18:05 - 4. Spielminute

Tor 0:1
Mkhitaryan
Rechtsschuss
Vorbereitung Reus
Dortmund

18:06 - 5. Spielminute

Tor 0:2
Reus
Linksschuss
Vorbereitung Großkreutz
Dortmund

18:16 - 15. Spielminute

Spielerwechsel (Zenit)
Tymoshchuk
für Arshavin
Zenit

19:12 - 54. Spielminute

Gelbe Karte (Zenit)
Anyukov
Zenit

19:15 - 57. Spielminute

Tor 1:2
Shatov
Linksschuss
Vorbereitung Rondon
Zenit

19:18 - 61. Spielminute

Tor 1:3
Lewandowski
Rechtsschuss
Vorbereitung Piszczek
Dortmund

19:26 - 69. Spielminute

Gelbe Karte (Dortmund)
Piszczek
Dortmund

19:27 - 69. Spielminute

Tor 2:3
Hulk
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Fayzulin
Zenit

19:28 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Aubameyang
für Mkhitaryan
Dortmund

19:29 - 71. Spielminute

Tor 2:4
Lewandowski
Rechtsschuss
Vorbereitung Reus
Dortmund

19:39 - 81. Spielminute

Gelbe Karte (Zenit)
Fayzulin
Zenit

19:42 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Zenit)
Kerzhakov
für Fayzulin
Zenit

19:41 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Zenit)
Smolnikov
für Anyukov
Zenit

19:43 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Hofmann
für Reus
Dortmund

19:48 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Durm
für Großkreutz
Dortmund

ZEN

BVB

Champions League

Reus startet furios und stellt die Weichen

Zenit ist seit fünf Champions-League-Heimspielen ohne Sieg

Reus startet furios und stellt die Weichen

Konnte seinen grandiosen Start selbst wohl nicht fassen: Marco Reus.

Konnte seinen grandiosen Start selbst wohl nicht fassen: Marco Reus. getty images

Zenit-Coach Luciano Spalletti wechselte nach der 1:4-Pleite bei Austria Wien, dem letzten Gruppenspiel, auf insgesamt fünf Positionen: Ansaldi, Hubocan, Zyryanov, Shirokov und Kerzhakov rückten heraus für Neto, Anyukov, Arshavin, Shatov und Rondon. Mit nur sechs Punkten zogen die Petersburger ins Achtelfinale ein, das schaffte zuvor kein anderer Klub. BVB-Trainer Jürgen Klopp startete nach der schwachen Vorstellung beim 0:3 in Hamburg mit Kehl und Reus anstelle von Sven Bender (Schambeinentzündung) und Aubameyang (Bank). Hummels (Stauchung und Bandzerrung im Bereich des Fußwurzelgelenkes) probierte zwar noch einmal alles, der Sprung in den Kader misslang aber.

Im Petrovski-Stadion bekamen es die Westfalen mit ähnlichen Voraussetzungen zu tun, wie vor der Partie bei den Hanseaten. Denn während der Bundesliga-Dino mit Trainer Mirko Slomka quasi einen Neustart hinlegte, legten die Russen einen Kaltstart hin. Das letzte Pflichtspiel nämlich datierte von Mitte Dezember. Mittelfeldmotor Sahin ließ allerdings keine Spekulationen in Richtung einer weiteren schwachen Vorstellung aufkommen: "Das Spiel ist viel zu wichtig, um uns jetzt runterziehen zu lassen."

Was ist denn hier los?

Hulk mit Dortmunds Schmelzer

Probierte viel auf eigene Faust, es gelang wenig: Petersburgs teuerster Spieler Hulk (hier gegen Schmelzer). getty images

Gesagt, getan: Der westfälische Express rollte mit ICE-Geschwindigkeit an, gerade das fulminante Pressing überforderte St. Petersburg vollumfänglich. So krachte es bereits in der 4. Minute: Reus schaltete gegen Criscito den Turbo ein, nahm dem Italiener locker mehrere Meter ab und sprintete von rechts in den Strafraum. Trotz mehrfacher Fouls ließ sich der deutsche Nationalspieler nicht fallen, legte im Fallen lieber noch stark quer auf Mkhitaryan, der aus der Drehung vollendete. Eine Minute später schepperte es schon wieder - und weiter ging es mit dem agilen Reus: Dieses Mal schlug Mkhitaryan von rechts eine flache Flanke auf Großkreutz im Zentrum, der für Reus abtropfen ließ. Dieser nahm den linken Außenrist und stellte flugs auf 2:0.

Spieler des Spiels
Borussia Dortmund

Robert Lewandowski Sturm

1
Spielnote

Sehr unterhaltsam dank flotter BVB-Angriffe; die Russen allerdings steuerten vor allem haarsträubende Szenen bei.

