Bundesliga 2014/15, 29. Spieltag
15:36 - 7. Spielminute

Gelbe Karte
Hummels
Dortmund

16:35 - 48. Spielminute

Tor 1:0
Mkhitaryan
Kopfball
Vorbereitung Aubameyang
Dortmund

16:42 - 55. Spielminute

Tor 2:0
Aubameyang
Rechtsschuss
Vorbereitung Ginter
Dortmund

16:43 - 56. Spielminute

Spielerwechsel (Paderborn)
Rupp
für Ouali
Paderborn

16:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Paderborn)
Vucinovic
für Lakic
Paderborn

17:01 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Kampl
für Blaszczykowski
Dortmund

17:07 - 80. Spielminute

Tor 3:0
Kagawa
Linksschuss
Vorbereitung Mkhitaryan
Dortmund

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Dudziak
für Schmelzer
Dortmund

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Paderborn)
Ziegler
für Hünemeier
Paderborn

17:12 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Immobile
für Aubameyang
Dortmund

BVB

SCP

Mkhitaryan, Aubameyang und Kagawa treffen

Klopps Abschiedstour: BVB entzaubert SCP

Elias Kachunga & Mats Hummels

Kopfballduell: Paderborns Elias Kachunga (l.) gegen Dortmunds Mats Hummels (r.). picture alliance

Paderborn mutig - Borussia mit Distanzschüssen

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nahm im ersten Spiel nach der Bekanntgabe seines Abschieds im Sommer zwei personelle Veränderungen in seiner Startelf vor. Im Vergleich zur 0:3-Niederlage in Mönchengladbach spielten Durm und Ginter für Kehl (Rippenbruch) und Subotic (Bandscheibe). Paderborns Coach André Breitenreiter sah hingegen keinen Grund für Veränderungen und vertraute auf dieselbe Elf vom 2:1-Erfolg gegen Augsburg .

Der SCP trat unbekümmert im mit 80.667 Zuschauern ausverkauftem Signal-Iduna-Park auf. Im 4-4-2-System sorgten zwei eng zusammenstehende Viererketten für wenig Räume vor dem eigenen Strafraum, gleichzeitig suchten die Ostwestfalen bei Ballbesitz durchaus auch selbst den Weg nach vorne und versteckte sich nicht. Vor allem die offensive Flügelzange mit Koc und Ouali schaltete sich immer wieder mit ein, um die Doppelspitze Kachunga/Lakic zu unterstützen. Die Borussia benötigte ein paar Minuten zum Auftauen, übernahm dann aber die Spielkontrolle und ließ das Spielgerät mit vielen Kurzpässen zirkulieren. Da gegen einen gut geordneten Defensivverbund aber kein Weg in den Sechzehner war, probierte es Schwarz-Gelb mit Distanzschüssen von Ginter (5.) und Gündogan (12.).

Dortmunds fünfminütige Drangphase

Der 29. Spieltag

Paderborns Taktik ging auch weiterhin voll auf. Immer wieder lief sich Dortmund schon vor dem Strafraum fest. Der BVB unterstützte sein Offensivspiel zwar mit den offensiven Außenverteidigern Durm und Schmelzer, die immer wieder mit anschoben, entwickelte daraus aber zu wenig Durchschlagskraft. Zudem fehlte es an Ideen im zentralen Mittelfeld, um den SCP erfolgreich auszuhebeln.

Nach viel Mittelfeldgeplänkel starteten die Schwarz-Gelben dann eine fünfminütige Drangphase: Zum Hauptdarsteller avancierte dabei Aubameyang mit gleich drei guten Möglichkeiten in einer Reihe (34., 35., 36.). Bei der letzten Chance scheiterte der flinke Angreifer mit einem Heber am glänzend reagierenden Kruse. Auch Mkhitaryan gab einen Warnschuss ab (37.). Danach bekamen die Nullsiebener das Geschehen wieder besser in den Griff und nahmen das 0:0 mit in die Halbzeitpause.

