Bundesliga 2014/15, 12. Spieltag
15:46 - 16. Spielminute

Gelbe Karte
Rolfes
Leverkusen

15:46 - 17. Spielminute

Gelbe Karte
Gülselam
Hannover

16:10 - 41. Spielminute

Gelbe Karte
Prib
Hannover

16:33 - 46. Spielminute

Tor 0:1
Kießling
Linksschuss
Vorbereitung Castro
Leverkusen

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Castro
für Rolfes
Leverkusen

16:45 - 58. Spielminute

Tor 0:2
Son
Rechtsschuss
Vorbereitung L. Bender
Leverkusen

16:47 - 60. Spielminute

Tor 1:2
Gülselam
Kopfball
Vorbereitung Kiyotake
Hannover

16:58 - 72. Spielminute

Tor 1:3
Bellarabi
Rechtsschuss
Vorbereitung Hilbert
Leverkusen

17:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Sobiech
für Stindl
Hannover

17:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Albornoz
für Prib
Hannover

17:04 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Schmiedebach
Hannover

17:09 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Hannover)
Bittencourt
für Gülselam
Hannover

17:10 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Drmic
für Bellarabi
Leverkusen

17:17 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Jedvaj
für Kießling
Leverkusen

H96

LEV

Hannovers Zu-Null-Serie reißt im vierten Spiel

Kießling löst den Knoten nach 860 Minuten

Simon Rolfes, Ron-Robert Zieler & Marcelo

Luftkampf: Leverkusens Simon Rolfes (l.) gegen Hannovers Ron-Robert Zieler und Marcelo (r.). picture alliance

Aggressives Pressing der Werkself

Hannovers Trainer Tayfun Korkut tauschte nach dem 2:0-Auswärtssieg bei Hertha BSC zweimal Personal: Prib und Stindl durften für Bittencourt und Thesker (beide Bank) ran. Leverkusens Coach Roger Schmidt nahm im Vergleich zum 0:0 gegen Mainz sogar drei personelle Wechsel vor: Boenisch, Hilbert und Rolfes begannen für Brandt, Donati und Wendell (alle Bank).

Die nach langer Verletzungspause zurückgekehrten Kapitäne Stindl und Rolfes waren sofort präsent und nahmen aktiv am Spiel teil. Vor allem Bayer begann aggressiv und setzte die Hausherren mit riskantem Pressing unter Druck. Selbst die Außenverteidiger der Werkself störten den gegnerischen Spielaufbau schon vor der Mittellinie. War die Werkself selbst in Ballbesitz, waren die Offensivbemühungen sehr rechtslastig: Immer wieder wurde Bellarabi auf der Außenbahn gesucht, der Nationalspieler hatte mit Prib aber einen unangenehmen Wachhund an seiner Seite. Die erste gute Chance der Partie verbuchte Bellarabi dennoch: Der Flügelflitzer traf aus spitzem Winkel das Außennetz (10.).

Zum zweiten Mal Außennetz - Hilberts Patzer

Der 12. Spieltag

Danach hielt 96 deutlich besser dagegen und verstrickte Leverkusen in viele Zweikämpfe im Mittelfeld. Die Gäste versuchten es immer wieder mit langen Bällen oder Steilpässen auf die schnellen Außen Bellarabi und Son sowie Sturmtank Kießling. Die Abseitsfalle der Roten schnappte aber beinahe jedes Mal zu. Vereinzelt näherten sich dann auch die Niedersachsen dem gegnerischen Strafraum an: Stindl nahm eine Flanke direkt ab, zielte aus zehn Metern aber genau auf Leno (16.). Auf der anderen Seite erzitterte das Außennetz erneut: Bellarabi tauchte frei vor Zieler auf, traf das Tor aber wiederholt nur von außen (26.).

