DFB-Pokal 2013/14, Achtelfinale
19:41 - 42. Spielminute

Tor 1:0
Beister
Linksschuss
Vorbereitung Jansen
HSV

20:11 - 54. Spielminute

Tor 1:1
Matuschyk
Linksschuss
Köln

20:12 - 56. Spielminute

Gelbe Karte
Rincon
HSV

20:12 - 56. Spielminute

Gelbe Karte
Helmes
Köln

20:23 - 67. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Halfar
für Risse
Köln

20:31 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Ilicevic
für Arslan
HSV

20:33 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
Maroh
Köln

20:41 - 85. Spielminute

Tor 2:1
Ilicevic
Rechtsschuss
Vorbereitung Badelj
HSV

20:43 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Ujah
für Gerhardt
Köln

20:48 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Zoua
für Beister
HSV

20:46 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Wimmer
Köln

HSV

KOE

HSV: Erstmals im Viertelfinale seit 2009

Ilicevic legt das Geschenk unter den Baum

Peter Stöger

Die Sensation im Blick: FC-Coach Peter Stöger. getty images

HSV-Coach Bert van Marwijk musste im Vergleich zum 1:1 in Wolfsburg einen personellen Wechsel vornehmen: Westermann fehlte mit Knieproblemen, Mancienne rückte dafür herein. Voraussichtlich das letzte mal passen musste Kapitän van der Vaart (Innenbandanriss im rechten Sprunggelenk). Kölns Trainer Peter Stöger setzte im Gegensatz zum 3:0 beim FC St. Pauli und der damit verbundenen Generalprobe in der Stadt Hamburg auf ein defensiveres 4-2-3-1-System. Ujah und Halfar mussten dafür auf der Bank ihren Platz einnehmen, Peszko und Matuschyk kamen frisch rein.

Stögers Glaube

Die Vorzeichen waren klar: Der Bundesliga-Dino ging als Favorit ins Rennen, während der Tabellenführer der 2. Bundesliga erneut als Schreck agieren wollte - bereits in der 2. Runde beendeten die Kölner die Pokalreise der Mainzer mit einem 1:0-Erfolg. FC-Coach Stöger gab sich deshalb gefechtsbereit: "Man kann Außergewöhnliches nur erreichen, wenn man daran glaubt." Der auserkorene Matchplan: "Wenn wir in den Eins-gegen-Eins-Situationen präsent sind, bietet sich sicher die eine oder andere gute Kontermöglichkeit."

Optisches Übergewicht ohne Ergebnis

Und auf diese lauerten die Domstädter vom Anpfiff weg. Der HSV hatte so zwar ein optisches Übergewicht zu verzeichnen, unterstützt von zwischenzeitlich mehr als 60 Prozent Ballbesitz, Großchancen blieben allerdings aus. Leichte Annäherungen wurden vor allem über Calhanoglu eingeleitet, der selbst schließlich den ersten guten Abschluss verzeichnete. Sein Distanzschuss konnte von FC-Torwart Horn letztlich sicher zur Seite pariert werden (19.).

Tomas Rincon (links) und Maximilian Beister

Traumtor? Kein Problem, denkt sich zumindest Maximilian Beister nach seinem wuchtigen 1:0. picture alliance

Beisters Granate

Allmählich wagten sich schließlich auch die Gäste in die Strafraumgegend der Hausherren - mit durchaus ansehnlichen Resultaten. Ein Helmes-Freistoß in die Mauer, ein guter Risse-Pass, den Peszko und der Ex-Wolfsburger verpassten und ein Matuschyk-Schuss aus zentraler Position ließen die Anspannung bei Hamburgs Schlussmann Adler deutlich ansteigen (27., 28. und 32.). Die Obhut über das Spielgeschehen sollte fortan mehr und mehr den Rheinländern gebühren, als plötzlich Janßen einen guten Blick für den Mitspieler offenbarte: Seine starke Flanke von links fand im Rückraum des Strafraums Beister, der per Direktabnahme das Leder ins linke Eck jagte - keine Abwehrchance für Torhüter Horn (42.). Das spielte den Hausherren nun deutlich in die Karten, die Kölner wirkten bis zum Halbzeitpfiff sichtlich geschockt.

