatte seinen Muskelfaserriss auskuriert und verdrängte Janzer auf die Bank. Sandhausens Trainer Alois Schwartz wartete nach dem 2:1 gegen Nürnberg , das vor der Länderspielpause gleichbedeutend mit dem ersten dreifachen Punktgewinn nach fünf sieglosen Spielen gewesen war, mit einer Umstellunf auf: Kapitän Kulovits, der seine Gelbsperre abgesessen hatte, kam auf der Doppelsechs statt Tüting zum Zug.

Der SVS zeigte sich vom Anpfiff weg mutig im Vorwärtsgang, drängte die Hausherren früh in die Defensive. Aus der couragierten Herangehensweise der Kurpfälzer resultierten Feldvorteile, allerdings keine Chancen. Die Schmidt-Truppe begegnete den Gästen in einer stabilen Abwehrhaltung und setzte auf ihr schnelles, gefürchtetes Umschaltspiel. Ein erstes Mal gefährlich wurde Heidenheim in der fünften Minute: Kurz nachdem Sandhausens Keeper Knaller eine Bogenlampe fabriziert hatte, setzt sich Niederlechner robust und ballgewandt gegen Schulz durch, beförderte den Ball aber ans Außennetz.

Nur eine Minute später klingelte es im Gästekasten: Die Heidenheimer stürmten mit mehreren Mann energisch, kombinationsstark und in höchstem Tempo in den Sechzehner. In Person von Niederlechner blieben sie zunächst hängen. Von Olanjengbesi prallte der Ball dann jedoch zum freistehenden Schnatterer, der cool vollstreckte - der siebte Saisontreffer für den FCH-Kapitän mit der Nummer sieben!

Der SVS bemühte sich um eine Antwort: Schüsse von Bieler und Paqarada sausten rechts am Kasten vorbei (13., 15.). Doch die Offensivbemühungen der Sandhäuser waren für diese ein Vabanquespiel. Heidenheim setzte weiter auf Konter und zeigte auch fortan, dass es dieses Stilmittel hervorragend beherrscht. Leipertz forderte Knaller mit einem saftigen Schuss aus halbrechter Position (19.). Drei Minuten später musste Sandhausens Schlussmann gegen Reinhardt erneut ran, flog ins bedrohte Eck und lenkte das Leder zur Ecke ab.

Schnatterer scheut kein Risiko

Die Schwartz-Schützlinge waren gewarnt, verzichteten aber auch in der Folge nicht auf ihre Angriffsanstrengungen: Wootens Schuss wurde in vielversprechender Position ins Toraus abgefälscht (24.). Das letzte Wort in einem von beiden Teams intensiv geführten Durchgang hatten wieder die Hausherren - sogar in doppelter Ausführung: Morabit suchte und fand mit seinem Diagonalball Schnatterer, der die Kugel direkt abnahm, mit vollem Risiko aber am linken Kreuzeck vorbeidrosch (30.). Kurz vor der Pause war es noch einmal Niederlechner, der sich mit dem Kopf Heidenheims zweitem Treffer annäherte (38.).

Kulovits' Flachschuss, der deutlich links am Kasten vorbeistich, eröffnete den zweiten Durchgang (46.). Zwei Minuten später war der Einschlag auf der anderen Seite zu notieren: Schnatterers kluger Seitenwechsel gab Strauß Zeit und Platz für eine Maßflanke auf Niederlechner, der den Ball mit dem Kopf auf Leipertz verlängerte. Dieser besorgte das 2:0!

Der 14. Spieltag

Der FCH hatte nun Rückenwind, spielte sich gegen im Defensivverbund zusehends desorientierte Sandhäuser teilweise in einen Rausch. Leipertz zwang nach vehementem Sololauf Knaller mit einem Gewaltschuss zu einer Glanzparade (57.). Bei Morabits ebenso artistischem wie gewieftem Fallrückzieher wäre der SVS-Keeper kurz darauf machtlos gewesenen (58.).

Ungeachtet davon hieß es wenig später 3:0! Paqarada verlor das Leder an der Mittellinie. Der abgeblockte Ball prallte in den Lauf von Niederlechner, der den in dieser Szene hüftsteifen Olajengbesi alt aussehen ließ und in Torjägermanier abschloss (63.). Noch bitterer hätte es für die Kurpfälzer eine Minute später werden können: Schnatterer war auf dem Weg zum 4:0, wurde aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition aber zu Unrecht zurückgepfiffen.

In einer unterhaltsamen Partie zeigte Sandhausen in der Abwehr nun Auflösungserscheinungen. Knaller parierte gegen den just eingewechselten Janzer (69.). Wenig später hätte um ein Haar ein anderer Joker gestochen. Adler, der nach beidseitiger Leisten-OP eingewechselt sein Comeback gab, scheiterte keine Minute nach seiner Einwechslung an FCH-Torwart Zimmermann (73.).

Auch wenn sich die Sandhäuser bis zum Abpfiff weiter um Ergebniskosmetik bemühten. Die klareren Möglichkeiten hatten weiterhin die Brenzstädter. So etwa durch Niederlechner, der erst den Pfosten traf und kurz vor Spielende per mutiger Direktabnahme knapp vorbeizielte (76., 89.).

Der Aufsteiger aus Heidenheim ist am kommenden Spieltag erneut freitags gefordert. Ab 18.30 Uhr ist der FCH dann bei der SpVgg Greuther Fürth zu Gast. Der SV Sandhausen hat am Sonntag ab 13.30 Uhr RB Leipzig am Hardtwald zu Gast.