Bundesliga 2014/15, 25. Spieltag
15:47 - 18. Spielminute

Gelbe Karte
Torrejon
Freiburg

15:48 - 19. Spielminute

Tor 1:0
De Bruyne
Rechtsschuss
Vorbereitung R. Rodriguez
Wolfsburg

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Höhn
für Torrejon
Freiburg

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Höfler
für Darida
Freiburg

17:05 - 78. Spielminute

Tor 2:0
R. Rodriguez
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung De Bruyne
Wolfsburg

17:05 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Bendtner
für Dost
Wolfsburg

17:06 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Arnold
für Vieirinha
Wolfsburg

17:09 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Schahin
für Klaus
Freiburg

17:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Schürrle
für Caligiuri
Wolfsburg

17:11 - 85. Spielminute

Tor 3:0
Arnold
Linksschuss
Vorbereitung De Bruyne
Wolfsburg

WOB

SCF

Heckings tolle Bilanz gegen den SC hat Bestand

De Bruyne: Vollstrecker und Vorbereiter

Streicheleinheiten: Caligiuri (li.) täschtelt De Bruyne nach dessen Torerfolg.

Streicheleinheiten: Caligiuri (li.) täschtelt De Bruyne nach dessen Torerfolg. Getty Images

Hecking stellte nach dem 3:1-Heimsieg gegen Inter Mailand im Hinspiel des Europa-League-Achtelfinales auf zwei Positionen um. Im Abwehrzentrum ersetzte Klose, der das "vollste Vertrauen" seines Trainers genießt, den Gelb-gesperrten Naldo, während Träsch den Vorzug vor Schürrle (Bank) erhielt. Träsch gab den Rechtsverteidiger, Vieirinha und Caligiuri besetzten die offensiven Außenbahnen.

Zahlreiche Umstellungen gab es auch auf der Gegenseite: So tauschte Freiburgs Coach Christian Streich im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen Werder Bremen seine komplette Innenverteidigung aus: Torrejon (nach Rot-Sperre) sowie Mitrovic verdrängten Höhn und Krmas auf die Bank. Ferner ersetzte Riether, der rechts hinten zum Zug kam, den Gelb-gesperrten Schuster - Sorg rückte auf die Doppel-Sechs -, während vorne Frantz anstelle von Philipp für mehr Durchschlagskraft sorgen sollte.

Der 25. Spieltag

Zurückhaltung war das Stichwort in der Anfangsphase in der Volkswagen-Arena. Während die Wolfsburger sich zunächst noch orientieren und quasi in die Partie hineintasten wollten, verlegten sich die Freiburger auf eine defensive Grundhaltung und versuchten ihr Glück über Konter. Daraus wurde aber nichts, denn der Sportclub - in puncto Ballbesitz den Niedersachsen in der ersten Viertelstunde durchaus ebenbürtig - kam nicht zu Abschlüssen, ganz im Gegensatz zu den "Wölfen", die zielstrebiger agierten und immer wieder über die Flügel für Wirbel sorgten.

Dennoch war ein kapitaler Fehler für das erste Tor des Spiels nötig: De Bruyne schnappte sich nach Torrejons bitterbösem Fehler das Leder, spurtete in den Sechzehner und netzte mit einem kernigen Schuss in die Maschen zum 1:0 ein (19.). Bemerkenswert: Der belgische Edeltechniker war damit an 35 Toren in den letzten 37 Pflichtspielen des Tabellenzweiten direkt beteiligt. Außerdem war es das 26. Heimspiel in Folge, in dem die Niedersachsen ein Tor erzielt haben - auch keine schlechte Bilanz.

Die Führung war durchaus verdient, da der VfL agiler und strukturierter auftrat, folglich die bessere Mannschaft war. Die Niedersachsen verpassten es aber, die Weichen frühzeitig auf Sieg zu stellen: Rodriguez per Freistoß (25.), De Bruyne (30.) und Dost (36.) konnten SC-Schlussmann Bürki nicht bezwingen.

Voller Einsatz: Wolfsburgs Caligiuri im Zweikampf mit Torrejon (li.) und Sorg.

