Bundesliga 2014/15, 19. Spieltag
20:25 - 26. Spielminute

Tor 1:0
Briand
Rechtsschuss
Hannover

21:10 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Sané
Hannover

21:20 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Castillo
für Allagui
Mainz

21:20 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Soto
für Clemens
Mainz

21:29 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Bittencourt
für Briand
Hannover

21:34 - 77. Spielminute

Tor 1:1
Soto
Linksschuss
Vorbereitung Brosinski
Mainz

21:42 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Sobiech
für Kiyotake
Hannover

21:45 - 88. Spielminute

Gelbe Karte
Jara
Mainz

21:46 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Mainz)
Bungert
für Malli
Mainz

21:47 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Hirsch
für Schmiedebach
Hannover

H96

M05

Castillo feiert sein Debüt im Mainzer Trikot

Hjulmand wechselt mit Soto das verdiente 1:1 ein

Kasper Hjulmand

Konnte mit dem fehlerbehafteten Spiel seiner Mainzer zur Pause nicht zufrieden sein: Trainer Kasper Hjulmand. Getty Images

Hannovers Coach Tayfun Korkut reagierte auf das knappe 0:1 beim FC Schalke , bei dem sein Team ordentlich mitgehalten und Gelegenheiten erspielt hatte, mit zwei personellen Veränderungen: Sané und Kiyotake starteten anstelle von Hirsch und Bittencourt (beide auf der Bank). Letzterer hatte im Vorfeld außerdem noch den fehlenden Schlüssel im Spiel der 96er benannt: "Den Killerinstinkt müssen wir schnell reinkriegen." Korkut dagegen empfindet in aller erster Linie: "Wichtig ist, dass wir uns überhaupt Chancen erspielen." Auf der Bank der Niedersachsen war außerdem noch Neuzugang Joao Pereira zugegen, über den sein Coach sagt: "Pereira hat einen unbändigen Willen."

Kasper Hjulmand, der Trainer des 1. FSV Mainz 05, beließ es fast bei seiner eindrucksvoll auftretenden Startelf beim klaren 5:0 über den SC Paderborn : Lediglich Allagui rückte für Okazaki (Oberschenkelprobleme noch vom Asien-Cup) herein.

Stindl scheitert an Karius

Die überragenden Akteure bei der Mainzer Gala vor eigenem Publikum am Samstag: Spielmacher Malli (Doppelpack und eine Vorlage) und Flügelangreifer de Blasis (zwei Assists und ein Tor). Klar, dass das gesamte mitgereiste FSV-Lager wieder auf diese beiden Spieler hoffte. Doch zunächst mussten alle Mainzer erkennen, dass die Hausherren ordentlich Druck aufbauten: Stindl, Briand & Co. gingen relativ hoch ins Offensivpressing. Die erste große Doppelchance folgte prompt: Stindl war nach einem Schnittstellenzuspiel frei durch, eilte auf Torwart Karius zu. Der Keeper aber ging aus diesem Duell nach dem zu zentralen Flachschuss als Sieger hervor. Kurz darauf schlug Kiyotake noch eine Flanke, die Joselu beinahe aufs Tor brachte (5.).

Briand hat den Dreh raus

Jimmy Briand (links)

Fingerzeig: Jimmy Briand feiert noch auf dem Rückweg seinen sehenswerten Treffer. Getty Images

Zwar gingen in der Folge auch die Mainzer ins Pressing, doch ließ sich 96 davon nicht beeindrucken. Viele Kurzpässe der Gastgeber wurden sicher gespielt - und wenn benötigt, dann wurde auch der weite Schlag nicht gescheut. Weil Stindl und Joselu Abseitstore markierten, die zu Recht vom Schiedsrichtergespann geahndet wurden, tat sich alles in allem der Eindruck auf, ein Tor wäre allmählich verdient. Die Niedersachsen wirkten kurzum gefälliger und spielfreudiger. Die hochverdiente Belohnung folgte schließlich auch: Nach einer Ecke faustete Keeper Karius in den Rückraum, wo Briand mutterseelenallein stand und das Leder direkt und sehenswert an den Gegenspielern vorbei rechts ins untere Ecke drehte - 1:0 (26.). Neben dem kleinen Torwartfehler hätte auch ein FSV-Spieler auf der Torlinie neben dem Pfosten einfach dieses Gegentor verhindern können - doch postierte sich dort keiner.

Bis zur Pause verflachte das Geschehen dann sichtlich, wenngleich gesagt werden muss, dass Hannover etwas Tempo herausnahm und sich mit dem 1:0 zufrieden gab. Die Nullfünfer versuchten es zwar einige Male noch mit Vorstößen, doch gelang dies nur einmal richtig: De Blasis rutschte nach einem Flachpass von der rechten Seite in den Ball, drückte diesen knapp am rechten Pfosten vorbei (32.). Ansonsten verzogen Brosinski, Clemens und Geis mit eher verzweifelten Distanzschüssen, die allesamt nicht der Rede wert waren. Die Führung ging demnach absolut in Ordnung.

