Bundesliga 2014/15, 4. Spieltag
16:15 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Arslan
HSV

16:40 - 53. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Xabi Alonso
für Höjbjerg
Bayern

16:46 - 59. Spielminute

Gelbe Karte
N. Müller
HSV

16:48 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
M. Götze
für Rafinha
Bayern

16:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Lewandowski
für Shaqiri
Bayern

16:53 - 67. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Jiracek
für Arslan
HSV

17:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Green
für Lasogga
HSV

17:08 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
Behrami
HSV

17:14 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Steinmann
für N. Müller
HSV

17:01 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Drobný
HSV

17:22 - 90. + 5 Spielminute

Gelbe Karte
Neuer
Bayern

17:02 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Höjbjerg
Bayern

HSV

FCB

Publikum steht wie eine Wand hinter dem Dino

Djourou rettet zweimal gegen Müller

Holtby vs. Höjbjerg

Zwei gegen einen: Pierre Höjbjerg im Duell mit Lewis Holtby und Tolgay Arslan (verdeckt). Getty Images

Der Anfang der Woche als Nachfolger von Mirko Slomka neu installierte bisherige U-23-Coach Josef Zinnbauer brachte gegenüber der 0:2-Auswärtsniederlage bei Hannover 96 zwei Neue: Für Cleber und Green (beide Bank) spielten Westermann und Arslan.

Bayerns Coach Pep Guardiola rotierte im Vergleich zum 1:0-Heimerfolg in der Champions League gegen Manchester City kräftig: Für Benatia, Xabi Alonso, Götze und Lewandowski (alle Bank) liefen Dante, Höjbjerg, Shaqiri und Pizarro auf. Robben, eigentlich ebenfalls in der Startelf geplant, hatte beim Aufwärmen muskuläre Probleme, so dass Müller doch begann.

Leidenschaft und Geschlossenheit solle sein Team zeigen, hatte Zinnbauer vor der Partie gefordert. Entsprechend engagiert begannen die Gastgeber auch. Der HSV griff die Bayern, diesmal mit einer Vierkette mit den Außen Rafinha und Bernat aufgestellt, früh an und verdichtete im Rückwärtsgang die Räume gut, doppelte dabei oft den ballführenden Akteur. Lohn schweißtreibender, intensiver Laufarbeit war nach Ballgewinn und schönem Diagonalpass Arslans fast die erste Chance durch Müller, den Bernat noch rechtzeitig bremste (9.).

Die Hanseaten, bei denen Holtby die zentrale Offensivposition besetzte, störten das Aufbauspiel des Rekordmeisters nicht nur effektiv und ließen defensiv kaum etwas zu (Ausnahme: Pizarros Volleyabnahme, 20.), sondern schalteten nach Ballgewinn immer wieder schnell um. Nach ähnlicher Spielsituation wie zuvor bei Müller musste Neuer an der Strafraumgrenze vor dem lauernden Lasogga klären (28.).

68 Prozent Ballbesitz der Gäste zeigte die Statistik nach einer guten halben Stunde. Eine starke Quote, auf eine echte Torchance aber konnte die Guardiola-Elf nicht zurückblicken. Denn die wichtigen Zweikämpfe entschied der HSV zumindest defensiv zu seinen Gunsten. Weil beim Liga-Dino offensiv die Rädchen ebenfalls nicht so recht ineinandergriffen, gingen die Kontrahenten mit einer Nullnummer in die Kabine.

Der 4. Spieltag

Ohne Personalwechsel, aber gleich mit der ersten zwingenden Torgelegenheit begann Durchgang zwei: Lasogga spielte links in den Lauf von Müller, der den Ball am herausgestürmten Neuer vorbeispitzelte, aber knapp links vorbeischoss (48.). Mit Alonso für Höjbjerg schickte Guardiola bald einen Strippenzieher auf den Platz (53.). Sekunden danach war die Chance zur Führung zu notieren, nach Shaqiris Flanke scheiterte Lahm per Volleyabnahme an Drobny.

Die Münchner, im ersten Abschnitt auf dem Weg ins letzte Drittel mit zu wenig Zug, verschärften nun das Tempo, Hamburg überstand eine erste, sich direkt an die Lahm-Chance anschließende Drangphase. Guardiola justierte mit der Einwechslung Götzes für Rafinha ein zweites, mit Lewandowski für Shaqiri ein drittes Mal (61., 66.).

Entlastung geriet in der Schlussphase für die Rothosen zur Seltenheit (Ausnahme: Holtby, 85.), unvermindert aber gaben die vom Publikum frenetisch unterstützten Hausherren gegen sukzessive den Druck erhöhende Gäste kämpferisch alles. Eher zufällig in der Entstehung war eine gute Möglichkeit für Müller, dessen 16-Meter-Schuss Djourou gerade noch zur Ecke ablenkte (74.).

Bayern attackierte in der Endphase wütend, biss sich aber meist die Zähne an der diesmal stabilen Abwehr des HSV aus. Fast hätte ein Stockfehler Djourous noch in den Dreier für die Bayern gemündet, doch dann brachte der Schweizer beim Abschluss Müllers frei vor Drobny noch die Fußspitze dazwischen und fälschte zur Ecke ab (88.).

Letztes Highlight der umkämpften Partie war Neuers Ausflug mit einem Handspiel an der Mittellinie, das Referee Dingert mit "Gelb" für den Nationalkeeper ahndete (90.+5). Glück für den Schlussmann, dass die Karte keine andere Farbe hatte. Danach war Schluss.

Spieler des Spiels

Valon Behrami Mittelfeld

2
Spielnote

Zähe erste Halbzeit, weil Bayern pomadig begann. Danach wurde es intensiv und packend.

3,5
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

HSV

Drobný 3 - Diekmeier 3,5, Djourou 3, Westermann 2, Ostrzolek 3 - Behrami 2 , Arslan 3 , N. Müller 4 , Holtby 3,5, Stieber 4 - Lasogga 5

Bayern

Neuer 4 - Rafinha 3,5 , J. Boateng 2, Dante 4, Juan Bernat 2,5 - Lahm 3, Höjbjerg 4,5 , Alaba 3 - T. Müller 3,5, Shaqiri 4 , Pizarro 4

Schiedsrichter-Team

Christian Dingert Gries

2
Spielinfo

Stadion

Imtech-Arena

Zuschauer

57.000 (ausverkauft)

Der FC Bayern München bestreitet sein nächstes Spiel am Dienstag (20 Uhr) in der Allianz Arena gegen den Aufsteiger SC Paderborn. Tags drauf (20 Uhr) tritt der HSV beim Europa-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach an.

Bilder zur Partie Hamburger SV - Bayern München