Voller Einsatz: Wolfsburgs Caligiuri im Zweikampf mit Torrejon (li.) und Sorg. Getty Images

Das hätte sich beinahe gerächt, denn auf einmal sendeten die Breisgauer Lebenszeichen! Zuerst prüfte Günter VfL-Schlussmann Benaglio mit einem saftigen Fernschuss (37.), dann verpasste Frantz bei der anschließenden Ecke den Ball am rechten Pfosten nur um Haaresbreite (38.).

Während Hecking seine Elf zu Beginn des zweiten Durchgangs unverändert ließ, brachte Streich gleich zwei Neue: Höfler kam für Darida und sollte im Mittelfeld für frische Impulse sorgen, während Höhn anstelle des unglücklichen Torrejon im Abwehrzentrum Stellung bezog. Der Auftakt in Hälfte zwei war dann auch recht flott: Vieirinha (48.) und Rodriguez (51.) und Knoche (55.) setzten auf VfL-Seite die Akzente, auf der Gegenseite ließ Klaus eine im Ansatz vielversprechende Möglichkeit ungenutzt (48.).

Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie aber immer fahriger und langweiliger. Die Erklärung dafür war schnell gefunden: Wolfsburg machte nicht mehr als nötig, um die bemühten, aber weitgehend harmlosen Freiburger in Schach zu halten. Der Sportclub zeigte sich obendrein hinten viel stabiler, sodass die Begegnung lange Zeit ziemlich ereignislos vor sich hinplätscherte.

Die Vorentscheidung fiel schließlich in der 78. Minute: Bürki hatte De Bruyne im eigenen Sechzehner gelegt und so einen Elfmeter verursacht, Rodriguez ließ sich das Angebot nicht entgehen und stellte mit einem sicher verwandelten Strafstoß ins rechte Eck auf 2:0. Doch damit nicht genug, denn kurz darauf legten die "Wölfe" noch einen drauf - und zwei Einwechselspieler spielten dabei eine große Rolle: Zuerst spielte Bendtner, der für Dost gekommen war, aus dem Stand einen tollen langen Ball in den Lauf von De Bruyne, der daraufhin den mitgelaufenen Arnold bediente, der nun anstelle von Vieirinha auf dem Platz war - 3:0-Endstand (85.).

Spieler des Spiels

Kevin De Bruyne Mittelfeld

1,5
Spielnote

Flottes Spiel mit vielen Chancen. Besondere Offensivfreude ging von den Wolfsburgern aus.

2,5
Tore und Karten

1:0 De Bruyne (19', Rechtsschuss, R. Rodriguez)

2:0 R. Rodriguez (78', Foulelfmeter, Linksschuss, De Bruyne)

3:0 Arnold (85', Linksschuss, De Bruyne)

Wolfsburg

Benaglio 2,5 - Träsch 3, Knoche 3, Klose 3, R. Rodriguez 2,5 - Guilavogui 2,5, Luiz Gustavo 2,5, Vieirinha 2,5 , De Bruyne 1,5 , Caligiuri 3 - Dost 3,5

Freiburg

Bürki 4 - Riether 5, Torrejon 5 , S. Mitrovic 4,5, Günter 4,5 - Darida 4,5 , Sorg 4,5, Klaus 4 , Schmid 4,5 - Frantz 5, Mehmedi 5

Schiedsrichter-Team

Sascha Stegemann Niederkassel

2
Spielinfo

Stadion

Volkswagen-Arena

Zuschauer

26.538

Für den VfL Wolfsburg geht es bereits am Donnerstag (21.05 Uhr) im Europa-League-Rückspiel bei Inter Mailand um den Einzug ins Viertelfinale. In der Bundesliga gastieren die Wolfsburger am Sonntag darauf (15.30 Uhr) beim 1. FSV Mainz 05. Der SC Freiburg ist bereits einen Tag zuvor (15.30 Uhr) vor heimischer Kulisse gegen den FC Augsburg im Einsatz.

Bilder zur Partie VfL Wolfsburg - SC Freiburg