DFB-Pokal Spielbericht

DFB-Pokal 2014/15, 1. Runde
20:46 - 17. Spielminute

Gelbe Karte
Gondorf
Darmstadt

20:59 - 30. Spielminute

Gelbe Karte
Junior Malanda
Wolfsburg

22:01 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Caligiuri
für Junior Malanda
Wolfsburg

22:07 - 81. Spielminute

Gelbe Karte
Stroh-Engel
Darmstadt

22:12 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Darmstadt)
Berzel
für Sirigu
Darmstadt

22:15 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Arnold
Wolfsburg

22:24 - 91. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Dost
für Hunt
Wolfsburg

22:29 - 95. Spielminute

Gelbe Karte
Vieirinha
Wolfsburg

22:32 - 99. Spielminute

Spielerwechsel (Darmstadt)
Ivana
für Sailer
Darmstadt

22:37 - 103. Spielminute

Spielerwechsel (Wolfsburg)
Medojevic
für Arnold
Wolfsburg

22:49 - 113. Spielminute

Spielerwechsel (Darmstadt)
Exslager
für Kempe
Darmstadt

DAR

WOB

DFB-Pokal

Benaglio-Vertreter Grün ist im Krimi zur Stelle

Starke Defensivarbeit gegen wenig Offensivgeist

Benaglio-Vertreter Grün ist im Krimi zur Stelle

Nicklas Bendtner

In Darmstadt noch nicht mit von der Partie: VfL-Neuzugang und Ex-Gunner Nicklas Bendtner. imago

Darmstadts Trainer Dirk Schuster veränderte seine Startelf nach dem jüngsten 2:2 beim FC Ingolstadt in der 2. Liga auf drei Positionen: Gorka, Holland und der frühere Fürther Sailer begannen für den verletzten Kapitän Sulu (Bruch des Joch- und Kahnbeins), Stegmayer und Exslager. Das Hautpaugenmerk im Spiel der Lilien lag aber einmal mehr auf Sturmhoffnung Stroh-Engel, der nach zwei Spieltagen mit jeweils einem Tor schon wieder glänzen konnte.

Wolfsburgs Coach Dieter Hecking startete mit einer Aufstellung, in der zwei Neuzugänge auftauchten: Im offensiven Mittelfeld wirbelte Hunt (SV Werder Bremen), dahinter sicherte Guilavogui (AS St. Etienne) neben Junior Malanda ab. Der Rest war altbekannt: Die Viererkette bestand aus Vieirinha, Naldo, Knoche und Rodriguez - der Angriff wurde durch Arnold, De Bruyne und Olic ergänzt. Im Tor stand Grün, weil Benaglio erkrankt war (Grippe). Neuzugang Bendtner (Arsenal) war dagegen noch nicht im Kader zu finden, darüber hinaus fehlten Felipe (Durchblutungsstörung), Jung (Muskelfaserriss), Ochs (Kreuzbandriss), Luiz Gustavo (Trainingsrückstand), Träsch und Perisic (beide Schulter-OP). Gefordert war Heckings Truppe jedenfalls, schließlich hatte sie jüngst eine herbe 1:5-Pleite gegen Atletico Madrid kassiert, nach der der Übungsleiter gepoltert hatte: "Ich bin restlos sauer, der Auftritt war unterirdisch von der ersten Sekunde an. Hoffentlich war das eine Ohrfeige zum richtigen Zeitpunkt."

Gesagt, verbessert - Querlatte

Kevin De Bruyne gegen Sandro Sirigu

Aktivposten in Halbzeit eins: Kevin De Bruyne. Getty Images

Scheinbar ja, schließlich drückten die Wölfe von Beginn an der Begegnung ihren Stempel auf, bissen sich in der Hälfte der Darmstädter fest. Doch was über die kompletten ersten 45 Minuten fehlte, waren Ideen. In Strafraumnähe generierten Hunt, De Bruyne und Arnold zu wenig Gefahr. Stürmer Olic hing meistens in der Luft, Flanken von Vieirinha oder Rodriguez kamen häufig zu ungenau. Chancen gab es dennoch - bis zur Pause stellten die Wölfe in der Torschussbilanz auf ein deutliches 13:2. De Bruyne hatte dabei die beiden besten Gelegenheiten. Erst scheiterte der Belgier mit einem satten Schuss im Rücken der Abwehr, der letztlich links vorbeizischte (7.). Dann wurde der im Januar vom FC Chelsea losgeeiste Mittelfeldmann von Olic auf links geschickt: De Bruyne zog fast schon klassisch an der Strafraumkante nach innen und zirkelte das Leder an die Querlatte (23.).

