19:02 - 31. Spielminute

Tor 0:1
Reus
Kopfball
Vorbereitung Aubameyang
Dortmund

19:07 - 36. Spielminute

Gelbe Karte
Xabi Alonso
Bayern

19:35 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Subotic
für Hummels
Dortmund

19:52 - 62. Spielminute

Gelbe Karte
Piszczek
Dortmund

19:59 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Ribery
für M. Götze
Bayern

20:01 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Großkreutz
für Kagawa
Dortmund

20:02 - 72. Spielminute

Tor 1:1
Lewandowski
Linksschuss
Bayern

20:11 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Pizarro
für T. Müller
Bayern

20:11 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Ramos
für Aubameyang
Dortmund

20:14 - 85. Spielminute

Tor 2:1
Robben
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Ribery
Bayern

20:14 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Subotic
Dortmund

20:18 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Rode
für Lewandowski
Bayern

FCB

BVB

Dortmund verliert zum fünften Mal in Serie

Ribery bringt die Wende - Lewandowski trifft

Arjen Robben

Konnte von Beginn an mitwirken: Arjen Robben. Getty Images

Robbens starke Bilanz

Bayern-Trainer Pep Guardiola tauschte nach dem 3:1 in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen den HSV auf drei Positionen: Rafinha, Dante und Ribery (allesamt auf der Bank) mussten für Benatia, Götze und Robben weichen. Letzterer hatte sich nach seiner jüngsten Verletzung (irritierter Nerv im Oberschenkel) rechtzeitig auskuriert. Aus Sicht des Gegners kein allzu glücklicher Umstand, denn wenn es in dem hochkarätig besetzten FCB-Kader ein Aushängeschild gibt, dann den Niederländer: 175 Spiele hatte Rob­ben für Bayern bis zu diesem Topspiel absolviert - die Zahlen: 158 Torbeteiligungen, genauer 94 Treffer und 64 Assists. Eine phänomenale Quo­te.

BVB-Coach Jürgen Klopp reagierte derweil ebenfalls mit drei Veränderungen auf das souveräne 3:0 im DFB-Pokal beim FC St. Pauli: Subotic, Großkreutz und Immobile nahmen auf der Ersatzbank ihren Platz ein, dafür spielten Piszczek, Bender und Aubameyang von Beginn an. Hoffnung ruhte derweil einmal mehr auf Sokratis, der sich schon oft als Fels in der Brandung präsentiert hatte. "Seine Zweikampfstärke", hatte Klopp im Vorfeld gelobt, "hat uns in vielen Situationen geholfen".

Reus nimmt die Chance wahr

Marco Reus

Eiskalt per Kopf vollstreckt: Marco Reus freut sich nach seinem Treffer. Getty Images

Mit Zweikämpfen arbeiteten sich die Westfalen auch in die Partie - nach 45 Minuten hatten die Borussen satte 67 Prozent dieser Duelle für sich entschieden. Eine gute Grundlage, um in solch ein Topspiel zu finden. Während sich die Gäste nämlich anfangs vermehrt zurückzogen und den Münchner Spielaufbau gewähren ließen, folgte mit der Zeit und der gewonnenen Sicherheit das Offensivpressing. Und damit verbunden eine gute Balleroberung sowie erste Torannäherungen (17. und 26.). Eine erste tolle Chance gab es ebenfalls: Mkhitaryan steckte stark für Aubameyang durch, der mit seinem Versuch eines Hebers an Neuer scheiterte (30.). Klug zudem, wie die Dortmunder Dreierreihe Aubameyang, Reus und Kagawa stets mit Pressing die Mitte zustellte und somit Xabi Alonso vermehrt aus dem Spiel nahmen.

In Minute 31 klingelte es sogar - und das nicht unverdient für bis dato gut agierende Borussen: Kagawa kam an der Mittellinie an den Ball, legte in den Laufweg von Aubameyang, der bis weit nach vorne stürmte und dabei sämtliche Gegenspieler abschüttelte. Es folgte eine glänzende Flanke des Gabuners ins Zentrum und über Boateng hinweg zu Reus, der humorlos einnickte. Ganz leicht fälschte zudem noch Benatia ab (31.).

Weidenfeller macht sich vor Müller groß

Arjen Robben gegen Sven Bender

Ließ Sokratis aussteigen und scheiterte an Sven Benders Grätsche: Arjen Robben. Getty Images

Die Antwort der Hausherren folgte in Form eines Tores zwar nicht, aber mit Wut im Bauch ergatterte sich der Tabellenführer zahlreiche Hochkaräter. Minute 38: Müller lauerte einmal mehr an der Abseitskante, wurde stark von Robben bedient. Frei vor Weidenfeller folgte der Abschluss - der BVB-Keeper machte sich aber groß und wehrte mit dem Oberkörper ab. Minute 39 - starkes Direktspiel: Lewandowski zu Müller ins Zentrum, der quer zu Robben. Der WM-Dritte zog auf, ließ dann allerdings erst einmal den wild grätschenden Sokratis vorbeirutschen. Erst jetzt folgte der Abschluss, der gerade noch von Bender zur Ecke abgefälscht wurde. Wenig später endete eine unterhaltsame erste Hälfte, in der sich beide Teams auf Augenhöhe begegneten.

