Bundesliga 2014/15, 9. Spieltag
20:51 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Caldirola
Bremen

21:07 - 37. Spielminute

Gelbe Karte
Junuzovic
Bremen

21:44 - 58. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Ujah
für Halfar
Köln

21:45 - 59. Spielminute

Tor 0:1
Ujah
Linksschuss
Vorbereitung Svento
Köln

21:48 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Petersen
für Hajrovic
Bremen

21:48 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Gebre Selassie
für Caldirola
Bremen

21:56 - 69. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Peszko
für Svento
Köln

22:00 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Selke
für Makiadi
Bremen

22:04 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Maroh
für Zoller
Köln

22:13 - 86. Spielminute

Gelbe Karte
S. Garcia
Bremen

BRE

KOE

Nach Hajrovics Pfostentreffer wird Bremens Spiel trostlos

Ujah versetzt Werder den nächsten Nackenschlag

Robin Dutt

Zitterte von der Seitenlinie aus mit: SVW-Trainer Robin Dutt. Getty Images

Bremens Trainer Robin Dutt veränderte seine Startelf nach dem 0:6-Debakel in München auf drei Positionen: Lukimya, Kroos und Elia wurden durch Caldirola, Galvez und Hajrovic ersetzt. Ferner hatte der Übungsleiter vor seinem möglichen Schicksalsspiel einen Einblick in sein Inneres gewährt: "Natürlich spüre ich Druck in mir, unbedingt gewinnen zu wollen, weil wir hart und intensiv arbeiten. Diesen Druck aber mache ich mir selbst, der kommt nicht von außen."

Kölns Coach Peter Stöger beließ es nach dem äußerst erfolgreichen 2:1 gegen Dortmund bei derselben Aufstellung. Hinten rechts begann demnach anstelle von Brecko Außenverteidiger Olkowski, der von Manager Jörg Schmadtke besonders gelobt worden war: "Pawel ist eine Maschine. Er ist körperlich präsent, bringt seine Dynamik ein und hat in jeder Halbzeit drei, vier Läufe, die dem Gegner richtig weh tun."

Risse probiert's direkt

Dem Gegner richtig weh tun wollten zu Spielbeginn die Bremer, die Köln mit starkem Offensivpressing minutenlang einkesselten. Der Werder-Wille war klar erkennbar. Chancen? Kamen dabei aber nicht zustande! Erst in der 29. Minute feuerte der SVW mal wieder aufs Tor - war bis dahin satte 100 Minuten (!) ohne eigenen Torschuss: Makiadi flankte von rechts hoch nach innen, Torhüter Horn unterschätzte den Ball, segelte darunter hinweg. Bartels kam so aus spitzem Winkel zum Abschluss und verzog. Das war's im Grunde auch schon von den Grün-Weißen, bei denen Junuzovic zwischenzeitlich mal für eine klare Schwalbe die Gelbe Karte sah (37.). Grandios waren derweil die heimischen Fans, die ihre Farben kontinuierlich mit Liedern und Applaus anfeuerten.

Fin Bartels

Nach über 100 Minuten ohne Torschuss feuerte Bremens Fin Bartels mal wieder ab. Getty Images

Und Köln? Die Rheinländer lauerten nahezu die ganze Zeit auf schnelle Gegenzüge, kreierten damit die klar besseren Gelegenheiten, wenngleich diese nicht allzu spektakulär ausfielen. Minute 21: Risse führte von der linken Strafraumkante einen Freistoß direkt aus, hämmerte das Spielgerät durchaus knapp links am Pfosten vorbei. Minute 24: Svento bediente den nach innen ziehenden Hector, der flugs aus der zweiten Reihe abschloss - abgelenkt wurde der Schuss allerdings kein Problem für Keeper Wolf. Minute 43: Risse fasste sich aus rund 30 Metern ein Herz, sein Aufsetzer strich letztlich aber links am Tor vorbei. Das war's dann mit dem ersten Durchgang.

Der 9. Spieltag

Junuzovic eröffnet den Chancenreigen

Die Bremer begannen nach dem Seitenwechsel direkt mit einer Torannäherung: Zwanzig Sekunden nach Anstoß kam di Santo relativ frei zum Abschluss. Der schwache wie hoppelnde Ball war aber kein Problem für Torwart Horn (46.). Auf der anderen Seite konnten Prödl & Co. eine scharfe Hereingabe von Zoller klären (47.). Im Anschluss zog Junuzovic von außerhalb des Strafraums volley ab, der Ball zischte mit Drall in Richtung oberes Kreuzeck. Doch dort flog Horn heran und zeigte eine starke Parade (56.).

Ujah braucht nicht lang

Nach der Einwechslung von Kölns Ujah (58.) überschlugen sich dann die Ereignisse: Der Stürmer schloss direkt wenige Sekunden nach seiner Hereinnahme aus der Drehung ab, zwang Wolf zu einer Parade (58.). Dann folgte das Tor: Svento arbeitete sich über links nach vorne, spielte ins Zentrum und leicht in den Rückraum zu Ujah, der direkt abschloss und den Ball zum 1:0 im Tor versenkte (59.). Der Joker stach demnach sofort. Die Norddeutschen schlugen beinahe im Gegenzug durch einen Pfostenknaller von Hajrovic zurück (61.). In der Folge stand der rheinländische Abwehrverbund wieder sicher.

Anthony Ujah

Reingekommen und direkt erfolgreich: Anthony Ujah. Getty Images

Kein Aufbäumen: Bremen bleibt erfolglos

In der Schlussphase hatten die Geißböcke kaum Probleme, den knappen Vorsprung zu sichern - ohne einen einzigen gelungenen Abschluss auf Torwart Horn zuzulassen. Symptomatisch: Galvez hämmerte einen Standard vollkommen unnötig in den Bremer Nachthimmel (76.). Aufbäumen? Fehlanzeige! Die Grün-Weißen gaben sich letztlich ihrem Schicksal hin, wirkten nicht so, als glaubten sie noch an ihre Chance. Und: Es ging auch nichts mehr.

Während die Norddeutschen endgültig im Chaos versanken und weiterhin am Tabellenende standen, feierten die Kölner nach dem 2:1 gegen Dortmund den zweiten Dreier in Serie.

Spieler des Spiels

Anthony Ujah Sturm

2
Spielnote

Hurra-Fußball sieht anders aus. Nach der Pause mit etwas mehr Schwung und Torszenen.

4
Tore und Karten

0:1 Ujah (59', Linksschuss, Svento)

Bremen

Wolf 3 - Fritz 5, Prödl 5, Caldirola 5 , S. Garcia 4,5 - Galvez 4, Bartels 5, Junuzovic 3,5 , Makiadi 5 , Hajrovic 4,5 - Di Santo 5

Köln

T. Horn 3 - Olkowski 3, Mavraj 3, Wimmer 2,5, Hector 3,5 - Lehmann 3, Risse 4, Vogt 3,5, Halfar 4 , Svento 3 - Zoller 4

Schiedsrichter-Team

Dr. Felix Brych München

2
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

42.100 (ausverkauft)

Bremen trifft am Dienstag (19 Uhr) in der 2. Runde des DFB-Pokals auf Drittligist Chemnitzer FC, die "Geißböcke" treten um 20.30 Uhr in Duisburg an.

Bilder zur Partie Werder Bremen - 1. FC Köln