Bundesliga 2014/15, 33. Spieltag
15:48 - 19. Spielminute

Gelbe Karte
Brooks
Hertha

15:57 - 28. Spielminute

Gelbe Karte
Lustenberger
Hertha

16:10 - 41. Spielminute

Gelbe Karte
Oczipka
Frankfurt

16:11 - 42. Spielminute

Gelbe Karte
Zambrano
Frankfurt

16:47 - 58. Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Flum
für Ignjovski
Frankfurt

16:53 - 64. Spielminute

Gelbe Karte
Pekarik
Hertha

17:05 - 76. Spielminute

Gelbe Karte
Hasebe
Frankfurt

17:05 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Ronny
für Stocker
Hertha

17:07 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Djakpa
Frankfurt

17:14 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Aigner
Frankfurt

17:20 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Valdez
für M. Stendera
Frankfurt

BSC

SGE

Nullnummer in Berlin: Die Hertha muss noch etwas zittern

Schwere Kost - und ein bisschen Kalou

Salomon Kalou (links, Hertha BSC)

Auch dem auffälligen Salomon Kalou gelang es nicht, den Berliner Klassenerhalt am vorletzten Spieltag einzutüten. imago

Hertha-Coach Pal Dardai ließt seine Startformation gegenüber dem 0:2 in Dortmund unverändert. Dies bedeutete auch, dass Brooks - im Revier aufgrund einer Hüftprellung ausgewechselt - von Beginn an verteidigte. Frankfurts Trainer Thomas Schaaf baute sein Team im Vergleich zum 3:1 gegen Hoffenheim zweimal um: Madlung - zwischen 1999 bis 2006 bei den Berliner am Ball - übernahm in der Innenverteidigung für Russ (Gelbsperre). Djakpa, der gegen die Kraichgauer nach langer Verletzungspause (Kreuzbandriss) bereits eingewechselt worden war, kam im Mittelfeld statt Medojevic (Muskelbündelriss) zum Zug.

In den ersten Spielszenen mühten sich die Kontrahenten darum, Sicherheit in ihre Aktionen zu bekommen. In einer langatmigen Anfangsphase überließ die SGE den Hausherren den Ball und begegnete den Berlinern in einer Abwehrstellung. Die Alte Dame verzeichnete auch deshalb Feldvorteile, sehenswert war die Auseinandersetzung aber nicht. Die Rekordkulisse, welche die Hertha in dieser Saison meldete, animierte die Kontrahenten nicht dazu, den Zuschauer schwungvollen Offensivfußball zu servieren.

Madlung ärgert den Ex-Verein

Höhepunkte im Olympiastadion - Fehlanzeige! Dieses Fazit hatte, auch wenn sich die Frankfurter zwischenzeitlich mutiger im Vorwärtsgang gezeigt hatten, bis Mitte der ersten Hälfte Bestand. Dann nahm die Partie endlich Fahrt auf - etwas zumindest, wohlgemerkt. Verantwortlich für mehr Drive war der Hauptstadtklub. Kurz nachdem Pekarik mit einer scharfen Flanke SGE-Schlussmann Trapp die erste Arbeitsprobe abgefordert hatte (23.), geriet der Gästekasten erstmals wirklich in Gefahr: Kalou vernaschte an der Seitenauslinie erst Zambrano, ließ anschließend Hasebe stehen und zog ab. Madlung blockte den Schuss des ehemaligen Champions-League-Siegers in höchster Not (25.).

Nachdem wenig später Brooks das Leder nach guter Plattenhardt-Flanke über das Gehäuse befördert hatte (31.), fand das Berliner Übergewicht aber kaum noch Niederschlag in Form von weiteren Chancen. Auf der anderen Seite war es Stendera, der für eine offensiv weitgehend untätige Eintracht per Freistoß die erste Gelegenheit verbuchte: Die Kreativkraft jagte die Kugel aus der Distanz kernig über den Balken (38.). Diese Szene änderte nichts daran, dass die Hertha im ersten Durchgang mehr von der Partie hatte. Da Kalou nach seinem Sololauf rechts am Tor vorbeizielte (39.), fand dies in einer zusehends nickeliger geführten Partie aber keinen Ausdruck im Halbzeitstand.

Der 33. Spieltag

Die zweite Hälfte begann, wie sich die erste über weite Strecken präsentiert hatte: ereignisarm. Die Zweikämpfe wurden mitunter gallig geführt, spielerische Leckerbissen auf dem Rasen aber nicht gereicht. Doch auf einmal war sie da, die Riesenchance für die Dardai-Truppe: Ignjovski verschlampte den Ball gegen Kalou. Der Ivorer nahm dem Frankfurter das Leder ab und hatte wenig später nur noch Trapp vor sich. Kurz vor dem Strafraumrand entschloss sich der Hertha-Angreifer für einen Heber, den der SGE-Keeper aber relativ mühelos entschärfte (54.).

Haraguchi vergibt

Was danach folgte, war erneut zähe Kost. Die Hessen konnten die Partie zwar ausgeglichener gestalten. Und die Frankfurter Defensivabteilung - Stürmer Seferovic war in dieser der Vorarbeiter - zeigte sich aufmerksam. Doch auch wenn die Frankfurter robust verteidigten: In der 80. Minute hatten die Hertha-Fans den Torschrei erneut auf den Lippen: Kalou setzte Haraguchi optimal in Szene. Doch der Japaner knallte das Spielgerät etwas zu hektisch links am Tor vorbei.

Die Minuten verstrichen. Im Olympiastadion hatten sie längst mitbekommen, dass den Berlinern angesichts der Zwischenstände in den anderen Arenen das torlose Remis zum Klassenerhalt reichen würde. Doch in der Schlussphase änderte sich diese Konstellation. Rechnerisch kann die Hertha noch absteigen.

Spieler des Spiels

Kevin Trapp Tor

2,5
Spielnote

Schwere Kost, weil Hertha das letzte Risiko scheute und die Eintracht weitgehend passiv agierte.

4,5
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Hertha

Kraft 3 - Pekarik 3 , Langkamp 3, Brooks 3 , Plattenhardt 4 - Skjelbred 4, Lustenberger 3,5 , Haraguchi 4,5, N. Schulz 5, Stocker 4,5 - Kalou 3,5

Frankfurt

Trapp 2,5 - Chandler 4, Zambrano 4 , Madlung 3, Oczipka 3,5 - Ignjovski 5 , Hasebe 3 , Aigner 4 , Djakpa 5 , M. Stendera 4,5 - Seferovic 4,5

Schiedsrichter-Team

Florian Meyer Burgdorf

2,5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

60.168

Am letzten Spieltag ist Hertha BSC samstags (15.30 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim gefordert. Eintracht Frankfurt hat zeitgleich Bayer Leverkusen zu Gast.

Bilder zur Partie Hertha BSC - Eintracht Frankfurt