2. Bundesliga 2014/15, 5. Spieltag
13:41 - 42. Spielminute

Tor 1:0
Heller
Linksschuss
Vorbereitung Stroh-Engel
Darmstadt

14:24 - 67. Spielminute

Spielerwechsel (Aue)
Novikovas
für Fa. Müller
Aue

14:24 - 68. Spielminute

Tor 2:0
Stroh-Engel
Kopfball
Vorbereitung Sirigu
Darmstadt

14:29 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Kortzorg
Aue

14:29 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Stegmayer
Darmstadt

14:36 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Aue)
He. Anier
für Benatelli
Aue

14:36 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Benatelli
Aue

14:37 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Darmstadt)
Jungwirth
für Sailer
Darmstadt

14:43 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Darmstadt)
Exslager
für Heller
Darmstadt

14:47 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Darmstadt)
König
für Stroh-Engel
Darmstadt

DAR

AUE

Aue kassiert fünfte Niederlage im fünften Spiel

Stroh-Engel lässt das Böllenfalltor jubeln

Florian Heller & Martin Männel

Privatduell? Darmstadts Florian Heller (l.) gegen Aues Torwart Martin Männel. imago

Einbahnstraßenfußball Richtung Männel

Darmstadts Coach Dirk Schuster konnte nach dem 1:1 bei 1860 München wieder auf seinen genesenen Kapitän Sulu (nach Joch- und Kahnbeinbruch) zurückgreifen und beorderte den Innenverteidiger für Gorka (Bank) in die Startelf. Aues neuer Trainer Tomislav Stipic krempelte die Mannschaft im Vergleich zum 0:3 gegen Fortuna Düsseldorf auf vier Positionen um: Luksik, Fink, Müller und Könnecke begannen für Miatke (nicht im Kader), Ivan Gonzalez, Novikovas und Henri Anier (alle Bank).

Im blumigen Duell zwischen den Lilien und den Veilchen übernahm der SV sofort die Kontrolle über das Spiel, hatte viel Ballbesitz und agierte selbstbewusst und offensiv nach vorne. Dem Tabellenschlusslicht aus dem Erzgebirge war die Verunsicherung trotz des Trainerwechsels anzumerken und Aue sah sich lange in die Defensive gedrängt. So entwickelte sich Einbahnstraßenfußball in Richtung Männel, der in dieser Zeit aber nicht entscheidend eingreifen musste: Die Sachsen zogen sich kompakt zurück, verteidigten mit elf Mann und blockten dabei viele Schüsse.

Heller ist nicht zu halten

Erst nach einer Viertelstunde konnten sich der FCE gegen die hoch verteidigenden und früh störenden Hausherren etwas besser befreien. Gefährliche Offensivaktionen kreierten die Veilchen dabei aber nicht. Stattdessen nutze 98 die sich nun ergebenen Räume: Gondorf schickte Heller in den Strafraum, doch der Flügelflitzer scheiterte frei vor Männel an einem klasse Reflex des Torwarts (20.). Ansonsten operierten die Lilien bevorzugt mit hohen Zuspielen auf ihren baumlangen Top-Torjäger Stroh-Engel. Der Sturmtank hatte gegen seine ebenfalls groß gewachsenen Bewacher Paulus und Vucur aber keinen leichten Job. Aue kontrollierte zumindest den Luftraum im eigenen Sechzehner.

Auch im weiteren Verlauf änderte sich die Rollenverteilung nicht. Der Darmstädter Einbahnstraßenfußball führte aber zwangsläufig zu Möglichkeiten: Stroh-Engel kam aus spitzem Winkel aus kurzer Distanz zum Kopfball, doch Männel war zur Stelle (38.). Wenig später war der Torjäger dann als Vorbereiter erfolgreich, als er das Spielgerät im Mittelfeld behauptete und in den Lauf von Heller servierte. Der flinke Angreifer nahm die Kugel technisch fein mit und war mit einem blitzschnellen Antritt nicht mehr zu halten. Aus acht Metern halblinker Position traf er in den linken Winkel zum hochverdienten 1:0-Pausenstand (42.).

Stroh-Engel: Erst durchsichtig, dann durchschlagskräftig

Der 5. Spieltag

Die Halbzeit-Ansprache von Stipic hatte ihre Wirkung offensichtlich nicht verfehlt, denn nach dem Seitenwechsel machte Aue einen entschlosseneren Eindruck, riss die Kontrolle an sich und suchte den Weg nach vorne. Daraus resultierten erste Halbchancen durch Benatelli (52.) und Kortzorg (53.). Für mehr reichten die Offensivbemühungen aber nicht - beim FC Erzgebirge fehlte schlichtweg die Qualität im Angriff.

Der SV 98 konnte es sich daher leisten, einen Gang zurückzuschalten, konzentrierte sich nun vollends auf die Defensive und agierte überraschend passiv. Gerade als die Partie abflachte, schlug Darmstadt eiskalt zu: Sirigu flankte von rechts auf den Elfmeterpunkt, wo sich Stroh-Engel in die Luft schraubte und per präzisen Kopfball ins rechte Eck auf 2:0 erhöhte (68.). Dieser Schock saß tief bei den Sachsen, die sich beinahe den dritten Gegentreffer abholten, doch Männel drehte einen Sailer-Schuss aus acht Metern spektakulär um den Pfosten (71.).

Keine Chance für Aue

Fortan hatte Darmstadt wieder richtig Lust auf Fußball und spielte munter nach vorne. Entsprechend war Aue weitestgehend abgemeldet. So blieb es beim 2:0. Damit springen die ungeschlagenen Lilien auf den Relegationsaufstiegsplatz. Der FC Erzgebirge bleibt ohne einen einzigen Punkt Tabellenschlusslicht der 2. Liga.

Spieler des Spiels

Marcel Heller Mittelfeld

2
Spielnote

Wenige Chancen und zwei schöne Tore, Aue agierte offensiv bieder, das 2:0 entschied das Spiel vorzeitig.

3,5
Tore und Karten

1:0 Heller (42', Linksschuss, Stroh-Engel)

2:0 Stroh-Engel (68', Kopfball, Sirigu)

Darmstadt

Mathenia 3 - Sirigu 2,5, Sulu 3, Bregerie 2,5, Stegmayer 3 - Gondorf 3,5, Behrens 3, Kempe 3, Heller 2 - Sailer 3 , Stroh-Engel 3

Aue

Männel 2,5 - Klingbeil 3,5, Vucur 3,5, Paulus 4, Luksik 4,5 - M. Fink 4, Benatelli 3,5 , Fa. Müller 4 , Kortzorg 3 - Löning 4,5, Könnecke 4,5

Schiedsrichter-Team

Timo Gerach Landau

2,5
Spielinfo

Stadion

Merck-Stadion am Böllenfalltor

Zuschauer

11.100

Am kommenden Freitag (18.30 Uhr) muss Darmstadt in Braunschweig ran. Gleichzeitig ist Aue zu Hause gegen St. Pauli gefordert.