Europa League 2013/14, Zwischenrunde
21:33 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Schwegler
Frankfurt

21:41 - 36. Spielminute

Gelbe Karte
Russ
Frankfurt

21:49 - 44. Spielminute

Tor 1:0
Ricardo Quaresma
Rechtsschuss
FC Porto

22:29 - 68. Spielminute

Tor 2:0
Varela
Linksschuss
Vorbereitung Maicon
FC Porto

22:28 - 68. Spielminute

Spielerwechsel (FC Porto)
Carlos Eduardo
für Josué
FC Porto

22:33 - 72. Spielminute

Tor 2:1
Joselu
Rechtsschuss
Frankfurt

22:32 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Barnetta
für Rode
Frankfurt

22:38 - 77. Spielminute

Tor 2:2
Alex Sandro
Eigentor
Vorbereitung Russ
Frankfurt

22:43 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (FC Porto)
Ghilas
für Fernando
FC Porto

22:49 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Lanig
für Flum
Frankfurt

22:53 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Aigner
für Joselu
Frankfurt

POR

SGE

Frankfurt: Remis macht Hoffnung für das Rückspiel

Joselu macht's und bekommt noch ein Geschenk

Alex Sandro (li.), Sebastian Rode

Beste Chance und dümmster Ballverlust: Sebastian Rode hatte nicht nur gegen Alex Sandro einiges zu tun. Picture Alliance

Portos Coach Paulo Fonseca nahm im Vergleich zum 2:1-Sieg bei Gil Vicente nur einen Wechsel vor: Maicon spielte statt Abdoulaye Ba in der Innenverteidung. Eintracht-Coach Armin Veh konnte wieder auf Kapitän Schwegler zurückgreifen und rotierte einige Stammkräfte zurück ins Team: Zambrano, Oczipka und Rode. Zudem durften der zuletzt angeschlagene Flum sowie Joselu als einzige Spitze ran. Nach der 0:4-Pleite in Dortmund mussten dafür Djakpa, Aigner und Lanig auf der Bank Platz nehmen. Anderson, Weis und Rosenthal standen nicht im Kader.

Die Ausgangslage war klar: Porto war der absolute Favorit. Doch in den ersten zehn Minuten war davon im Estádio do Dragão nicht viel zu sehen. Die Eintracht stand gut gestaffelt in der Defensive, sodass der "Drache" nicht zu seinem gefährlichen Angriffsspiel kam.

Die Zwischenrunde

Nach einer Viertelstunde kippte der Vergleich zugunsten der Hausherren. Zunächst verpasste Herrera aus spitzem Winkel (15.), dann verlor Zambrano einen entscheidenden Zweikampf gegen Stürmerstar Jackson (17.). Nur drei Minuten später verfehlte Ricardo Quaresma sein Ziel, ebenso der glücklose Jackson (23., 30.).

Erst nach einer halben Stunde gelang es der Veh-Elf, wieder mehr Zugriff im Mittelfeld zu bekommen und den Angriffssturm der Hausherren einzudämmen. Durch Rode kamen die Hessen sogar selbst zu einer guten Möglichkeit: Helton war zur Stelle (27.). Auf der Gegenseite fehlten erneut nur Zentimeter, sonst hätte Jackson zur Führung eingenetzt (33.). Es sah lange so aus, als sollte Russ' Gelbe Karte (er fehlt im Rückspiel) der einzige Wermutstropfen bleiben.

Unglückliches Traumtor

Doch dann verlor Rode eine Minute vor dem Pausenpfiff die Kugel im Zweikampf mit Ricardo Quaresma. Was der Portugiese dann zeigte, war grandios: 16 Meter vor Trapps Gehäuse, noch außerhalb des Strafraums, erzielte er ein Traumtor! Das Leder prallte gegen den rechten Pfosten und von da aus ins Netz.

Der zweite Durchgang begann mit einem kleinen Halbchancen-Feuerwerk der Gäste. Coach Armin Veh hatte seine Elf gut eingestellt und Mut zugesprochen. Joselu und Russ brachten dann aber jeweils nicht genügend Druck hinter ihre Kopfbälle (51., 53.). Meier erhöhte das Torschussverhältnis aus Hälfte zwei auf 4:0 (55.), dann hatten die Portugiesen genug und schalteten wieder den Turbo an. Jackson hatte erneut gleich doppelt Pech (57., 60.).

Joselu

Freude über das 1:2: Torschütze Joselu. Getty Images

Was folgte, waren zwei Wechsel - und zwei Tore! Zunächst kam Carlos Eduardo für Josué. Noch in der gleichen Minute lag der Ball im Eintracht-Kasten. Varela hatte nach Maicons Querpass leichtes Spiel (68.). Trainer Armin Veh reagierte und brachte Barnetta für Rode (72.). Ebenfalls in der gleichen Minute gelang dann der ersehnte Auswärtstreffer: Mangela wehrte Flums Flanke nur unzureichend ab und legte damit unfreiwillig für Joselu auf, der das Leder in die Maschen hämmerte.

In der 77. Minute wurde es richtig kurios: Barnetta trat die erste Ecke der Eintracht gefährlich in den Strafraum, über Meier kam das Spielgerät zu Russ, der versuchte, kurz vor der Linie das Runde ins Eckige zu stopfen. Alex Sandro wollte klären, semmelte das Leder aber an die Latte und von da ins eigene Tor - 2:2. Porto zeigte sich daraufhin sichtlich geschockt. Ghilas verfehlte noch einmal Trapps Kasten (90.+1). Dann war's vorbei. Die SGE holte ein wichtiges 2:2 und hat damit gute Chancen, im Rückspiel den Einzug ins Achtelfinale klarzumachen.

Spieler des Spiels

Marco Russ Abwehr

2
Spielnote

Als sich Porto schon am Ziel glaubte, stand Frankfurt auf und sorgte für ein packendes Finale.

3
Tore und Karten

1:0 Ricardo Quaresma (44', Rechtsschuss)

2:0 Varela (68', Linksschuss, Maicon)

2:1 Joselu (72', Rechtsschuss)

2:2 Alex Sandro (77', Eigentor, Russ)

FC Porto

Helton 3,5 - Danilo 3, Maicon 2,5, Mangala 4, Alex Sandro 4,5 - Fernando 4 , Herrera 3,5, Josué 3 , Varela 3,5 , Ricardo Quaresma 2 - Jackson 2,5

Frankfurt

Trapp 2 - S. Jung 3, Zambrano 3, Madlung 3, Oczipka 3 - Rode 4,5 , Schwegler 3 , Russ 2 , Flum 3,5 , Meier 4 - Joselu 3

Schiedsrichter-Team

Matej Jug Slowenien

3,5
Spielinfo

Stadion

Estadio do Dragão

Zuschauer

25.107

Am Sonntag geht es für beide Vereine zunächst im Ligaalltag weiter. Porto tritt um 20.15 Uhr gegen GD Estoril an. Frankfurt will ab 15.30 Uhr gegen den punktgleichen Tabellennachbarn Werder Bremen wichtige Zähler im Abstiegskampf sammeln. Das Rückspiel findet am Donnerstag, 27.02., um 19 Uhr statt.

Bilder zur Partie FC Porto - Eintracht Frankfurt