Bundesliga 2014/15, 29. Spieltag
15:48 - 19. Spielminute

Gelbe Karte
Rudy
Hoffenheim

15:51 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
T. Müller
Bayern

15:53 - 24. Spielminute

Gelbe Karte
Dante
Bayern

16:07 - 38. Spielminute

Tor 0:1
Rode
Rechtsschuss
Vorbereitung Lewandowski
Bayern

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
J. Boateng
für Juan Bernat
Bayern

16:45 - 57. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Thiago
für Gaudino
Bayern

16:54 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Rafinha
Bayern

16:56 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Beck
Hoffenheim

16:56 - 69. Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
Zuber
für Modeste
Hoffenheim

16:56 - 69. Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
Szalai
für Polanski
Hoffenheim

16:57 - 70. Spielminute

Gelbe Karte
Volland
Hoffenheim

17:13 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
Schipplock
für Toljan
Hoffenheim

17:17 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Pizarro
für Lewandowski
Bayern

17:21 - 90. + 3 Spielminute

Tor 0:2
Beck
Eigentor, Linksschuss
Vorbereitung T. Müller
Bayern

HOF

FCB

TSG bleibt FCB-Lieblingsgegner - 5. Gelbe für Beck und Volland

Rode macht's wie Robben

Sebastian Rode

Gekonnt erzielt Sebastian Rode per Schlenzer das 1:0 für den FC Bayern. Getty Images

Hoffenheims Coach Markus Gisdol stellte nach der 2:3-Niederlage in Köln dreimal um: Für Kim, Amiri und Schipplock standen Toljan, Schwegler und Modeste in der Anfangsformation.

Bayerns Trainer Pep Guardiola drehte gegenüber der 1:3-Niederlage in Porto viermal am Personalkarussell: Badstuber, Gaudino, Rode und Weiser kamen für Boateng, Xabi Alonso, Lahm (Magen-Darm-Grippe) und Thiago zum Zug.

Im Kraichgau agierte der FC Bayern mit einer Dreierkette (Rafinha, Dante und Badstuber) und von Beginn an mit hoher Ballbesitzquote. Die TSG überließ den Gästen weite Teile des Mittelfelds und lauerte auf Konter. 1899 staffelte sich tief, bekam gegen kombinationssichere Münchner aber dennoch nicht alle Lücken geschlossen. Weiser säbelte in aussichtsreicher Position über das Leder (7.).

Während der Rekordmeister die Kugel in aller Ruhe zirkulieren ließ und ab und an Nadelstiche setzte (Lewandowski, 18.), scheute 1899 das Risiko, rückte nach Ballgewinn nicht entschlossen nach und verlor gegen die bayerische Übermacht meist schon den Ball, ehe es ins letzte Drittel ging.

Nachdem der FCB zwar seine Dominanz fortsetzte, aber ohne großes Tempo agierte, blieben weitere Chancen gegen eine gut geordnete Abwehr trotz etlicher Flanken auf Lewandowski, der gegen Bicakcic und Strobl einen schweren Stand hatte, ohne Ertrag.

Rode lässt Baumann keine Abwehrchance

Und urplötzlich hatte die Gisdol-Elf die Riesenchance zum 1:0, als Dante Polanskis Steilpass durchrutschen ließ, Modeste aber frei vor Neuer am Keeper scheiterte (30.). Dass die Kräfteverhältnisse dann aber richtig dargestellt wurden, dafür sorgte Rode, immer wieder Initiator der Münchner Aktionen. Rafinha flankte von der rechten Seite diesmal nicht, sondern passte in den Rückraum, wo Müller aus 18 Metern flach aufs Tor knallte. Baumann wehrte stark ab, aber Lewandowski setzte nach, legte zurück auf Rode, der in Robben-Manier - nur von der anderen Seite - aus 13 Metern in den rechten Winkel schlenzte - 0:1 (38.).

