2. Bundesliga 2014/15, 8. Spieltag
13:44 - 15. Spielminute

Gelbe Karte
Grifo
FSV Frankfurt

14:01 - 32. Spielminute

Tor 0:1
Nöthe
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Sobiech
St. Pauli

14:01 - 32. Spielminute

Gelbe Karte
Beugelsdijk
FSV Frankfurt

14:04 - 35. Spielminute

Tor 0:2
Rzatkowski
Linksschuss
Vorbereitung Daube
St. Pauli

14:13 - 44. Spielminute

Tor 1:2
Kauko
Linksschuss
Vorbereitung Roshi
FSV Frankfurt

14:34 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (FSV Frankfurt)
Epstein
für Toski
FSV Frankfurt

14:45 - 58. Spielminute

Tor 2:2
Ziereis
Eigentor, Bauch
Vorbereitung Huber
FSV Frankfurt

14:47 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (St. Pauli)
Alushi
für Kringe
St. Pauli

14:47 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (St. Pauli)
Maier
für Nöthe
St. Pauli

14:49 - 62. Spielminute

Tor 3:2
Grifo
Rechtsschuss
FSV Frankfurt

14:55 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Kurt
St. Pauli

14:57 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (FSV Frankfurt)
Azaouagh
für Kauko
FSV Frankfurt

15:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (St. Pauli)
Budimir
für Kurt
St. Pauli

15:04 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (FSV Frankfurt)
Dedic
für Grifo
FSV Frankfurt

15:13 - 86. Spielminute

Tor 3:3
Daube
Linksschuss
Vorbereitung Maier
St. Pauli

FSV

STP

FSV dreht 0:2 binnen 18 Minuten

Daube bedankt sich spät bei Beugelsdijk und Balitsch

Traf vier Minuten vor dem Ende zum 3:3: St. Paulis Dennis Daube (re.).

Traf vier Minuten vor dem Ende zum 3:3: St. Paulis Dennis Daube (re.). Getty Images

Frankfurts Torhüter Patric Klandt hatte die Zeichen der Zeit nach der 0:4-Klatsche bei Aufsteiger Darmstadt erkannt: "Geredet wurde genug. Wir müssen uns auf dem Platz zerreißen." Das Team, das gegen St. Pauli Taten statt Worten folgen lassen sollte, wurde von FSV-Coach Benno Möhlmann auf vier Positonen verändert: Bittroff, Kauko, Toski und Roshi ersetzten Oumari, Kruska, Dedic und Epstein. Der nach abgelaufener Sperre an die Seitenlinie zurückgekehrte St.-Pauli-Trainer Thomas Meggle tauschte gegenüber dem 1:0-Heimsieg gegen Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig einmal: Thy verteidigte für Buballa hinten links.

Mutlose Gäste, zähe Partie

Der Zuschauern am Bornheimer Hang bot sich anfänglich eine äußerst zähe Partie. Die Gäste standen erst einmal tief, der FSV hatte mehr vom Spiel, allerdings fiel den Hausherren nichts ein. Die Hamburger lauerten zwar auf Konter, verzögerten und verschleppten nach Balleroberung aber das Spiel immer wieder. So plätscherte die Begegnung ereignislos lange Zeit vor sich hin.

Die erste Möglichkeit ergab sich erst nach 26. Minuten: Grifos Schuss aus spitzem Winkel lenkte Tschauner über die Latte. Bei der anschließenden Ecke setzte Kapllani zum Fallrückzieher an, den Sobiech per Kopf vor der Linie abwehrte. Fünf Zeigerumdrehungen später gab es plötzlich Elfmeter für die Gäste, nachdem Beugelsdijk im Luftduell mit Sobiech mit dem Ellbogen zu Werke ging und den Verteidiger leicht und unabsichtlich im Gesicht traf. Nöthe nahm sich der Aufgabe an und versenkte cool (32.).