BVB: Mit Vollgas in die zweite Hälfte

Henrikh Mkhitaryan

Das 1:0: Dortmunds Henrikh Mkhitaryan (r.) köpft ein. Getty Images

Vor dem Wiederbeginn erwarteten die Dortmunder die Paderborner bereits auf dem Rasen. Ein Bild mit Symbolcharakter, denn der BVB startete mit viel Herz und Vollgasfußball in den zweiten Durchgang. Nur Sekunden nach Wiederanpfiff gab Mkhitaryan einen Flachschuss aus 17 Metern ab - Kruse parierte (46.). Kurz darauf wurde Aubameyang über den rechten Flügel geschickt und flankte aufs rechte Fünfmetereck, wo Mkhitaryan zum 1:0 einköpfte (48.). Der Bann war nun gebrochen. Während sich die Ordnung in Paderborns Defensive fast komplett auflöste, spielte sich die Borussia in einen Rausch: Ginter spitzelte den Ball in den Lauf von Aubameyang, der frei vor Kruse auftauchte und auf 2:0 erhöhte (55.).

Breitenreiter versuchte nun, mit einem Wechsel entgegenzuwirken und brachte Rupp (56.). Viel half diese Maßnahme aber nicht - Dortmund drückte weiter nach vorne: Blaszczykowski scheiterte nach sehenswertem Doppelpass mit Mkhitaryan an Kruse (59.), Ginters Schuss im Fallen nach Schmelzer-Flanke wurde gerade noch zur Ecke abgefälscht (59.) und nach der nächsten feinen Kombination drückte Aubameyang eine Durm-Flanke über die Linie. Der Treffer wurde aber wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht gegeben (69.).

Kagawa setzt den Schlusspunkt

Pierre-Emerick Aubameyang

Überschlag: Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang feiert seinen Treffer zum 2:0 mit einem Salto. Getty Images

In der Schlussphase schaltete die Borussia dann einen Gang zurück und verwaltete den Zwei-Tore-Vorsprung. Dabei ließ der BVB gekonnt Ball und Gegner laufen, der SCP kam folglich nicht mehr auf. Punktuell packte die Schwarz-Gelben dann aber doch noch der Spielwitz: Mkhitaryan hob die Kugel gefühlvoll aus dem linken Halbfeld in den Strafraum, wo Kagawa erst Hünemeier ins Leere rutschen ließ und dann eiskalt zum 3:0-Endstand einschob.

Spieler des Spiels

Henrikh Mkhitaryan Mittelfeld

2
Spielnote

Die temporeiche zweite Hälfte entschädigte für die vielen Längen im ersten Durchgang.

3
Tore und Karten

1:0 Mkhitaryan (48', Kopfball, Aubameyang)

2:0 Aubameyang (55', Rechtsschuss, Ginter)

3:0 Kagawa (80', Linksschuss, Mkhitaryan)

Dortmund

Weidenfeller 3 - Durm 3, Sokratis 3, Hummels 3 , Schmelzer 2,5 - Ginter 2,5, Gündogan 3,5, Blaszczykowski 4 , Kagawa 3 , Mkhitaryan 2 - Aubameyang 2,5

Paderborn

Kruse 2 - Heinloth 4,5, Rafa Lopez 4, Hünemeier 2,5 , Hartherz 4,5 - Bakalorz 4, Vrancic 5, Koc 4, Ouali 5 - Kachunga 4,5, Lakic 5

Schiedsrichter-Team

Dr. Felix Brych München

4
Spielinfo

Stadion

Signal-Iduna-Park

Zuschauer

80.667 (ausverkauft)

Dortmund empfängt nächste Woche am Samstag Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr). Tags darauf (15.30 Uhr) genießt Paderborn Heimrecht gegen Werder Bremen.

Bilder zur Partie Borussia Dortmund - SC Paderborn 07