Der 10. Spieltag

Bayerischer Druck pur

Der zweite Durchgang begann mit der Erkenntnis, dass der angeschlagene Hummels durch Subotic ersetzt wurde (46.). Ferner machten die Hausherren direkt Druck und igelten sich in der BVB-Hälfte ein - ohne dabei allzu Gefährliches zu generieren. Bis in Minute 51: Eine Flanke von der rechten Eckfahne landete im Zentrum beim komplett freien Ex-Dortmunder Lewandowski. Der setzte zum Seitfallschuss an und scheitert damit an einer weiteren tollen Parade von Weidenfeller - dieses Mal mit dem Fuß. Der zeigte sich fortan hochmotiviert, räumte nach einer Flanke gar ohne Rücksicht auf Verluste die Mitspieler Subotic und Piszczek mit ab (53.).

BVB-Entlastung gab es zwischenzeitlich mal durch Kagawa, der einen gefährlichen Distanzschuss abfeuerte (60.). Ansonsten aber gewährten Reus, Aubameyang und Co. ihrer Defensive kaum mehr Luft zum Atmen. Der FCB drückte gewaltig ...

Lewandowski eröffnet, Robben vollendet

Robert Lewandowski

Robert Lewandowski traf gegen die Ex-Kollegen zum 1:1, jubelte zurückhaltend. Getty Images

... und stach kurz nach der Einwechslung von Ribery für den unauffälligen Götze (70.) - der hochverdiente Ausgleich: Ribery wollte zunächst in den Lauf von Robben durchstecken. Subotic klärte - allerdings genau in den Fuß von Ex-Kollege Lewandowski. Der Pole fackelte nicht lange und bugsierte das Leder stark wie unhaltbar ins rechte untere Eck (72.). Für die nun unter Hochdruck stehende BVB-Abwehr kam es aber noch dicker: Ribery und Subotic duellierten sich im Laufduell im Strafraum mit gegenseitigen Zupfern - der Franzose sank zu Boden, es gab Elfmeter (85.). Diesem nahm sich Robben an, der kühl ins linke untere Eck vollendete und damit einmal mehr zum Matchwinner avancierte. In der Folge bäumten sich die Gäste zwar noch einmal auf, mehr als eine ungenaue Ecke, die Neuer sicher abfing sprang aber nicht mehr heraus (90.+3).

Arjen Robben gegen Roman Weidenfeller

Die Entscheidung: Arjen Robben bleibt beim Elfmeter eiskalt und vollendet ins linke Eck. Getty Images

Die fünfte (!) BVB-Niederlage in der Bundesliga in Folge war damit perfekt, während der FCB unter anderem Distanz zu Wolfsburg schuf - vier Punkte Vorsprung.

Spieler des Spiels

Arjen Robben Mittelfeld

1,5
Spielnote

Weltweit beste Werbung für die Bundesliga, ein Spiel der Extraklasse: intensiv, temporeich, spannend, tolle Kombinationen.

1
Tore und Karten

0:1 Reus (31', Kopfball, Aubameyang)

1:1 Lewandowski (72', Linksschuss)

2:1 Robben (85', Foulelfmeter, Linksschuss, Ribery)

Bayern

Neuer 3 - Benatia 3,5, J. Boateng 2, Alaba 3 - Xabi Alonso 4 , Robben 1,5 , Lahm 3,5, M. Götze 4 , Juan Bernat 3,5 - T. Müller 2 , Lewandowski 2

Dortmund

Weidenfeller 1,5 - Piszczek 3,5 , Sokratis 3, Hummels 2,5 , Durm 5 - Kehl 3, S. Bender 2, Mkhitaryan 3,5 - Aubameyang 3,5 , Kagawa 2 , Reus 3

Schiedsrichter-Team

Manuel Gräfe Berlin

2
Spielinfo

Stadion

Allianz-Arena

Zuschauer

71.000 (ausverkauft)

Die Bayern empfangen am Mittwoch (20.45) in der Champions League den AS Rom. Die Jungs von Jürgen Klopp müssen ebenfalls in der Königsklasse ran - es geht gegen Galatasaray Istanbul (Dienstag 20.45 Uhr).

Bilder zur Partie Bayern München - Borussia Dortmund