Daubes schöner Diagonalball wird von Rzatkowski vergoldet

Die Führung gab den bis dato mutlosen Hamburgern Auftrieb. Daube bediente mit einem herrlichen langen Ball Rzatkowski, der frei vor Klandt per Pike einnetzte (35.). Der FSV hatte am Doppelschlag zu knabbern, erzielte vor der Pause aber den wichtigen Anschlusstreffer: Nach einer Fußparade von Tschauner kam Kauko an der Strafraumgrenze an den Ball und schlenzte die Kugel überlegt und unhaltbar ein, vom Pfosten ging der Ball über die Linie (44.).

Der 8. Spieltag

Pechvogel Ziereis - Grifo trifft kunstvoll

Nach der Pause erhöhte der FSV den Druck und reklamierte einen Elfmeter für sich: Roshi verwickelte Thy in einem Zweikampf und hob am Strafraumeck ab, Schiedsrichter Siebert ließ weiterlaufen. Doch die Aufregung trieb die Bornheimer an: Huber marschierte über rechts, seine flache Hereingabe patschte Tschauner dem unglücklichen Ziereis an den Bauch, von wo der Ball über die Linie tropfte (58.).

Die Norddeutschen taumelten und mussten den nächsten Nackenschlag hinnehmen: Startsev köpfte eine weite Flanke in die Mitte - Grifo nahm den Ball an der Strafraumgrenze mit der Brust an und drosch ihn sehenswert volley links neben den Pfosten - 3:2, das Spiel war gedreht (62.)!

Daube rettet Meggle den Punkt

Unglücksrabe: Philipp Ziereis (li.) bekommt von Philipp Tschauner den Ball an die Brust - von wo er ins Tor springt.

Unglücksrabe: Philipp Ziereis (li.) bekommt von Philipp Tschauner den Ball an die Brust - von wo er ins Tor springt. Getty Images

Jetzt waren die Gäste wieder gefordert und warfen den Vorwärtsgang ein. Der eingewechselte und auffällige Maier versuchte es zweimal aus der Distanz, verzog aber jeweils (80. und 82.). Seine Hereinnahme sollte sich aber trotzdem noch lohnen: Maier spielte einen Flachpass auf Verhoek, Beugelsdijk und Balitsch waren sich unsicher, wer die Kugel abwehren soll und ließen den harmlosen Ball passieren. Daube bedankte sich und traf frei vor Klandt zum späten Ausgleich (86.).

Die Norddeutschen hatten nicht genug und drängten sogar auf den Siegtreffer, während die Möhlmann-Truppe alle Hände voll zutun hatte, die Angriffswellen abzuwehren. Doch am Ende blieb es beim leistungsgerechten 3:3, das beiden Teams nicht wirklich weiterhilft. Immerhin bewiesen beide Mannschaften aber einige Moral.

Spieler des Spiels

Vincenzo Grifo Mittelfeld

2
Spielnote

Sechs Tore, gute Dramaturgie: Die Partie bot zwar nur wenige fußballerische Glanzlichter, hatte aber einen hohen Unterhaltungswert.

2,5
Tore und Karten

0:1 Nöthe (32', Foulelfmeter, Rechtsschuss, Sobiech)

0:2 Rzatkowski (35', Linksschuss, Daube)

1:2 Kauko (44', Linksschuss, Roshi)

2:2 Ziereis (58', Eigentor, Bauch, Huber)

3:2 Grifo (62', Rechtsschuss)

3:3 Daube (86', Linksschuss, Maier)

FSV Frankfurt

Klandt 3 - Huber 3, Beugelsdijk 4,5 , Balitsch 3,5, Bittroff 4,5 - Konrad 2,5, Kauko 4 , Toski 5 , Roshi 3, Grifo 2 - Kapllani 4,5

St. Pauli

Tschauner 4 - Startsev 4, Ziereis 4,5 , Sobiech 3, Thy 4,5 - Daube 2 , Kurt 4 , Rzatkowski 3,5 , Kringe 4 , Nöthe 4 - Verhoek 4

Schiedsrichter-Team

Daniel Siebert Berlin

4
Spielinfo

Stadion

Frankfurter Volksbank-Stadion

Zuschauer

8.106

Am Samstag (13 Uhr) trifft der FC St. Pauli vor heimischer Kulisse auf Union Berlin. Tags darauf (13.30 Uhr) gibt der FSV Frankfurt seine Visitenkarte beim SV Sandhausen ab.