Bundesliga 2014/15, 16. Spieltag
20:43 - 42. Spielminute

Tor 0:1
Klein
Rechtsschuss
Vorbereitung Maxim
Stuttgart

20:46 - 45. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Gouaida
für Lasogga
HSV

21:10 - 53. Spielminute

Rote Karte
Niedermeier
Stuttgart

21:23 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Harnik
Stuttgart

21:23 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
van der Vaart
HSV

21:28 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Werner
für Maxim
Stuttgart

21:29 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Arslan
für Behrami
HSV

21:34 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Hlousek
Stuttgart

21:34 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Ginczek
für Harnik
Stuttgart

21:40 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Stieber
für Cleber
HSV

HSV

VFB

Niedermeier sieht Rot - "VdV" an die Latte und mit 5. Gelbe

Klein macht den einen rein

Cleber gegen Sven Ulreich

Hatte nicht sonderlich viel zu tun in Halbzeit eins: VfB-Keeper Sven Ulreich (hier gegen Cleber). Getty Images

HSV-Trainer Joe Zinnbauer beließ es nach dem torlosen Remis beim SC Freiburg bei derselben Startelf und Formation. Mentale Unterstützung gab es vom Ex-Hamburger Weltstar Ruud van Nistelrooy, der als Hospitant aufgrund seiner Trainerausbildung am Start war. Passenderweise ging es gegen Stuttgart, an die der Niederländer gute Erinnerungen hat. Gegen die Schwaben hatte van Nistelrooy im Februar 2010 eine erste Duftmarke in der Bundesliga hinterlassen. "Es waren meine ersten beiden Tore für den HSV", hatte er sich im Vorfeld erinnert. "Ich hoffe, dass wir auch heute gewinnen, ich fiebere natürlich mit."

Stuttgarts Übungsleiter Huub Stevens hatte mit solchen Themen nichts am Hut, vielmehr kümmerte ihn die Aufstellung. Diese wurde im Vergleich zum 1:1 beim FSV Mainz 05 auf zwei Positionen verändert: Harnik und Maxim begannen für Ginczek und Werner.

Wilde Anfangsphase mit Fehlern

Christian Gentner (rechts) und Florian Klein

Geht doch: VfB-Kapitän Christian Gentner bedankt sich beim Torschützen Florian Klein, der immerhin eine der vielen Chancen in Durchgang eins nutzte. Getty Images

Um die Offensivabteilungen auf beiden Seiten ging es auch direkt. Warum? Weil beide Abwehrreihen sich einige Fehler leisteten, die den Angriff in Szene setzten. Sakai fand nach einer Balleroberung Harnik, dessen Kopfball zu schwach war (3.). Der Österreicher verzog außerdem aus aussichtsreicher Lage nach einer komplett durch den Strafraum hüpfenden Ecke von Maxim (15.). Zudem setzte Klein anfangs einen Schuss aus 16 Metern vorbei (6.). Beim HSV generierten Rudnevs (9.) und van der Vaart mit einem starken Zuspiel auf Lasogga erste Gelegenheiten - in diesem Fall aber grätschte Sakai gut dazwischen, ehe Torwart Ulreich zupackte (12.).

Klein hat genug vom Chancen vergeben

In Minute 20 dann die unschönste Aktion des Abends: Van der Vaart rempelte abseits des Geschehens Niedermeier hart und vollkommen unnötig in den Rücken. Das Schiedsrichtergespann sah es nicht und ließ weiterlaufen. Fußball wurde schließlich auch wieder gespielt - und zwar nur noch vom VfB. Zunächst ging es über drei Spieler: Gentner passte flach nach links zum voraneilenden Hlousek, der nicht lange fackelte und flankte. Harnik kam im Zentrum in bester Lage zum Direktschuss - der geriet aber viel zu harmlos und flog in die offenen Arme von Torhüter Drobny (23.). In Minute 32 tauchte Harnik schließlich frei vor Drobny im Strafraum auf, verzog allerdings vollkommen anstatt in die Mitte zum freien Gentner zu legen. Und es ging weiter: Maxim fand mit einer präzisen Ecke von rechts Niedermeier. Dessen Kopfball sprang einmal auf und wäre in die lange Ecke geflogen, doch Holtby stand goldrichtig und bereinigte (36.).