Erst jetzt wachten die Gastgeber auf, entwickelten mehr Offensivgeist. Nach Rudys Rückpass von der Grundlinie traf Rode Polanski am Fuß - Referee Stieler ließ weiterlaufen, über einen Elfmeterpfiff hätten sich die Münchner nicht beschweren dürfen (41.). Nach Vollands Kopfball, der freistehend aus elf Metern neben das Tor nickte (44.), ging es in die Kabine.

Der 29. Spieltag

Für den angeschlagenen Bernat kam beim FCB mit Wiederanpfiff Boateng und rückte rechts in die Dreierkette. Lewandowskis Schuss nach Vorlage des allgegenwärtigen Rode streichelte die Latte (48.), gegen nun früher angreifende Kraichgauer fehlte dem Polen bei einem Konter nach einem Sprint dann die letzte Entschlossenheit (49.).

Hoffenheim mangelte es an offensiven Mitteln, um den nach wie vor überlegenen Rekordmeister ernsthaft zu gefährden, vor allem am und im Strafraum agierten Firmino & Co. zu unpräzise. Bei den Gästen kam Thiago für Gaudino (57.) und leitete gleich eine Doppelchance ein: Der Spanier scheiterte nach Solo an Baumann, der auch Müllers Nachschuss klasse entschärfte (60.).

Noch stand es aber nur 1:0, und Volland stand dicht vor dem Ausgleich, als Polanski Thiago den Ball abluchste und der U-21-Kapitän die linke Klebe auspackte. Hauchdünn drehte sich sein 22-Meter-Schuss links am Tor vorbei (63.).

Die Gäste standen immer mal wieder vor der Vorentscheidung, die aber vor allem Weiser verpasste (65.). Weil auch Lewandowski (73.) und Boateng (74.) das Abschlussglück fehlte, blieb es eng. Hätte Rudy, der wie Volland in Hannover wegen der 5. Gelben Karte fehlen wird, sein Visier beim direkten Freistoß etwas präziser eingestellt, wäre der Ball im Winkel und nicht Zentimeter neben dem Kreuzeck gelandet (84.).

Das war es dann aber mit der letzten Ausgleichschance. Auf der Gegenseite strich Lewandowskis Schrägschuss ebenfalls knapp vorbei (89.), ehe Beck den Ball in der Nachspielzeit nach Müllers Hereingabe mit dem Knie zum 0:2-Enstand ins eigene Netz bugsierte (90.+3). Für die Bayern war es im 14. Spiel gegen 1899 der 10. Sieg bei vier Unentschieden.

Spieler des Spiels

Sebastian Rode Mittelfeld

1,5
Spielnote

Eine über weite Strecken tempoarme Partie, weil sich die TSG unerwartet tief zurückfallen ließ und Bayern kräfteschonend agierte.

3
Tore und Karten

0:1 Rode (38', Rechtsschuss, Lewandowski)

0:2 Beck (90' +3, Eigentor, Linksschuss, T. Müller)

Hoffenheim

Baumann 2,5 - Beck 4,5 , Strobl 3,5, Bicakcic 2,5, Toljan 4,5 - Schwegler 4, Rudy 3,5 , Polanski 3 , Volland 2,5 , Roberto Firmino 4 - Modeste 4,5

Bayern

Neuer 2,5 - Rafinha 3,5 , Dante 4,5 , Badstuber 4 - Weiser 3, Gaudino 4 , Rode 1,5 , Juan Bernat 3 , T. Müller 2,5 , M. Götze 3,5 - Lewandowski 2,5

Schiedsrichter-Team

Tobias Stieler Hamburg

5
Spielinfo

Stadion

Wirsol Rhein-Neckar-Arena

Zuschauer

30.150 (ausverkauft)

Hoffenheim empfängt nächsten Samstag Hannover 96 (15.30 Uhr). Am selben Tag empfängt der FC Bayern, der am Dienstag (22. April, 20.45 Uhr) das Champions-League-Rückspiel gegen den FC Porto vor der Brust hat, im Abendspiel Hertha BSC (18.30 Uhr).

Bilder zur Partie TSG Hoffenheim - Bayern München