Bundesliga 2014/15, 22. Spieltag
15:39 - 9. Spielminute

Gelbe Karte
Traoré
Gladbach

15:56 - 25. Spielminute

Spielerwechsel
Rudnevs
für Olic
HSV

16:10 - 39. Spielminute

Gelbe Karte
Djourou
HSV

16:37 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
Kacar
HSV

16:49 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Raffael
für Traoré
Gladbach

17:01 - 73. Spielminute

Tor 1:0
Stieber
Linksschuss
Vorbereitung Rudnevs
HSV

17:04 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
T. Hazard
für Hahn
Gladbach

17:05 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Götz
für Gouaida
HSV

17:07 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Hrgota
für Kramer
Gladbach

17:13 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Westermann
für Kacar
HSV

17:03 - 90. + 3 Spielminute

Gelbe Karte
Jiracek
HSV

17:20 - 90. + 2 Spielminute

Tor 1:1
Hrgota
Kopfball
Vorbereitung Kruse
Gladbach

17:18 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Kruse
Gladbach

17:18 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Jantschke
Gladbach

HSV

BMG

Olic verletzt - Kacar feiert Startelfdebüt

Hrgota verhindert Hamburgs volle Rehabilitation

Sie lieferten sich intensive Duelle: Hamburgs Slobodan Rajkovic und Max Kruse (re.).

Sie lieferten sich intensive Duelle: Hamburgs Slobodan Rajkovic und Max Kruse (re.). Getty Images

HSV-Trainer Joe Zinnbauer reagierte auf die 0:8-Klatsche bei den Bayern mit sieben Wechseln: Diekmeier, Rajkovic, Ostrzolek, Jiracek, Nicolai Müller, Gouaida und Kacar, der sein Startelf-Debüt in der laufenden Saison gab, spielten für Diaz (Innenbandanriss im Knie), Jansen (Muskelfaserriss), Götz, Westermann, Marcos, van der Vaart und Rudnevs.

Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre warf nach dem 0:1 in der Europa League beim FC Sevilla ebenfalls die Rotationsmaschine an brachte sechs Neue: Korb, Nordtveit, Hahn, Traoré, Herrmann und Kruse erhielten den Vorzug vor Alvaro Dominguez (Prellung), Xhaka (Gelb-Sperre), Hazard, Johnson, Raffael sowie Hrgota.

Der 22. Spieltag

Die herbe Klatsche von München steckte wohl auch den runderneuerten Hamburgern offenbar noch in den Köpfen, anders war die anfängliche Verunsicherung der Gastgeber nicht zu erklären. Der HSV agierte zu Beginn sehr verhalten, war zu passiv und erlaubte sich ungewöhnlich viele leichte Ballverluste. Ganz anders die Gladbacher, die einen fulminanten Start hinlegten und in der fünften Minute binnen weniger Sekunden gleich zwei dicke Chancen hatten: Kruse schoss drüber, Herrmann traf den rechten Pfosten.

Danach kehrte allerdings Ruhe ins weite Rund ein. Das lag auch am HSV, der sich zunehmend besser darauf verstand, die Gladbacher Angriffe zu stoppen. Die Rothosen gewannen mehr Zweikämpfe, was ihnen zu mehr Selbstvertrauen verhalf. Pech hatte Olic, der wie schon in München frühzeitig mit Oberschenkelproblemen raus musste - diesmal hielt der laufstarke Kroate 25 Minuten durch, ehe er von Rudnevs ersetzt wurde.

Der Lette sorgte dann im Ansatz für erhöhtes Herzrasen bei der Gladbacher Anhängerschaft, als er zuerst Sommer bedrängte (27.) und kurz darauf von Korb gerade noch abgegrätscht wurde (33.). Die einzig wahre Gelegenheit der Norddeutschen vor der Pause resultierte aber aus einer Ecke heraus: Nach Stieber-Ecke beförderte Rajkovic den Ball per Schulter knapp neben das Tor (41.). Weil auf der Gegenseite aber auch die Fohlenelf keine weiteren Abschlüsse verbuchen konnte, blieb es schlussendlich beim 0:0 zur Pause.

Hamburgs fahrlässige Chancenverwertung wird quittiert

Rutschpartie: Gladbachs Patrick Herrmann und Johan Djourou (hinten).

Rutschpartie: Gladbachs Patrick Herrmann und Johan Djourou (hinten). picture alliance / Getty Images

Wer Hoffnungen auf eine Besserung nach dem Seitenwechsel gehegt hatte, der wurde zunächst bitter enttäuscht. Im zweiten Durchgang neutralisierten sich beide Mannschaften lange Zeit auf überschaubarem Niveau, sodass die Begegnung eine zähe Angelegenheit wurde. Letztlich sorgte eine Unachtsamkeit für die Hamburger Führung: Nordtveits zu ungenauen Pass fing Rajkovic aufmerksam ab und leitete den Konter mit einem Zuspiel auf Rudnevs ein. Dieser hatte das Auge für Stieber, der gekonnt aus 16 Metern ins lange Eck vollendete - 1:0 (73.).

Die Rheinländer standen auf einmal mit dem Rücken zur Wand, stemmten sich aber mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Favre reagierte prompt und brachte mit Hazard (77.) und Hrgota (79.) frische Angreifer. Gladbach hatte es fortan eilig, agierte aber gegen kompakte Hamburger zu hektisch und konnte auch noch von Glück reden, dass die Hanseaten teils erstklassige Konter ungenutzt ließen (Stieber, 85., Rudnevs, 87., Müller, 89.). Die Quittung dafür gab es in der Nachspielzeit: Nachdem Kruse zunächst noch selbst an Drobny gescheitert war (90.+1), brachte er eine Ecke von rechts gefährlich nach innen zu Hrgota, der sich bedankte und quasi mit dem Schlusspfiff doch noch den 1:1-Endstand markierte (90.+2).

Während die Gladbacher Borussia bereits am kommenden Donnerstag im Rückspiel der Europa-League-Zwischenrunde gegen den FC Sevilla (LIVE! ab 19 Uhr auf kicker.de) gefordert ist, können sich die Hamburger bis Samstag ausruhen, ehe es im Topspiel des 23. Spieltags bei der Frankfurter Eintracht wieder um Punkte gegen den Abstieg geht. Die Borussen steigen tags darauf gegen den SC Paderborn (15.30 Uhr) wieder in den Bundesliga-Ring.

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Bilder zur Partie Hamburger SV - Bor. Mönchengladbach