Bundesliga 2014/15, 18. Spieltag
15:31 - 1. Spielminute

Tor 0:1
Russ
Rechtsschuss
Vorbereitung M. Stendera
Frankfurt

16:15 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Anderson
Frankfurt

16:14 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Trapp
Frankfurt

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Sorg
für Riether
Freiburg

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Petersen
für Schuster
Freiburg

16:40 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
Chandler
Frankfurt

16:44 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Mehmedi
Freiburg

16:48 - 62. Spielminute

Tor 1:1
Darida
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Günter
Freiburg

16:49 - 62. Spielminute

Gelbe Karte
Günter
Freiburg

16:50 - 64. Spielminute

Tor 2:1
Petersen
Linksschuss
Vorbereitung Klaus
Freiburg

16:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Philipp
für Mehmedi
Freiburg

16:56 - 70. Spielminute

Tor 3:1
Petersen
Kopfball
Vorbereitung Frantz
Freiburg

16:59 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
Philipp
Freiburg

17:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Kittel
für Aigner
Frankfurt

17:02 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Piazon
für Inui
Frankfurt

17:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Madlung
für Hasebe
Frankfurt

17:14 - 88. Spielminute

Tor 4:1
Petersen
Rechtsschuss
Vorbereitung Schmid
Freiburg

SCF

SGE

Eintracht Frankfurt schenkt frühe Führung her

Hattrick! Petersen feiert Traum-Debüt

Gut gemacht: Die Frankfurter loben ihren Torschütze Marco Russ (ganz rechts).

Gut gemacht: Die Frankfurter loben ihren Torschütze Marco Russ (ganz rechts). Picture Alliance

Der SC Freiburg startete als Tabellenletzter in die Rückrunde. Vor allem die Offensive hatte dem Sportclub Probleme bereitet, nur 17 Tore standen nach 17 Spielen zu Buche. Zu wenig für die Bundesliga. Deshalb besserten die Verantwortlichen nach, verpflichteten Petersen (Leihe, Bremen) und den Youngster Möller Daehli von Cardiff City. Beide ließ Trainer Christian Streich zunächst aber auf der Bank.

Frankfurts Coach Thomas Schaaf musste ohne Zugänge auskommen. Doch angesichts einer starken Hinserie und Top-Torschütze Meier (13 Treffer) in den eigenen Reihen sollte das kein Nachteil sein. Der abwanderungswillige Kadlec aber stand nicht im Kader. Personell kehrte Keeper Trapp zwischen die Pfosten zurück. Für Zambrano hingegen reichte es nicht für ein Comeback nach seinem Außenbandriss im Knie, der Innenverteidiger saß nur auf der Bank. Russ ersetzte ihn - und das sollte sich lohnen.

Der 18. Spieltag

Blitztstart der SGE

Genau 46 Sekunden nämlich dauerte es, ehe Russ gebraucht wurde. Stendera flankte einen ruhenden Ball aus halbrechter Position Richtung linken Pfosten. Dort enteilte der aufgerückte Abwehrmann seinem Gegenspieler Höhn und drückte die Kugel in die Maschen - 1:0. Erstmals in der Bundesliga-Geschichte kassierte Freiburg ein Gegentor in der ersten Minute. Schlechter hätte der Tabellenletzte nicht in die Rückrunde starten können.

Die Hausherren waren in der Folge dementsprechend verunsichert, auch weil die Eintracht früh in der gegnerischen Hälfte störte. Als wäre das nicht genug, machte die Schaaf-Elf auch vorne weiter Druck. Meiers Kopfball war allerdings kein Problem für Bürki, Inui zielte zwei Meter daneben (10., 14.).

Nach 20 Minuten fassten die Schützlinge von Christian Streich neuen Mut. Frantz zwang Trapp erstmals zu einer Glanzparade (18.). Im direkten Gegenzug rettete Bürki stark gegen einen Distanzschuss von Seferovic (19.). Anschließend ließen die Gäste den Freiburgern zwar zunehmend Raum zum Spielen, doch das hieß nicht, dass die Hausherren damit etwas anzufangen wussten. Es offenbarte sich das Dauerproblem der Hinserie: Der SCF fand in der Offensive einfach kein Mittel, um Trapp nochmal in Bedrängnis zu bringen.

Bürki hebt zur rechten Zeit das Bein

Kurz vor dem Pausenpfiff hatten hingegen die Hessen doch noch einmal eine Möglichkeit zum 2:0: Inui spielte einen klasse Pass in die Gasse. Dort tauchte Seferovic vor Bürki auf, zog aus spitzem Winkel von links ab. Der SCF-Schlussmann blieb aber lange stehen und klärte mit dem rechten Bein.

Nils Petersen (re.)

Wahnsinns-Auftakt: Nils Petersen (re.) dreht für seinen neuen Arbeitgeber im ersten Einsatz das Spiel. imago

Den zweiten Durchgang begann Freiburg mit einem Doppelwechsel: Sorg ersetzte Riether auf der rechten Außenbahn, um Inui besser in den Griff zu bekommen. Außerdem lief Zugang Petersen erstmals im SCF-Trikot auf. Zu Beginn zeigte die Maßnahme noch keine Wirkung, doch nach einer guten Viertelstunde drehten die Hausherren auf.

Aigner räumte Günter im Strafraum ab, Schiedsrichter Felix Zwayer zeigte zu Recht auf den Punkt. Eine Chance, die sich Darida nicht nehmen ließ - 1:1 (62.). Nur zwei Minuten später brannte erneut die Luft im SGE-Strafraum: Frankfurt war in der Abwehr völlig unsortiert, Klaus flankte halbhoch von rechts in den Sechzehnmeterraum, wo Petersen mit links aus 14 Metern einnetzte - der Sportclub hatte das Spiel gedreht.

Neuer Mann, neue Torgefahr

Die Gäste waren fortan völlig von der Rolle, während Freiburg verrückt spielte. Klaus und Darida hätten schon auf 3:1 stellen können (68., 69.), scheiterten aber beide. So war es wieder Petersen, der seinen neuen Arbeitgeber endgültig auf die Siegerstraße führte. Frantz ließ auf der linken Außenbahn drei Gegner stehen und flankte mustergültig zum Ex-Bremer. Der Zugang stand am Fünfmetereck frei und köpfte das Leder ins Netz.

Als wäre es damit nicht getan, legte Petersen in der Schlussphase sogar noch eins drauf. Während die Hessen vorne harmlos blieben, konterte Freiburg einfach weiter: Schmid setzte sich auf links durch, flankte ins Zentrum. Dort stand Petersen wieder frei, köpfte vom rechten Pfosten. Trapp rettete, doch der Angreifer staubte ab und versenkte das Leder zum dritten Mal an diesem Tag im Tor (88.). Dann endlich hatten die Breisgauer ihren Durst nach Treffern gestillt.

In der Bundesliga geht es nun Schlag auf Schlag. Bereits am Dienstag (20 Uhr) tritt der Sportclub bei Borussia Mönchengladbach an. Frankfurt empfängt zur gleichen Zeit die Bayern-Bezwinger aus Wolfsburg.

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Bilder zur Partie SC Freiburg - Eintracht Frankfurt