Bundesliga 2014/15, 8. Spieltag
15:45 - 15. Spielminute

Tor 0:1
Modeste
Rechtsschuss
Vorbereitung Schwegler
Hoffenheim

16:00 - 30. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Götz
für Diekmeier
HSV

16:04 - 34. Spielminute

Tor 1:1
Lasogga
Rechtsschuss
Vorbereitung Arslan
HSV

16:07 - 37. Spielminute

Gelbe Karte
Arslan
HSV

16:15 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Volland
Hoffenheim

16:37 - 50. Spielminute

Gelbe Karte
Modeste
Hoffenheim

16:40 - 53. Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
Szalai
für Modeste
Hoffenheim

16:54 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Jansen
für van der Vaart
HSV

16:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
Schipplock
für Roberto Firmino
Hoffenheim

17:05 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Rudy
Hoffenheim

17:06 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Stieber
für Arslan
HSV

17:18 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Hoffenheim)
Zuber
für Volland
Hoffenheim

HSV

HOF

Diekmeier verletzt - 1899 seit neun Spielen ungeschlagen

Lasogga: Erst nicht existent, dann voll da

Vollstrecker: Hoffenheims Modeste (re.) erzielt das 1:0.

Vollstrecker: Hoffenheims Modeste (re.) erzielt das 1:0. picture alliance

Hamburgs Trainer Josef Zinnbauer stand nach dem 1:0-Sieg in Dortmund vor der Frage, ob er entgegen dem Motto "Never change a winning team" handeln und seinen wiedergenesenen Kapitän van der Vaart von Anfang an bringen sollte. Der Coach setzte auf den Niederländer und ließ dafür Jansen auf der Bank.

Hoffenheims Coach Markus Gisdol beließ es im Vergleich zum 2:1 gegen Schalke ebenfalls bei einer Änderung: Der schnellere Modeste stürmte anstelle von Szalai (Bank).

Die Partie brauchte nicht lange, um auf Touren zu kommen. Vor allem die Hamburger zeigten sich vom Anpfiff weg engagiert und drückten direkt auf die Tube. Der HSV agierte dabei aber ein wenig zu hektisch und kam daher nicht zu klaren Abschlüssen - im Gegensatz zu den Hoffenheimern, die brandgefährlich konterten (Volland, 8.).

Der 8. Spieltag

Nach einer Viertelstunde mussten die Hanseaten eine bittere Pille schlucken. Holtby vertändelte den Ball leichtfertig und leitete so den Gegenangriff der Gäste ein: Schwegler hatte das Auge für Modeste, der losspurtete und dem herausstürzenden Drobny den Ball durch die Hosenträger zum 1:0 in die Maschen schob. Kurz darauf hätte der Franzose direkt nachlegen können, ließ sich nun aber den Ball von Westermann gerade noch abluchsen (17.). Die TSG hatte in dieser Phase die klareren Möglichkeiten, musste aber mit deren Realisierung hadern - Drobny parierte stark bei Süles Kopfball (21.).

Der Tscheche hielt seine Farben im Spiel und war daher mitverantwortlich, dass die Begegnung offen blieb. Der HSV danke es ihm, indem er sich wieder aufrappelte und das Heft des Handelns wieder in die eigene Hand nahm. Das geschah aber ohne Diekmeier, der nach einem Zusammenprall mit Beck zwar auf die Zähne gebissen hatte, mit Oberschenkelproblemen jedoch nach einer halben Stunde gegen Götz ausgetauscht werden musste.

Roberto Firmino an den Pfosten, Lasogga an die Latte

Hamburgs Lasogga (re.) bejubelt seinen soeben erzielten Ausgleich zum 1:1

Ich war's: Hamburgs Lasogga (re.) bejubelt seinen soeben erzielten Ausgleich zum 1:1. picture alliance

Vier Minuten später ging ein gewaltiger Torschrei durch das weite Rund: Müller eroberte mit viel Einsatz den Ball gegen Roberto Firmino und leitete so den Ausgleich ein. Arslan bediente Lasogga, der bis dahin quasi nicht existent war, nun aber in bester Torjägermanier mustergültig vollendete - 1:1. Das Resultat spiegelte nun auch die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen wieder. Es war ein völlig offenes Match zweier ebenbürtiger Teams, die sich mit einem 1:1 zum Pausentee verabschiedeten, auch weil Westermann (43.) und auf der anderen Seite Elyounoussi (45.+1) kein Abschlussglück hatten.

Und auch nach Wiederanpfiff ging es munter weiter: Zuerst sorgte Lasogga für Betrieb im 1899-Sechzehner (46.), ehe auf der Gegenseite Roberto Firmino großes Pech mit einem Pfostentreffer hatte (55.). Modeste war da schon nicht mehr mit von der Partie: Der Franzose lief nach einem Foul von Arslan in Durchgang eins ein wenig unrund, hatte obendrauf schon Gelb gesehen und Szalai weichen musste. Die Einwechslung des Ungarn änderte am taktischen Verhalten der Sinsheimer nichts. 1899 verzichtete weiterhin auf Pressing, zog vielmehr ein dichtes Netz vor dem eigenen Strafraum auf und schaffte es so, den Hamburger Spielaufbau entscheidend zu stören.

So ganz ging die Rechnung aber doch nicht auf, denn der HSV schaffte es immer mal wieder, offensive Akzente zu setzen. In erster Linie Lasogga, der zuerst am glänzend reagierenden Baumann scheiterte (64.) und dann per direktem Freistoß knapp verzog (67.). Die Norddeutschen hatten nun Oberwasser, wenn auch ihr kräftezehrendes Spiel sich langsam bemerkbar machte. Die Spritzigkeit ging dem HSV mit zunehmender Spieldauer verloren. Nichtsdestotrotz sollten weitere Gelegenheiten folgen - nur das Runde wollte nicht ins Eckige: Lasoggas fulminanter Fernschuss krachte ans Gebälk (79.), während der eingewechselte Stieber in Baumann seinen Meister fand (83.). Fast im Gegenzug sendete Elyounoussi mit einem sehenswerten Schuss, der nur knapp danebenging, ein offensives Lebenszeichen der Gäste (84.). Das war dann aber auch der letzte Aufreger einer durchaus munteren Begegnung.

Spieler des Spiels

Oliver Baumann Tor

1,5
Spielnote

Eine kurzweilige erste Halbzeit, etwas verhalten der Auftakt zum zweiten Akt, insgesamt allerdings eine sehr unterhaltsame Partie mit vielen Torraumszenen.

2,5
Tore und Karten

0:1 Modeste (15', Rechtsschuss, Schwegler)

1:1 Lasogga (34', Rechtsschuss, Arslan)

HSV

Drobný 4 - Diekmeier , Djourou 3,5, Westermann 3,5, Ostrzolek 3 - Behrami 3, Arslan 2,5 , N. Müller 3, van der Vaart 4 , Holtby 5 - Lasogga 2

Hoffenheim

Baumann 1,5 - Rudy 3 , Süle 3, Strobl 3, Beck 3 - Schwegler 3, Polanski 3,5, Volland 3,5 , Roberto Firmino 4,5 , T. Elyounoussi 4,5 - Modeste 2,5

Schiedsrichter-Team

Peter Sippel München

2
Spielinfo

Stadion

Imtech-Arena

Zuschauer

49.003

Beide Mannschaften sind am kommenden Samstag wieder gefordert: Hamburg gastiert bei Hertha BSC, gleichzeitig erwartet Hoffenheim den SC Paderborn - Anpfiff ist um 15.30 Uhr.

Bilder zur Partie Hamburger SV - TSG Hoffenheim