Das Achtelfinale im Überblick

Matuschyk nutzt den Doppelbock

Den zweiten Durchgang eröffnete der FC mit gehörigen Abwehrlücken, in die die Rothosen konsequent vorstießen. Arslan und Lasogga verpassten es dabei aber jeweils, den Kopf für einen Pass zu heben und vertändelten (50. und 52.). Urplötzlich bekamen die Domstädter dann jedoch die Gelegenheit, den Spieß aus Durchgang eins umzudrehen. Mit Erfolg: Mitten in die Drangphase der Hamburger fiel der Ausgleich. Djourou wollte das Spiel über Rincon aufbauen, der den riskanten Ball zu sicher wiegte. Matuschyk eroberte das Leder prompt, zog auf direktem Weg Richtung Adler und versenkte den Ball in Torjäger-Manier (54.). Helmes zündete wenig später zudem einen hochgefährlichen Distanzfeuerwerkskörper, als er einen kurz ausgeführten Freistoß aus knapp 18 Meter an die Querlatte donnerte (59.).

Adam Matuschyk

Freude satt: Torschütze Adam Matuschyk ballt nach seinem Ausgleich die Domstadt-Faust. getty images

Ilicevic steht richtig

Die Chance zur neuerlichen Führung der Hausherren hatte dann Calhanoglu. Völlig frei vor Schlussmann Horn vergab der Kunstschütze allerdings fahrig (66.). Insgesamt ließ sich in dieser Phase feststellen, dass sämtliche Großchancen eher aus einer Defensivunordnung oder durch fatale Fehlpässe resultierten. Das Niveau plätscherte nun vor sich hin, steil auf die Extrazeit zurasend. Und während sich manch ein Zuschauer wärmenden Nachschub für die Verlängerung holte, schlug das Rund hinter FC-Torhüter Horn ein. Einen abgefälschten Schuss von Badelj bekam Joker Ilicevic vor die Lunte und ließ sich letztlich nicht zwei Mal bitten (85.). Die Rheinländer mühten sich zwar nochmals, fanden jedoch keine entscheidende Lücke mehr. Der Hamburger Sportverein zieht dadurch das erste Mal seit 2009 wieder ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. FC-Trainer Stögers Hoffnung auf die Sensation blieb somit aus.

Spieler des Spiels

Patrick Helmes Sturm

2
Spielnote

Viel Spannung entschädigte für spielerische Mängel des HSV.

3
Tore und Karten

1:0 Beister (42', Linksschuss, Jansen)

1:1 Matuschyk (54', Linksschuss)

2:1 Ilicevic (85', Rechtsschuss, Badelj)

HSV

Adler 3 - Mancienne 4, Tah 4, Djourou 5,5, Jansen 3 - Beister 3 , Rincon 5,5 , Badelj 2,5, Calhanoglu 4, Arslan 4 - Lasogga 4

Köln

T. Horn 2,5 - Brecko 4, Maroh 4 , Wimmer 3 , Hector 3,5 - Lehmann 3, Risse 2,5 , Matuschyk 2 , Gerhardt 3 , Peszko 3,5 - Helmes 2

Schiedsrichter-Team

Florian Meyer Burgdorf

2
Spielinfo

Stadion

Imtech-Arena

Zuschauer

57.000 (ausverkauft)

Die Norddeutschen mimen bereits am Samstag (15.30 Uhr) wieder den Gastgeber - dann reist der FC Augsburg an. Köln empfängt zwei Stunden zuvor den FSV Frankfurt.

Bilder zur Partie Hamburger SV - 1. FC Köln