2,5
Tore und Karten

0:1 Mkhitaryan (4', Rechtsschuss, Reus)

0:2 Reus (5', Linksschuss, Großkreutz)

1:2 Shatov (57', Linksschuss, Rondon)

1:3 Lewandowski (61', Rechtsschuss, Piszczek)

2:3 Hulk (69', Foulelfmeter, Linksschuss, Fayzulin)

2:4 Lewandowski (71', Rechtsschuss, Reus)

Zenit St. Petersburg
Zenit

Lodygin 5 - Anyukov 5 , Luis Neto 6, Lombaerts 6, Criscito 5 - Witsel 5, Fayzulin 4 , Hulk 4 , Shatov 4 , Arshavin - Rondon 4

Borussia Dortmund
Dortmund

Weidenfeller 3 - Piszczek 2 , Friedrich 3, Sokratis 3, Schmelzer 2,5 - Kehl 2,5, Sahin 3,5, Reus 1,5 , Mkhitaryan 2,5 , Großkreutz 2 - Lewandowski 1

Schiedsrichter-Team
William Collum

William Collum Schottland

5
Spielinfo

Stadion

Petrovski

Zuschauer

15.099

Zenit schien wahrlich noch in der Kabine, der Ball wurde immer wieder halbherzig an den Gast abgetreten. Mehr als ein halbgarer Schuss von Hulk, der vieles auf eigene Faust probierte, kam im ersten Durchgang nicht heraus (27.). Die Dortmunder pressten demnach mit mehreren Spielern und eroberten die Bälle, ließen nach dem 2:0 aber den letzten Pass vermissen. Mehr als ein Schuss von Kehl und ein direkter Freistoß von Reus sprang nicht mehr heraus (37. und 38.). Zenit ging somit "nur" mit einem 0:2 in die Katakomben.

Das Achtelfinale

Anschluss und Gegenschlag

Der BVB ließ aber auch im zweiten Durchgang keine Zweifel aufkommen, legte genau wie am Anfang los und presste. Mkhitaryan eroberte das Leder, das letztlich bei Lewandowski landete. Der knallte aus spitzem Winkel drauf, Schlussmann Lodygin parierte (47.). Nichtsdestotrotz wirkten die Russen wacher als in den ersten 45 Minuten, störten die Westfalen früher und erarbeiteten sich mit längeren Ballstafetten mehr Räume. Und plötzlich passierte es: Rondon stand nach einem Heber zwar im Abseits, das Gespann ließ jedoch weiterlaufen. Das gab Hulk die Chance, den Ball über Weidenfeller zu lupfen. Schmelzer klärte daraufhin nur ungenügend, sodass Rondon den Pfosten anschoss. Von dort kullerte das Spielgerät final in den Rückraum, wo Shatov angerauscht kam und das Leder ins Netz hämmerte (58.).

Der BVB wirkte zwar kurz geschockt, antwortete allerdings prompt mit der passenden Formel: Lewandowski schickte Piszczek über die rechte Bahn, der polnische Nationalmannschaftskollege bewies Auge und legte perfekt quer. Der künftige Münchner vollstreckte letztlich aus kurzer Distanz. Torhüter Lodygin war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern (61.). Doch aus unerklärlichen Gründen ließen die Westfalen wieder die Zügel schleifen und klärten Fayzulins Vorstoß nicht rechtzeitig - am Ende gab es Elfmeter für Zenit (68.). Der Brasilianer Hulk ließ Torwart Weidenfeller dabei absolut keine Chance. Das Leder nämlich knallte von der Querlatte touchiert oben rechts ins Tor (69.).

Wieder geht es einen Gang hoch

Der Gangschalter der Schwarz-Gelben wurde jedoch direkt wieder in die Hand genommen und eine Stufe höher gestellt: Reus bediente nach einer starken Balleroberung im Mittelfeld über rechts den freien Lewandowski, der humorlos einschob (71.). Trotz aller Dominanz und der besseren spielerischen Anlage wirkten die Borussen bei den Anschlusstreffern etwas leichtsinnig, ließen die Russen unnötig aufkommen. Dieses 4:2 trugen die Westfalen dann allerdings bis zum Ende. Auch deswegen, weil durch zahlreiche Wechsel kaum noch Spielfluss aufkam. Mit vier Auswärtstoren hat der BVB nun eine tolle Ausgangslage für das Rückspiel.

Das nächste Pflichtspiel für Zenit St. Petersburg steigt erst am 8. März zu Hause gegen Tom Tomsk (15.30 Uhr). Dortmund hingegen empfängt bereits am Samstag (15.30 Uhr) den formstarken 1. FC Nürnberg. Das Rückspiel des Achtelfinals findet am Mittwoch, den 19. März (20.45 Uhr), im Signal-Iduna-Park statt.

Bilder zur Partie Zenit St. Petersburg - Borussia Dortmund