Bundesliga 2014/15, 28. Spieltag
15:31 - 1. Spielminute

Tor 1:0
Wendt
Linksschuss
Vorbereitung Johnson
Gladbach

15:42 - 12. Spielminute

Gelbe Karte
Brouwers
Gladbach

16:02 - 32. Spielminute

Tor 2:0
Raffael
Linksschuss
Vorbereitung Herrmann
Gladbach

16:49 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Ramos
für Kagawa
Dortmund

16:53 - 67. Spielminute

Tor 3:0
Nordtveit
Rechtsschuss
Gladbach

16:57 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Dudziak
für Schmelzer
Dortmund

17:04 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
T. Hazard
für Johnson
Gladbach

17:03 - 77. Spielminute

Tor 3:1
Gündogan
Linksschuss
Vorbereitung Dudziak
Dortmund

17:03 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Immobile
für Aubameyang
Dortmund

17:16 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Hahn
für Raffael
Gladbach

17:20 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Dahoud
für Herrmann
Gladbach

BMG

BVB

Favre-Elf untermauert direkte Champions-League-Ansprüche

Herrmann entwischt Hummels & Co. zweimal

Xhaka, Nordtveit, Wendt, Johnson und Raffael

Umjubelter Gladbacher Führungstorschütze: Oscar Wendt (#17). Getty Images

Gladbachs Trainer Lucien Favre tauschte gegenüber der 4:5-Pleite im Elfmeterschießen gegen Arminia Bielefeld im DFB-Pokal-Viertelfinale dreimal Personal aus: Für Kramer (Gelbsperre), Hazard und Hahn standen Nordtveit, Johnson und Raffael von Beginn an auf dem Rasen.

Auch Dortmunds Coach Jürgen Klopp hatte nach dem 3:2-Erfolg nach Verlängerung im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen die TSG Hoffenheim drei Neue an Bord: Für Langerak, Durm und Bender liefen Weidenfeller, Hummels und Kehl auf.

Die Fans im ausverkauften Borussia-Park erlebten einen Blitzstart der Heimelf: Raffael spielte Doppelpass mit Herrmann, der an den Fünfer zurücklegte auf Johnson. Weidenfeller parierte famos mit dem Fuß, aus dem Hintergrund rauschte Wendt heran und jagte die Kugel flach aus elf Metern ins Netz - nach 29 Sekunden stand es 1:0!

Der BVB reagierte sofort, drückte den Kontrahenten in die Defensive. Immer wieder war es Schmelzer, der links anschob, ließ es allein an der Präzision seiner Hereingaben fehlen. Ein Hummels-Kopfball (5.) und ein Mkhitaryan-Flachschuss (15.) war die nicht zählbare Ausbeute aus viel Offensiv-Eifer der Klopp-Elf in der Anfangsviertelstunde.

Es war ein schnelles Spiel zweier technisch starker Teams. Die Westfalen blieben am Drücker, defensiv gut geordnete Gastgeber lauerten auf Konter. Entlastung blieb zwar zunächst ein Fremdwort für den VfL, der sich aber defensiv keine Blöße gab - den Gästen fehlte es in letzter Instanz am Überraschungsmoment und der Präzision gegen die aufmerksame Gladbacher Deckung, Sommer blieb nahezu beschäftigungslos.

BVB-Abwehrspieler hecheln Herrmann hinterher

Chancen blieben so längere Zeit Fehlanzeige, ehe sich die Fohlenelf einmal konstruktiv befreite: Kruse sicherte den Ball in der eigenen Hälfte, Herrmann übernahm. Und wie! Der Flügelflitzer setzte zum fulminanten Solo an, ließ vier Gegenspieler stehen und strebte frei auf das Tor von Weidenfeller zu. Uneigennützig passte er am Keeper vorbei nach links, wo Raffael das Leder nur noch ins leere Tor einschieben musste (32.).

Ende des ersten Durchgangs befreite sich der Tabellendritte vom Druck des Gegners und zeigte teils brilliante Angriffszüge. Herrmanns Knaller mit seinem schwächeren linken Fuß war der letzte Aufreger vor dem Kabinengang (43.).

Der 28. Spieltag

Herrmann war es auch, der die erste gute Gelegenheit nach Wiederanpfiff hatte. Weidenfeller parierte gegen den halbrechts freigespielten Angreifer (49.). Doch auch die Schwarz-Gelben, bei denen Klopp alsbald auf eine Dreierkette mit Subotic, Hummels und Sokratis umstellte, meldeten sich an: Erst traf Kagawa freistehend nach Schmelzer-Flanke den Ball am zweiten Pfosten nicht (50.), dann fand sich nach Blaszczykowskis klugem Diagonalpass an den Fünfer kein Abnehmer (52.).

Nordtveit steht goldrichtig

Ehe Klopp mit Ramos für Kagawa für neuen Offensiv-Elan sorgen wollte, musste der BVB kräftig durchatmen, als Wendt, von Raffael freigespielt, aus aussichtsreicher Position verzog (62.). Die Vorentscheidung aber sollte nur fünf Minuten später fallen: Kruses Ecke erwischte Sokratis unzureichend per Kopf, der Ball prallte von Ramos zu Nordtveit, der aus vier Metern am zweiten Pfosten ins kurze Eck einschoss (67.).

Xhakas Flachschuss zischte denkbar knapp vorbei (72.), dann ersetzte Dudziak bei den Gästen Schmelzer (70.). Und der 19-Jährige fungierte bald als Vorbereiter für das 3:1, als er Gündogan den Ball auflegte und der Nationalspieler aus 13 Metern ins kurze Eck traf (77.).

Mehr aber gelang den Westfalen - in der Endphase mit Immobile an Stelle von Aubameyang - nicht mehr. Die Favre-Schützlinge schaukelten den Sieg über die Zeit und wehrten damit den Ansturm von Leverkusen (3:2 in Mainz) auf Platz drei ab. Dortmund bleibt zunächst im Mittelfeld stecken.

Spieler des Spiels

Patrick Herrmann Sturm

1
Spielnote

Gladbach setzte mit exzellentem Konterfußball die spielerischen Höhepunkte, während Dortmund zu wenig Esprit und Biss an den Tag legte.

2,5
Tore und Karten

1:0 Wendt (1', Linksschuss, Johnson)

2:0 Raffael (32', Linksschuss, Herrmann)

3:0 Nordtveit (67', Rechtsschuss)

3:1 Gündogan (77', Linksschuss, Dudziak)

Gladbach

Sommer 3 - Jantschke 3, Brouwers 3 , Alvaro Dominguez 3, Wendt 2 - Nordtveit 2,5 , G. Xhaka 2, Herrmann 1 , Johnson 3 - Raffael 2 , Kruse 2

Dortmund

Weidenfeller 2,5 - Sokratis 4, Subotic 4, Hummels 5, Schmelzer 2 - Kehl 4,5, Gündogan 5 , Blaszczykowski 3,5, Kagawa 5 , Mkhitaryan 4 - Aubameyang 5

Schiedsrichter-Team

Manuel Gräfe Berlin

2
Spielinfo

Stadion

Borussia-Park

Zuschauer

54.010 (ausverkauft)

Borussia Mönchengladbach ist am Freitag (20.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt zu Gast. Dortmund empfängt am Samstag (15.30 Uhr) den SC Paderborn.

Bilder zur Partie Bor. Mönchengladbach - Borussia Dortmund