Bundesliga 2014/15, 16. Spieltag
20:03 - 4. Spielminute

Gelbe Karte
Strobl
Hoffenheim

20:43 - 44. Spielminute

Gelbe Karte
L. Bender
Leverkusen

21:04 - 47. Spielminute

Gelbe Karte
Boenisch
Leverkusen

21:14 - 57. Spielminute

Spielerwechsel
Zuber
für T. Elyounoussi
Hoffenheim

21:33 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Brandt
für Calhanoglu
Leverkusen

21:37 - 79. Spielminute

Tor 0:1
Kießling
Rechtsschuss
Vorbereitung Brandt
Leverkusen

21:41 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Schipplock
für Rudy
Hoffenheim

21:42 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Rolfes
für Castro
Leverkusen

21:44 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Modeste
für Szalai
Hoffenheim

21:46 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Hilbert
Leverkusen

21:50 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel
Öztunali
für Bellarabi
Leverkusen

HOF

LEV

Bayer bleibt der Angstgegner der Kraichgauer

Ausgepfiffener Kießling rächt sich umgehend

Sebastian Rudy vs. Stefan Kiessling

Sebastian Rudy im Duell mit Siegtorschütze Stefan Kießling, der sich im Tiefflug befindet. Getty Images

TSG-Trainer Markus Gisdol musste nach dem 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt auf Süle verzichten, für den die Saison nach Kreuzbandriss vorzeitig zu Ende ist. Für den Innenverteidiger sowie Polanski und Modeste rückten Strobl, Rudy und Szalai in die Anfangsformation.

Leverkusens Trainer Roger Schmidt veränderte seine Startelf gegenüber dem 1:1-Unentschieden zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach zweimal: Für Jedvaj und Wendell verteidigten Hilbert und Boenisch hinten auf den Außen. Calhanoglu wurde nach grippalem Infekt rechtzeitig fit.

Im Kraichgau entwickelte sich vom Anpfiff weg eine wilde Hatz. Bayer attackierte früh und doppelte den ballführenden Akteur, 1899 suchte sein Heil im sofortigen Umschaltspiel. Die Intensität war sehr hoch, mit großem Engagement bestritten die Akteure die Zweikämpfe und zogen das Tempo hüben wie drüben an, wann immer es sich anbot.

Große Präzision war bei Pressing und sofortigem Gegenpressing nicht immer möglich. Torgelegenheiten? Zwei für Hoffenheim in der Anfangsphase: Nach Topraks bösem Fehlpass scheiterte Firmino an Leno (7.), der wenig später auch Vollands Fernschuss entschärfte (8.).

Bayer drängte 1899 in der Folge zurück, erarbeitete sich in einer knisternden Auseinandersetzung nach gut zehn Minuten Vorteile, im weiteren Verlauf ein klares Chancenplus: Kießling, wegen seines Phantomtors in der vergangenen Saison immer wieder ausgepfiffen, scheiterte an Baumann (15.) und schoss Zentimeter daneben (23.). Hoffenheims Keeper lenkte Calhanoglus schlitzohrige Ecke über den Balken (25.) und hatte Glück, dass Sons Schrägschuss knapp links vorbeiflog (30.).

Dies war die letzte vielversprechende Torannäherung vor dem Kabinengang. Die Rivalen neutralisierten sich in der Endphase des ersten Abschnitts vornehmlich im Mittelfeld. Die Kraichgauer, deren Konter schon meist vor dem letzten Drittel verpufft waren, hielten die Werkself nun fern vom eigenen Strafraum, hatten selbst mit einer Passquote von 54 Prozent aber offensiv noch Luft nach oben. Mit einer Nullnummer der ganz starken Art ging es in die Pause.

Der 16. Spieltag

Leverkusen eröffnete Durchgang zwei mit toller Kombination und einer Großchance von Castro, der vom rechten Fünfereck an Baumann scheiterte (48.). Große Aufregung dann auf der Gegenseite: Volland flankte butterweich von halbrechts, Szalai köpfte aus fünf Metern, Toprak klärte wohl noch auf der Linie. Referee Siebert entschied auf Weiterspielen - nächste Saison erfolgt die Klärung derartiger Szenen per Torlinientechnologie (50.).

Hoffenheim hielt nun besser dagegen, die Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Verbissen war nach wie vor die Zweikampfführung, das Tempo nicht mehr so hoch wie noch vor der Pause. Auch, weil viele Unterbrechungen nun die Szenerie beherrschten. Die Gastgeber blieben offensiv ohne große Aktion, die Werkself strahlte mehr Gefahr aus (Toprak, 62., Kießling, 67.).

Der Kräfteverschleiß machte sich nun immer mehr bemerkbar. Zwar lieferte Firmino einen Arbeitsnachweis, so richtig brenzlig wurde es für Leno aber nicht (72.). Auf der Gegenseite scheiterte Calhanoglu bei seiner letzten Aktion per direktem Freistoß an der Abwehrmauer (75.) - Brandt kam.

Kießlings Geistesblitz und Präsenz

Leverkusen hatte zwar fast nichts mehr im Tank, aber der Wille, die Gier nach dem Sieg war spürbar bei den Schmidt-Schützlingen. Kießlings Geistesblitz verpuffte noch, als nach seinem Traumpass Bellarabi an Baumann scheiterte und Kim dem einschussbereiten Son den Ball vom Fuß spitzelte (78.). Eine Minute später aber war es soweit - nach toller Kombination führte Bayer: Son per Absatzkick auf Castro, der rechts raus zu Brandt, dessen scharfen Querpass an Baumann vorbei Kießling im Fünfer über die Linie drückte - 0:1.

In der Schlussphase warf 1899 mit dem Mute der Verzweiflung alles nach vorne. Szalai scheiterte an Leno (83.), Volland verzog (90.+2), Sieberts Pfeife blieb stumm, als Son der Ball beim Kopfballversuch im eigenen Strafraum an die Hand sprang (90.+2). Auf der Gegenseite verpassten es Son (88.) und Brandt (90.+3) zu erhöhen. Egal, es reichte auch so zum verdienten Dreier für Bayer.

Die TSG gastiert am letzten Spieltag des Fußballjahres 2014 am Sonntag (15.30 Uhr) bei Hertha BSC Berlin. Die Werkself spielt bereits einen Tag zuvor (15.30 Uhr) zu Hause gegen Eintracht Frankfurt.

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Bilder zur Partie TSG Hoffenheim - Bayer 04 Leverkusen