Der 19. Spieltag

Geis-Hammer und Geis-Knaller

Die Hypothek, mit der Mainz in den zweiten Durchgang startete: Von 228 bis dato gespielten Pässen kamen 64 nicht an. Änderung beziehungsweise Besserung? Anfänglich noch nicht in Sicht. Denn sowohl Hannover als auch Mainz stritten sich zunächst vornehmlich im Mittelfeld um den Ball. Die Folge: zähes Ringen, Fouls und weitere Fehlpässe. Erst Geis sorgte für die ersten Highlights: Zunächst hämmerte der ohnehin immer schussfreudige und -starke Ex-Fürther einen Freistoß aus rund 25 Metern an den linken Pfosten (54.), ehe der Mittelfeldmann aus dem Spiel heraus draufknallte und Zieler prüfte (55.). Außerdem nutzte Malli wenig später beinahe ein unentschlossenes Herauskommen von Zieler aus, spitzelte das Leder allerdings ins Toraus (59.).

Johannes Geis

Edler Fuß: Johannes Geis dreht einen Freistoß an den linken Pfosten. Getty Images

Waren dies die drei Weckrufe für die Rheinhessen? Zunächst nicht, denn Joselu spielte nach einem schnellen Konter stark Briand an der Fünfmeterraumkante an, der allerdings aus der Drehung nicht genügend Druck hinter den Ball bringen konnte (62.). Eine Minute später brachte FSV-Trainer Hjulmand zum ersten Mal seinen Sturmneuzugang Castillo (FC Brügge) für den glücklosen Allagui.

Mainzer Druck wird von Joker Soto belohnt

Der FSV drückte nun, hatte Lunte gerochen. Soto und Geis probierten sich zunächst mit ordentlichen Distanzschüssen (67. und 70.), ehe sich de Blasis bis in den Strafraum tankte und wuchtig abfeuerte. Zieler riss allerdings noch die Hände hoch (72.). Zieler war es auch, der nach einem punktgenauen Pass von Geis aus der Abwehrzentrale heraus in den Lauf von Brosinski den folgenden Abschluss mit dem rechten Bein entschärfte. Allein es half Hannover nichts, da Joker Soto direkt danach humorlos abstaubte - das mittlerweile verdiente 1:1 (77.).

In den letzten Minuten begnügten sich die Mainzer dann mit dem 1:1, bauten einen massiven Abwehrriegel auf. Das rief Hannover wiederum auf den Plan - und wie: Joker Sobiech (kam für Kiyotake in der 84. Minute) stand nach einer tollen Stindl-Flanke komplett frei am Fünfmeterraum, köpfte jedoch direkt in die Arme von Karius, der das Leder auf der Linie sicherte (86.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit erhoffte sich die Korkut-Elf außerdem noch einen durchaus vertretbaren Elfmeter, da Baumgartlinger im Strafraum die Hand zur Hilfe nahm. Doch allen Diskussionen zum Trotz, Schiedsrichter Kinhöfer entschied schon vorher auf Stürmerfoul von Sobiech an Geis (90.+2). So blieb es beim insgesamt verdienten 1:1.

Spieler des Spiels

Johannes Geis Mittelfeld

2,5
Spielnote

Fußballerisch eher dürftig und in weiten Teilen kein hoher Unterhaltungswert.

4
Tore und Karten

1:0 Briand (26', Rechtsschuss)

1:1 Soto (77', Linksschuss, Brosinski)

Hannover

Zieler 3 - H. Sakai 3,5, Marcelo 4, C. Schulz 3,5, Albornoz 4 - Schmiedebach 3 , Sané 3,5 , Briand 3,5 , Stindl 4, Kiyotake 4,5 - Joselu 4,5

Mainz

Karius 3,5 - Brosinski 3,5, Bell 4, Jara 3,5 , Bengtsson 3,5 - Geis 2,5, Baumgartlinger 3, De Blasis 3, Clemens 4,5 , Malli 3,5 - Allagui 5

Schiedsrichter-Team

Thorsten Kinhöfer Herne

1,5
Spielinfo

Stadion

HDI Arena

Zuschauer

30.500

Hannover 96 reist am Samstag zum Abendspiel (18.30 Uhr) zum Hamburger SV, um 15.30 Uhr erwartet der 1. FSV Mainz 05 in der heimischen Coface-Arena den Besuch von Hertha BSC.

Bilder zur Partie Hannover 96 - 1. FSV Mainz 05