Bundesliga 2014/15, 10. Spieltag
15:39 - 9. Spielminute

Gelbe Karte
Strobl
Hoffenheim

15:41 - 12. Spielminute

Tor 1:0
Hahn
Rechtsschuss
Vorbereitung Herrmann
Gladbach

16:00 - 30. Spielminute

Tor 1:1
Modeste
Rechtsschuss
Vorbereitung Zuber
Hoffenheim

16:02 - 32. Spielminute

Tor 2:1
Herrmann
Rechtsschuss
Vorbereitung Hahn
Gladbach

16:13 - 43. Spielminute

Gelbe Karte
Herrmann
Gladbach

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Vestergaard
für Zuber
Hoffenheim

16:39 - 52. Spielminute

Tor 3:1
Herrmann
Rechtsschuss
Vorbereitung Nordtveit
Gladbach

16:54 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Szalai
für Modeste
Hoffenheim

17:04 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Hamad
für Schwegler
Hoffenheim

17:05 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Brouwers
für Stranzl
Gladbach

17:05 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
T. Hazard
für Kruse
Gladbach

17:13 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Traoré
für Herrmann
Gladbach

BMG

HOF

Gladbach stellt Uralt-Rekord ein und bleibt an Bayern dran

Duo Herrmann und Hahn harmoniert prächtig

Herrmann dreht nach dem 2:1 ab

Patrick Herrmann hat gerade das 2:1 der Borussia erzielt und dreht ab. Getty Images

Gladbach-Trainer Lucien Favre, der seinen 57. Geburtstag feierte, stellte gegenüber dem 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt im Pokal dreimal um: Für Traoré, Hazard und Hrgota schickte er Hahn, Herrmann und Raffael auf den Rasen.

Hoffenheim-Coach Markus Gisdol brachte im Vergleich zum 5:1 im Pokal gegen den FSV Frankfurt gleich fünf Neue: Baumann, Schwegler, Polanski, Elyounoussi und Modeste ersetzten Grahl (Schleudertrauma im Nackenbereich), Bicakcic, Vestergaard, Volland und Schipplock.

Im Borussia-Park trafen zwei taktisch gut eingestellte Teams aufeinander. Die Kontrahenten verdichteten die Räume bei Angriffen des Gegners, erschwerten Kombinationen durch das Mittelfeld. Steilpässe waren ein Stilmittel, aufmerksame Abwehrreihen zunächst aber auf dem Posten.

Gladbacher Umschalt- und Direktspiel, ohne dass die Gäste hätten eingreifen können, führte dann zur Führung. Herrmann initiierte an der Mittellinie mit Raffael, der Kramer mitnahm. Nach dessen Pass auf Herrmann übersprintete der Flügelflitzer links im Strafraum Beck, seine Flanke über Baumann hinweg schoss der ungedeckte Hahn im Zentrum volley ein (12.).

Mit der Führung im Rücken agierte die Favre-Elf etwas vorsichtiger, hielt die Kraichgauer defensiv bestens geordnet in Schach, störte das Aufbauspiel der Gäste mit Pressing empfindlich und ermöglichte dem Gegner kaum ein Durchkommen. In beiden Strafräumen tat sich nicht viel, lediglich zu unplatzierte Fernschüsse der TSG gab es zu verzeichnen.

Der Ausgleich fiel überraschend: Korb brachte den Ball nicht weg, Firmino spielte im Zentrum vor dem Strafraum auf Zuber, dessen Pass in den Strafraum Modeste fand. Der Angreifer ließ sich von Stranzl nicht abdrängen und erzielte aus sieben Metern von halbrechts den Ausgleich (30.).

Hahn "revanchiert" sich bei Herrmann

Die Reaktion der Borussia ließ nicht lange auf sich warten, ein wie auf dem Schachbrett entworfener Angriffszug mündete in das 2:1, und wieder ging es über den Flügel: Stranzl spielte steil nach rechts auf Hahn, den Beck nicht an der Flanke hindern konnte. Und im Zentrum war Herrmann schneller als Strobl und schoss vom vorderen Fünfereck an Baumann vorbei zum 2:1 ein (32.).

Hoffenheim suchte nach einer Antwort - zu sehr aber durch das Zentrum, das die Fohlenelf gut zu verdichten verstand und vor der Pause keine klaren Abschlüsse von Firmino & Co. mehr zuließ.

Der 10. Spieltag

Vestergaard ersetzte bei 1899 mit Wiederanpfiff Zuber. Der VfL legte los wie die Feuerwehr, drängte sofort auf das dritte Tor, das Baumann gegen Hahns Kopfball zunächst verhinderte (47.).

Wenig später hatte der Keeper aber das Nachsehen. Nordtveit zog einen Freistoß aus 20 Metern an der Mauer vorbei. Baumann wehrte nach vorne ab, Herrmann stand richtig und staubte aus sechs Metern ab (52.).

Raffael knallt an den Balken

Die TSG, die schon im ersten Durchgang offensiv nicht auf gewohntem Level war, tauchte kaum einmal vor dem Tor der Hausherren auf. Stattdessen verpasste die Borussia eine noch höhere Führung. Kruse (54.) und vor allem Raffael, der das Leder freistehend aus elf Metern an den Balken knallte (58.), standen vor dem 4:1.

Nach dem Offensiv-Feuerwerk schaltete Gladbach einen Gang zurück. Ein bemühtes 1899 vermochte es dennoch nicht, ernsthaft für Gefahr zu sorgen, zu zentral, zu umständlich waren die Offensivaktionen angelegt. Zogen dagegen die Rheinländer das Tempo zwischenzeitlich an, wurde es für die Gäste gleich brenzlig (Kruse, 72., Herrmann, 74.).

In der Schlussphase passierte nichts mehr. Nachdem die Kraichgauer die erste Niederlage einstecken mussten, teilt sich nunmehr nur noch die Borussia mit dem FC Bayern den Nimbus der Unbesiegten. Gladbach blieb auch im 17. Pflichtspiel in dieser Saison ungeschlagen und hat damit den Uralt-Rekord aus der Meistersaison 1970/71 unter dem legendären Hennes Weisweiler egalisiert. Eine zusätzliche nette Geburtstagsbescherung für Favre.

Borussia Mönchengladbach muss in der Europa League am Donnerstag (19 Uhr) auswärts bei Apollon Limassol ran, in der Liga wartet das Borussen-Duell in Dortmund (Sonntag, 17.30 Uhr). Die TSG Hoffenheim empfängt am Samstag (15.30 Uhr) Aufsteiger 1. FC Köln.

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Bilder zur Partie Bor. Mönchengladbach - TSG Hoffenheim