Im weiteren Verlauf wurde die Begegnung immer zerfahrener. Das lag zum einen an der intensiven Zweikampfführung, aber vor allem auch an einer katastrophalen Passquote beider Mannschaften. Bis zur Halbzeit brachte Hannover nur 57 Prozent der Zuspiele zum Mitspieler, bei Leverkusen waren es sogar nur 55 Prozent. Einen beinahe folgenschweren Fehlpass erlaubte sich Hilbert: Nach einer Flanke von rechts legte der Rechtsverteidiger mit der Brust viel zu kurz für Leno zurück. Kiyotake spritzte dazwischen, scheiterte aber an einem Blitz-Reflex des Bayer-Keepers (33.). Torlos ging es in die Pause.

Bei Kießling platzt der Knoten

Stefan Kießling

Das Ende der Durststrecke: Leverkusens Stefan Kießling trifft nach 860 Minuten wieder ins Tor. Getty Images

Mit Wiederbeginn brachte Schmidt mit Castro den zweiten Rückkehrer. Seine Einwechslung sollte sich nur Sekunden später bezahlt machen: Der Joker drang über das linke Strafraumeck in den Sechzehner ein und legte quer in die Mitte. Dort lauerte Kießling und drückte das Spielgerät aus sechs Metern zum 1:0 über die Linie (46.). Damit traf der Blondschopf nach einer langen Durststrecke mit 860 Minuten ohne Treffer in der Bundesliga wieder ins Tor - gleichzeitig endete auch Hannovers Serie von zuvor drei Partien ohne Gegentor.

Der Treffer hinterließ Wirkung: 96 wackelte kurz und musste sich in den Folgeminuten erst wieder finden. Dann meldete sich Stindl mit einem 16-Meter-Hammer zurück, doch Leno parierte stark (54.). Fast im Gegenzug der nächste Nackenschlag für die Hausherren: Son dribbelte vom linken Sechzehnereck die Strafraumgrenze entlang nach innen und nagelte die Kugel präzise ins rechte Eck - 2:0 (58.). Die direkte Antwort der Niedersachsen: Kiyotake drehte einen Freistoß in die Spielertraube, wo Gülselam genau neben den rechten Pfosten einköpfte (60.).

Bellarabi mit dem Sahnehäubchen

Plötzlich schien wieder alles offen und 96 agierte deutlich offensiver. Das aber eröffnete den Gästen exzellente Konterchancen: Erst traf Hilbert den Pfosten (64.), denn spielte der Rechtsverteidiger einen Traumpass in den Lauf von Bellarabi, der frei vor Zieler lässig zum 3:1 einschob (72.). Nun waren die Würfel gefallen. Zwar drängte 96 weiterhin nach vorne, doch bissen sich die Roten reihenweise die Zähne an der gut geordneten und noch immer mit Pressing agierenden Bayer-Truppe aus. Es blieb beim 1:3.

Spieler des Spiels

Karim Bellarabi Sturm

2
Spielnote

Nach anfänglichem Leerlauf wurde die Partie in der zweiten Halbzeit vor allem durch die Tore ansehnlicher.

3,5
Tore und Karten

0:1 Kießling (46', Linksschuss, Castro)

0:2 Son (58', Rechtsschuss, L. Bender)

1:2 Gülselam (60', Kopfball, Kiyotake)

1:3 Bellarabi (72', Rechtsschuss, Hilbert)

Hannover

Zieler 3 - H. Sakai 4, Marcelo 3, C. Schulz 3,5, Prib 4,5 - Schmiedebach 3,5 , Gülselam 3,5 , Briand 4,5, Stindl 4 , Kiyotake 4 - Joselu 4,5

Leverkusen

Leno 2 - Hilbert 3,5, Toprak 2,5, Spahic 3, Boenisch 4 - L. Bender 3,5, Rolfes 3 , Bellarabi 2 , Calhanoglu 4, Son 3 - Kießling 3,5

Schiedsrichter-Team

Marco Fritz Korb

2
Spielinfo

Stadion

HDI Arena

Zuschauer

40.800

Für Hannover geht es am nächsten Samstag (18.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel in Hoffenheim weiter. Leverkusen empfängt drei Stunden zuvor Köln.

Bilder zur Partie Hannover 96 - Bayer 04 Leverkusen