2. Bundesliga 2014/15, 2. Spieltag
20:23 - 8. Spielminute

Tor 1:0
Baba
Rechtsschuss
Fürth

20:32 - 17. Spielminute

Tor 2:0
Sukalo
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Baba
Fürth

20:36 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Pinola
Nürnberg

20:36 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Sukalo
Fürth

20:50 - 35. Spielminute

Tor 2:1
Pinola
Rechtsschuss
Vorbereitung Füllkrug
Nürnberg

20:58 - 43. Spielminute

Gelbe Karte
Sylvestr
Nürnberg

21:31 - 57. Spielminute

Tor 3:1
Baba
Rechtsschuss
Fürth

21:33 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Gebhart
für R. Koch
Nürnberg

21:37 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Pekhart
für Sylvestr
Nürnberg

21:44 - 71. Spielminute

Spielerwechsel
Colak
für Füllkrug
Nürnberg

21:47 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Trinks
für Baba
Fürth

21:50 - 76. Spielminute

Tor 4:1
Weilandt
Rechtsschuss
Vorbereitung K. Przybylko
Fürth

21:52 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Petrak
Nürnberg

21:53 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Gebhart
Nürnberg

21:55 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Pledl
für Stiepermann
Fürth

21:57 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Pledl
Fürth

21:58 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Zulj
für Schröck
Fürth

22:00 - 87. Spielminute

Tor 5:1
Zulj
Linksschuss
Fürth

FUE

FCN

Fürth siegt nach fast 18 Jahren wieder zu Hause gegen den Club

5:1! Doppelpacker Baba lässt das Kleeblatt tanzen

SpVgg Greuther Fürth

Starker Beginn: Abdul Rahman Baba (Mitte) und Co. brachten die SpVgg zu Spielbeginn flugs auf Kurs. Getty Images

Fürths Trainer Frank Kramer ließ seine Startelf im Vergleich zum 1:1 in Bochum unverändert. Im Sturmzentrum begann demnach erneut Neuzugang Przybylko, während das Abwehrzentrum Korcsmar und Rücker bekleideten und im Mittelfeld Weilandt, Stiepermann und Baba wirbeln sollten.
Nürnbergs Übungsleiter Valerien Ismael dagegen musste nach dem verdienten 1:0 gegen Aue sein Personal verändern. Für den verletzten Kapitän Polak (Rippenbruch) rückte U-19-Europameister Stark in die Innenverteidigung und Petrak eins vor ins defensive Mittelfeld. Außerdem brachte der Coach Vorlagengeber Mlapa für Pekhart, der auf der Bank seinen Platz einnahm.

Die Meldungen im Vorfeld des Derbys waren natürlich vom schweren Autounfall von Fürths Angreifer Azemi überschattet, der zwischenzeitlich gar in einer Spezialklinik untergebracht worden war . Klar, dass es für beide Teams in diesem Klassiker in seiner 257. Auflage (137 FCN-Siege, 47 Remis, 72 Erfolge für die SpVgg) um die Kontrolle der Emotionen ging, wie Ismael noch einmal klar gestellt hatte: "Das wird ein sehr intensives Spiel."

Blitzstart des Kleeblatts

Vom Anpfiff weg jedoch war bei den Nürnbergern wenig Intensität zu spüren. Zu gebannt blickten die Kicker aus der Nachbarstadt drein, wie das Kleeblatt sofort das Heft in die Hand nahm und nach vorne drängte. Bereits nach acht Minuten lag das Leder dann schon im Gehäuse: Nach einem weiten Einwurf von Gießelmann versuchte Petrak das Leder mit dem Kopf aus der Gefahrenzone zu klären. Das misslang völlig, sodass Baba auf Höhe der Strafraumkante zum Abschluss kam. Der Schuss geriet zwar hart, im Grunde aber zu zentral auf Schäfer. Der ehemalige Club-Kapitän legte sich das Rund jedoch über sich selbst und ins Tor - ein klarer Patzer (8.). Der Club zeigte sich in dieser Phase nur mit Zweikämpfen (meherer Male stieg zum Beispiel Mlapa ein), musste wenig später außerdem die nächste Pille schlucken: Schöpf hielt nach einem Einwurf von Gießelmann den Fuß bei Baba drauf - es gab Elfmeter (16.). Sukalo legte sich das Spielgerät zurecht und vollendete eiskalt ins rechte obere Eck (17.).

