Bundesliga 2014/15, 12. Spieltag
18:53 - 24. Spielminute

Gelbe Karte
Stocker
Hertha

18:57 - 28. Spielminute

Tor 0:1
Beerens
Linksschuss
Vorbereitung Stocker
Hertha

19:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Osako
für Gerhardt
Köln

19:45 - 58. Spielminute

Tor 1:1
Ujah
Rechtsschuss
Vorbereitung Osako
Köln

19:47 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Niemeyer
für Stocker
Hertha

19:54 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Niemeyer
Hertha

19:59 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Halfar
für Svento
Köln

19:59 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Haraguchi
für Ben-Hatira
Hertha

20:09 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Kalou
für Schieber
Hertha

20:12 - 86. Spielminute

Tor 1:2
M. Ndjeng
Rechtsschuss
Hertha

20:14 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Finne
für Brecko
Köln

20:20 - 90. + 4 Spielminute

Gelbe Karte
Skjelbred
Hertha

KOE

BSC

Drei Tore nach individuellen Fehlern

Ndjengs später Freistoß bringt den Dreier

Roy Beerens & Jonas Hector

Nicht zu halten: Berlins Roy Beerens (vorne) setzt sich gegen Kölns Jonas Hector durch. Getty Images

Geißböcke mit viel Ballbesitz

Kölns Trainer Peter Stöger stellte nach dem spektakulären 4:3 gegen Hoffenheim auf nur einer Position um und brachte Gerhardt für Matuschyk. Herthas Coach Jos Luhukay ließ im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage gegen Hannover kaum einen Stein auf dem anderen: Ben-Hatira, Brooks, Hegeler, Ndjeng, Schieber und Schulz für Lustenberger, Haraguchi, Heitinga, Kalou, Pekarik und Plattenhardt bedeuteten sechs Wechsel in der Startelf.

Der FC war vom Anpfiff weg die aktivere Mannschaft, hatte viel Ballbesitz und startete immer wieder Angriffe über die Flügel. Auch tief in der gegnerischen Hälfte setzten sich die Geißböcke gekonnt fest und ließen das Spielgerät gekonnt laufen. Doch weder der finale Pass noch ein Torabschluss wollte den Hausherren gelingen. Von Berlin kam hingegen nur wenig. Die Hauptstädter, die mit einer komplett ausgewechselten Viererkette auftraten, waren in der Defensive gebunden. So blieb es in der Anfangsphase in den Strafräumen ruhig.

Beerens ist nicht zu halten

Die erste nennenswerte Szene generierte Svento mit einem Eckball: Sein Standard wurde von Brecko am ersten Pfosten per Kopf nach hinten verlängert, wo Ujah haarscharf verpasste (16.). Nur eine Zeigerumdrehung später liefen Olkowski und Ujah in einer Zwei-gegen-Eins-Situation aufs Tor zu, doch statt zu schießen, spielte Ersterer einen Fehlpass (17.). In der Folge verflachte die Partie zusehends. Erst eine unwiderstehliche Einzelaktion der Berliner brach das Eis: Beerens dribbelte von der rechten Strafraumkante nach innen, schüttelte dabei Bewacher Hector ab und schoss vom Elfmeterpunkt. Der Ball wurde noch tückisch von Mavraj abgefälscht, knallte an den linken Innenpfosten und von dort ins Tor (28.).

Der Führungstreffer spielte der Alten Dame voll in die Karten: Fortan zogen sich die Hauptstädter tief in die eigene Hälfte zurück, brachten schnell viele Spieler hinter den Ball und stellten die Räume vor dem eigenen Sechzehner gekonnt zu. Köln, das sehr linkslastig agierte, fand keinen Weg durch dieses Bollwerk und biss sich trotz zahlreicher geduldiger Pässe im Aufbauspiel die Zähne aus. Eine Lücke fanden die Hausherren nicht. Mit dem 0:1 ging es in die Pause.

Ujah vollendet einen Bilderbuch-Konter

Der 12. Spieltag

Mit Wiederbeginn brachte Stöger mit Osako eine frische Offensivkraft und verordnete seiner Truppe weiterhin Vorwärtsfußball. Dies hielten die Domstädter auch ein, entwickelten aber eine knappe Viertelstunde lang keinerlei Durchschlagskraft. Ein Bilderbuch-Konter änderte dann aber alles: Osako spielte einen Steilpass aus der eigenen Hälfte in den Lauf des an der Mittellinie gestarteten Ujah. Der Angreifer hatte nach einem Vollsprint nur noch Kraft vor sich und schob kühl ins rechte Eck zum 1:1 ein (58.).

Der Treffer lockerte das mittlerweile festgefahrene Spiel ein wenig auf: Das gerade eingewechselte Geburtstagskind Niemeyer prüfte Horn mit einem Distanzknaller (61.). Auf der anderen Seite nagelte Ujah das Spielgerät nach einer Brecko-Flanke aus zehn Metern an die Latte (63.). Wer sich nun aber ein Offensivfeuerwerk von beiden Seite erhofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Beide Mannschaften setzten mehr auf Sicherheit statt auf Risiko, sodass die Partie schnell wieder verflachte. Zahlreiche Mittelfeldgeplänkel förderten keine Torchancen zu Tage.

Ndjeng profitiert von Ujah

Diese Vorsicht ließ das Niveau von Minute zu Minute sinken. Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal spannend: Erst setzte Olkowski einen Alleingang ans Außennetz (84.). Dann zeigte sich Ujah einmal mehr als Torjäger - allerdings im falschen Gehäuse: Der Nigerianer lenkte einen Ndjeng-Freistoß aus 25 Metern zentraler Position unglücklich mit der Brust ins rechte Ecke - 2:1 für Berlin (86.). In den Schlussminuten warf der FC zwar nochmal alles nach vorne, doch die Betonabwehr der Hauptstädter hielt stand.

Spieler des Spiels

John Anthony Brooks Abwehr

2,5
Spielnote

Intensive Partie, die sich aber spielerisch auf eher mäßigem Niveau bewegte, durch einige Torchancen jedoch einen gewissen Unterhaltungswert besaß.

4
Tore und Karten

0:1 Beerens (28', Linksschuss, Stocker)

1:1 Ujah (58', Rechtsschuss, Osako)

1:2 M. Ndjeng (86', direkter Freistoß, Rechtsschuss)

Köln

T. Horn 3 - Brecko 3,5 , Mavraj 3, Wimmer 3, Hector 4 - Lehmann 3,5, Gerhardt 4 , Olkowski 4, Vogt 4, Svento 5 - Ujah 4

Hertha

Kraft 3,5 - M. Ndjeng 3 , Hegeler 2,5, Brooks 2,5, N. Schulz 3,5 - Hosogai 4, Skjelbred 3,5 , Beerens 2,5 , Stocker 4 , Ben-Hatira 4,5 - Schieber 4,5

Schiedsrichter-Team

Tobias Stieler Hamburg

2,5
Spielinfo

Stadion

Rhein-Energie-Stadion

Zuschauer

49.200

Köln ist am nächsten Samstag (15.30 Uhr) auswärts bei Bayer Leverkusen gefordert. Hertha BSC empfangt gleichzeitig Bayern München.

Bilder zur Partie 1. FC Köln - Hertha BSC