Die Lilien beeindruckten derweil mit starker Abwehrarbeit, der sich auch der offensiv unauffällige Stroh-Engel unterordnete. Dennoch kamen die Hessen zu zwei guten Aktionen - jeweils nach Fehlern des VfL: Vieirinha servierte Sailer den Ball mit einer unglücklichen Kopfballabwehr, doch der Ex-Fürther scheiterte mit einem Heber an Torwart Grün (34.), dann war Rodriguez gegen Kempe nicht konsequent genug. Der Darmstädter schloss aufs kurze Eck ab, doch wieder war der Schlussmann der Wölfe auf dem Posten (38.). Das war's dann mit den ersten 45 Minuten.

DFB-Pokal

Gleiches Bild

Die zweiten 45 Minuten begannen genau wie die ersten: Darmstadt lauerte auf Konter, die weiterhin über Heller vorgetragen wurden. Wolfsburg dagegen führte zuhauf den Ball, der Ertrag blieb aber gleich null. Chancen? Fehlanzeige! Mehr als ein ungenauer De-Bruyne-Abschluss aus rund 25 Metern wart lange nicht gesehen (58.). Nach einem Freistoß aus knapp 40 Metern wurde es dann knapp. Nicht Gewaltschütze Naldo, sondern Rodriguez zirkelte den Ball in Richtung Tor - knapp rechts vorbei (63.). Ohne Torraumszenen, aber zwischenzeitlich mit über 70 (!) Prozent Ballbesitz der Wölfe, ging es schließlich in die Schlussphase.

Marcel Heller

Arbeitete wie seine Kollegen enorm viel: Marcel Heller, früher bei Aachen unter Vertrag. Getty Images

Eröffnet wurde diese von einem Distanzschuss von Heller, der drüber strich (76.) - und gleichzeitig auch beendet. Denn weder die Wölfe noch Darmstadt generierten weitere gelungene Vorstöße - nur Olic verzeichnete mal eine Halbchance (88.). Es ging in die Extrazeit.

Verlängerung: Stroh-Engel stochert

Die ersten 15 Minuten der Verlängerung begannen mit plötzlich munter nach vorne agierenden Darmstädtern. Anders als erwartet wirkten die Wölfe leicht geplättet. Minute 97: Heller tanzte auf der linken Bahn Vieirinha aus, zog in Richtung Grundlinie. Sein Querpass in die Mitte kam bei Behrens an, der direkt aus kurzer Distanz abschloss - knapp vorbei. Minute 102: Joker Ivana tauchte im Strafraum auf, legte von rechts quer zu Stroh-Engel. Der stocherte das Leder hauchzart am linken Pfosten vorbei. In den finalen 15 Minuten passierte schließlich nichts mehr Dramatisches, nur Dost kam zu einer guten Chance, die Torwart Mathenia zunichte machte (116.). Es ging demnach ins Elfmeterschießen.

Elfmeterschießen: Grün ist zweimal zur Stelle

Max Grün

Mann des Abends: Max Grün, früher bei Fürth unter Vertrag. Getty Images

Naldo begann für Wolfsburg, brachte seinen VfL gleich mal durch einen schwachen Elfmeter ins Hintertreffen - Mathenia hielt. Doch auch Exslager musste sich nach einigen Treffern Schlussmann Grün beugen - nach jeweils fünf Elfmetern ging es auch hier in die Verlängerung. Vieirinha startete mit einem Knaller unter die Latte, während wieder Grün den nächsten von Joker Ivana parierte und zum Mann des Abends aufstieg. Wolfsburg zog somit eine Runde weiter, defensiv enorm starke Lilien mussten sich bitter beugen.

Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Darmstadt

Mathenia - Sirigu , Bregerie , Gorka , Holland - Behrens , Gondorf , Kempe , Heller - Stroh-Engel , Sailer

Wolfsburg

Grün - Vieirinha , Naldo , Knoche , R. Rodriguez - Guilavogui , Junior Malanda , Hunt , Arnold , De Bruyne - Olic

Schiedsrichter-Team

Peter Gagelmann Bremen

Spielinfo

Stadion

Merck-Stadion am Böllenfalltor

Zuschauer

13.900

Am Sonntag (13.30 Uhr) empfängt Darmstadt den VfR Aalen, bereits am Freitag (20.30 Uhr) tritt Wolfsburg zum Auftaktspiel der 53. Bundesliga-Saison bei Meister und Pokalsieger FC Bayern München an.

Bilder zur Partie SV Darmstadt 98 - VfL Wolfsburg