Javier Pinola (links)

Für Spannung sorgte noch vor der Pause Ersatzkapitän Javier Pinola (links). Getty Images

Pinola ist zur Stelle

Mit der soliden Führung im Rücken zogen sich die Fürther folglich etwas weiter zurück und ließen den Spielaufbau der Nürnberger aus der Viererkette heraus geschehen. Nach einer Phase, in der zum Beispiel Pinola und Sukalo aneinander gerieten und Gelb sahen, kam der 1. FCN plötzlich besser ins Spiel. Zwar scheiterte unter anderem Schöpf mit zwar guten Einzelaktionen, die aber das finale Zuspiel vermissen ließen, doch mehr und mehr kam nun der Club auf. Die Belohnung folgte noch vor der Pause in Form des Anschlusstreffers: Ramirez mit einer Ecke, die von Röcker zuerst beinahe zum Eigentor "verwertet" wurde. Mit der darauffolgenden drückten die Nürnberger das Leder aber über die Linie: Die Flanke eilte quer durch den Fünfmeterraum, wurde unfreiwillig von Füllkrug zu Pinola gelegt, der das Rund letztlich an Hesl vorbei über die Linie drückte (35.).

Der 2. Spieltag

Füllkrug im Pech, Baba ist wieder da

Aus der Pause kamen nun die Nürnberger besser heraus, drückten merklich darauf, hier möglichst früh den Ausgleich zu markieren. Zwar versteckten sich die Gastgeber nicht, die Vorstöße von Stiepermann und Weilandt (beide 47.) verpufften aber. So war es ein Freistoß des FCN, der beinahe zum Ertrag führte: Füllkrug stand aus knapp 25 Metern bereit, nagelte das Spielgerät links an den Pfosten. Torwart Hesl wäre machtlos gewesen (50.). In der Folge machte weiterhin der Gast das Spiel, doch mit weiteren individuellen Fehlern legte sich der 1. FCN quasi selbst ein Ei: Baba & Co. zogen einen Angriff auf, der nicht wirklich ausgespielt wurde, aber zum Erfolg führte. Babas Pass ins Zentrum landete nämlich bei Pinola, der einen folgenschweren Stockfehler beging. Über weitere Umwege lag das Leder wieder beim heranrauschenden Baba, der abzog und eiskalt rechts unten vollendete (57.).

Der Treffer kippte das Spiel zunächst wieder völlig. Nach Ecken, nach Kontern oder nach normalen Angriffen kamen die Hausherren dem 4:1 näher und näher. Vom Club war auch mit den Jokern Gebhart, Pekhart und Colak lange nichts zu sehen. Es dauerte bis zur 70. Minute, ehe Gebhart mit einem Heber beinahe Füllkrug fand. Doch Hesl war schneller zur Stelle. Eine Minute später fand dann Ramirez im Strafraumzentrum den völlig freien Pekhart, der seinen Kopfball aber nicht aufs Tor brachte (71.). So langsam lief den Nürnbergern die Zeit davon.

Tom Weilandt

Trug sich auch unter den Torschützen ein: Tom Weilandt. Getty Images

Weilandt macht den Deckel drauf

Während den Gästen weiterhin nichts mehr einfiel, wartete das Kleeblatt gekonnt und mit Geduld auf die Lücke, um den Sack zuzumachen. Schon in der 76. Minute war es dann soweit: Einmal mehr wusste sich die an diesem Abend nicht sattelfeste Abwehr des 1. FCN zu befreien. So kam Weilandt an den Ball, nachdem zunächst Przybylko von Pachonik völlig unbedrängt angeschossen wurde, zog in den Strafraum und schloss frei vor Schäfer eiskalt unten rechts zum 4:1 ab. Es kam letztlich gar noch dicker: Joker Zulj war kaum drin (85.) und schon knipste der Neuzugang von RB Salzburg eiskalt zum 5:1. Pinola und Pachonik konnten dieses Mal ein weiteres Mal nicht klären, am Ende landete das Leder beim freien Angreifer, der Torhüter Schäfer keine Chance ließ. Die Demütigung war perfekt (87.). Pünktlich pfiff Schiedsrichter Wolfgang Stark ab, die Routiniers Schäfer und Pinola schritten in Richtung der Nürnberger Fans. Auf der anderen Seite freuten sich Spieler und Fans des Kleeblatts schier endlos.

Am Samstag (15.30 Uhr) tritt die SpVgg Greuther Fürth in der 1. Runde des DFB-Pokals beim SV Waldkirch an, in der Liga acht Tage später (13.30 Uhr) beim FC Ingolstadt. Bereits am Freitag und damit wenige Tage nach dem Derby (20 Uhr) gastiert der 1. FC Nürnberg im Pokal beim MSV Duisburg und erwartet ebenfalls acht Tage danach (13 Uhr) den FSV Frankfurt.