Bundesliga 2014/15, 5. Spieltag
20:00 - 1. Spielminute

Gelbe Karte
Jedvaj
Leverkusen

20:28 - 29. Spielminute

Spielerwechsel
Caiuby
für Mölders
Augsburg

20:32 - 33. Spielminute

Tor 1:0
Son
Rechtsschuss
Vorbereitung Hilbert
Leverkusen

20:47 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Kohr
Augsburg

20:49 - 41. Spielminute

Gelbe Karte
Reinartz
Leverkusen

21:08 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Yurchenko
für Calhanoglu
Leverkusen

21:12 - 51. Spielminute

Gelbe Karte
Spahic
Leverkusen

21:28 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Esswein
für Werner
Augsburg

21:37 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Drmic
für Bellarabi
Leverkusen

21:41 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Matavz
für Kohr
Augsburg

21:51 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Wendell
für Son
Leverkusen

21:54 - 90. + 3 Spielminute

Gelbe Karte
Caiuby
Augsburg

LEV

FCA

Bayer erstmals seit vier Spielen ohne Gegentor

Son erlöst pragmatische Werkself

Bender gegen Altintop

Wasser marsch: Bei grenzwertigen äußeren Bedingungen behielt Bayer die drei Punkte bei sich. imago

Leverkusens Trainer Roger Schmidt reagierte auf die heftige 1:4-Niederlage beim VfL Wolfsburg und veränderte seine Startelf viermal: Donati (Rotsperre), Wendell, Öztunali und Drmic (allesamt auf der Bank) wurden durch Boenisch, Reinartz, Son und Kießling ersetzt. Auf der Gegenseite sah Markus Weinzierl nach dem 4:2-Heimsieg gegen Werder Bremen keinen Anlass zu personellen Wechseln und schickte exakt die Formation vom Samstag aufs Feld.

Wie zu erwarten zog Bayer von Beginn an sein enorm druckvolles Pressing auf. Dabei zeigte sich die Schmidt-Elf variabel: Mal wurde bereits Torwart Hitz unter Druck gesetzt, mal der Spielaufbau der Gäste erst auf Höhe der Mittellinie gestört. Die Fuggerstädter hatten sich aber gut vorbereitet und liefen der Heimelf nichts ins offene Messer.

Das Team vom Rhein war zwar feldüberlegen, konnte sein optisches Übergewicht aber nicht in Chancen ummünzen. Zweimal Calhanoglu (2., 12.) sowie Kießling vergaben erste Halbchancen, auf der Gegenseite verfehlte Werners Kopfball sein Ziel (15.).

Son netzt eiskalt ein

Bei starkem Regen fiel dem Gastgeber das Kombinieren schwer, zu oft durchkreuzte ein Abwehrbein oder die eigene Ungenauigkeit die Offensivpläne. Die Gäste kamen ebenfalls nicht gefährlich vor das Tor, zudem musste Mölders ausgewechselt werden (29.): Den Angreifer plagten Schmerzen am Sprunggelenk, nach einem Luftzweikampf war er unglücklich umgeknickt. Dem eingewechselten Caiuby gelang es fortan nicht, das Spiel an sich zu reißen. Im Gegenteil: Kurz nach dem Zwangstausch ließ die Gästeabwehr für einige Momente die Aufmerksamkeit vermissen. Son stahl sich davon, wurde von Hilbert mustergültig in Szene gesetzt und ließ Hitz aus acht Metern halbrechter Position keine Abwehrchance (33.). Mit der Führung im Rücken agierte Bayer noch dominanter, während die Fuggerstädter sich sammeln mussten. Eine Boenisch-Flanke klärte Baba in letzter Sekunde vor dem wartenden Kießling, dann war plötzlich Pause: Nach 38 Minuten bat Referee Winkmann die beiden Mannschaften in die Katakomben, für acht Minuten unterbrach er die Partie wegen des stärker werdenden Gewitters. Nach der witterungsbedingten Pause fand keiner mehr richtig in die Spur.

Der 5. Spieltag

Mit Beginn des zweiten Durchgangs lernte die Bundesliga ein neues Gesicht kennen: Neuzugang Yurchenko (zuletzt bei Schachtar Donezk) kam für Calhanoglu in die Partie. Zum auffälligsten Mann schwang sich jedoch mehr und mehr Son auf: Erst setzte er einen Linksschuss aus 17 Metern knapp neben den linken Pfosten (49.), dann traf er aus spitzem Winkel nur das Außennetz (53.).

Die Begegnung nahm nun an Fahrt auf, auch weil Leverkusen erneut Mängel beim Verwalten einer Führung aufwies. So konnte Altintop Caiuby bedienen, der alleine vor dem Tor an Leno scheiterte (58.). Zuvor verzog Boenisch auf der anderen Seite aus 12 Metern (57.). Kießling hatte das 2:0 zweimal auf dem Fuß, brachte aber bei zwei identischen Möglichkeiten aus kürzester Distanz den Ball nicht über die Linie (59., 65.).

Bayer zeigt ein neues Gesicht

In der Folge bewies Leverkusen, aus den Fehlern vergangener Spiele gelernt zu haben. Die Pragmatik stand nun vor dem Spektakel an erster Stelle, das Spieltempo nahm dementsprechend wieder ab. Nach zuvor vier Begegnungen mit zehn Gegentoren schaukelte die Schmidt-Elf das Resultat über die Zeit, drängte nicht mit aller Macht auf die Entscheidung.

Das mit Risiko beladene Pressingspiel zogen Bender & Co. gar nicht mehr auf, stattdessen zogen die Hausherren sich in der Schlussphase zurück. Trotzdem entwischte Esswein der Hintermannschaft, fand aus 16 Metern aber in Leno seinen Meister (81.). Viele länge Bälle führten für die Gäste nicht zum Erfolg, Leverkusen spielte im Gegenzug keinen Konter zu Ende. Somit scheitert Augsburg am Unterfangen, wie im Vorjahr die Spiele des 3., 4. und 5. Spieltags zu gewinnen. Leverkusen pirscht sich dagegen wieder an die Spitze und rückt dem FC Bayern auf die Pelle.

Zum Abschluss der englischen Woche spielt Champions-League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr) beim SC Freiburg, während der FC Augsburg am Sonntag zur gleichen Zeit Heimrecht gegen die Hertha aus Berlin hat.

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Bilder zur Partie Bayer 04 Leverkusen - FC Augsburg