Artjoms Rudnevs und Rafael van der Vaart

Während im Hintergrund Stuttgart das 1:0 feiert, blicken Artjoms Rudnevs und Rafael van der Vaart frustriert drein. Getty Images

Die Rothosen schwammen gewaltig in dieser Phase, wurden wegen vieler Fehlpässe außerdem mehr und mehr ausgepfiffen. Zunächst konnte ein dreimaliger VfB-Schuss von Harnik, Gentner und Maxim allerdings noch abgeblockt werden. Doch dann war es soweit - die stets auf Konter lauernde Schwaben belohnten sich für ihren deutlichen Mehraufwand im Angriff: Van der Vaart assistierte dabei zunächst mit einem wirklich fatalen Fehlpass zu Klein. Der Österreicher leitete ein und nahm auf rechts Harnik mit. Der passte nach innen, wo Behrami unglücklich für Maxim vorlegte. Der Rumäne hob den Kopf, passte wieder quer zum freien und cool einschiebenden Klein (42.). Zu allem Überfluss musste wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff noch der unauffällige Lasogga wegen leichten Oberschenkelproblemen vom Feld - Gouaida kam (45.).

Der 16. Spieltag

Hartes Rot für Niedermeier

Besserung im Spiel bei den Rothosen zu Beginn der zweiten 45 Minuten? Fehlanzeige! Das Spiel nach vorne blieb arg fehlerbehaftet, in der Defensive ließ man prompt eine Ecke von Maxim durchkommen. Drobny parierte ungünstig nach vorne, doch gerade so, dass Niedermeier und Harnik verpassten (48.).

Es entstand das Gefühl, dass die Hausherren etwas aus heiterem Himmel benötigten. Und das kam schließlich auch: Niedermeier zog nach einem hohen Ball, der von Baumgartl unglücklich verlängert worden war, den durchstartenden Rudnevs an der Schulter, der flugs kurz vor dem Strafraum fiel. Obwohl Sakai noch in unmittelbarer Nähe stand, zückte Schiedsrichter Dr. Felix Brych direkt Rot. Eine harte Entscheidung (53.). Pech für den HSV im Anschluss, denn Kapitän van der Vaart zirkelte den folgenden Freistoß minimal abgefälscht an die Querlatte (55.).

Auch zu zehnt hält die Abwehr

Georg Niedermeier sieht Rot.

Georg Niedermeier (nicht im Bild) sieht wegen einer Notbremse Rot. Getty Images

Danach aber war wieder Schluss mit Gelegenheiten: Die Schwaben verwalteten mit einem Mann weniger genauso solide wie zuvor, wenngleich der HSV sich vermehrt um den Strafraum aufstellte. Doch Ideen für tolle Pässe in die Endzone oder ähnliches waren nicht vorhanden. Ulreich hatte kaum etwas zu tun - lediglich bei einem Drehschuss von van der Vaart packte der Keeper zu (69.). Die Gäste dagegen hatten ein paar gute Kontergelegenheiten. Die beste: Gentner kam von links nach innen, chippte das Leder zu Joker Werner, der wuchtig aus kurzem Winkel abschloss. Drobny parierte am kurzen Pfosten (78.). Ein wenig turbulent wurden dann die letzten Minuten: Diekmeier durfte nach einem flach (!) ins linke Seitenaus geschlagenen Abstoß noch einmal flanken. Der Ball flog an die angelegte linke Hand von Oriol Romeu (90.+3).

Mit dem letztlich verdienten Dreier der Stuttgarter, die gerade in der ersten Halbzeit überzeugt hatten und schließlich lange zu zehnt ordentlich verteidigten, zog das Team von Trainer Stevens mit nun 16 Punkten mit dem HSV gleich. Die Bilanz unter dem "Knurrer von Kerkrade": zwei Siege, ein Remis, eine Niederlage.

Spieler des Spiels

Christian Gentner Mittelfeld

2,5
Spielnote

Ein uninspirierter HSV brachte Stuttgart nie in Verlegenheit, das Ganze auf bescheidenem Niveau.

4
Tore und Karten

0:1 Klein (42', Rechtsschuss, Maxim)

HSV

Drobný 3 - Diekmeier 4, Djourou 5, Cleber 4 , Marcos 5 - Behrami 5,5 , van der Vaart 4 , N. Müller 6, Holtby 6 - Rudnevs 5, Lasogga 6

Stuttgart

Ulreich 3 - Schwaab 3, Baumgartl 4,5, Niedermeier 3 , G. Sakai 3 - Gentner 2,5, Oriol Romeu 3, Klein 2,5 , Hlousek 3 , Maxim 3 - Harnik 2,5

Schiedsrichter-Team

Dr. Felix Brych München

4
Spielinfo

Stadion

Imtech-Arena

Zuschauer

48.223

Im letzten Spiel des Jahres 2014 muss der HSV am Samstag (15.30 Uhr) auswärts bei Schalke 04 ran. Die Stuttgarter empfangen zeitgleich den Aufsteiger aus Paderborn.

Bilder zur Partie Hamburger SV - VfB Stuttgart