St. Pauli/RWO: Luz kritisiert Einstellung

Filip Trojan als tragischer Held

Filip Trojan

Gefeiert und verletzt: Filip Trojan erleidet Außenbandriss im linken Sprunggelenk. imago

Ob im rechten oder linken Mittelfeld, oder sogar als Rechtsverteidiger: Trojan war omnipräsent und überzeugte durch schnelle Dribblings und Zweikampfstärke, auch in der Defensive. Bezeichnend seine klasse Vorarbeit zum 1:0, als er drei RWO-Spieler stehen ließ und Ebbers den Ball mustergültig auflegte. "Vielleicht hätten wir ihm die Binde früher geben sollen", lobte Trainer Holger Stanislawski Trojans Führungsqualitäten mit einem Augenzwinkern. Ein schönes Ende hatte die Partie für den Flügelflitzer allerdings nicht. Trojan knickte in der 80. Minute um und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden. Die genaue Diagnose folgte auf den Fuß: Außenbandriss im linken Sprunggelenk.

Daneben gibt es weitere fünf Spieler im Krankenstand zu beklagen: Marius Ebbers (Bänderriss im Sprunggelenk), Marcel Eger (Innenbanddehnung im Knie), Rene Schnitzler (Oberschenkelprellung) und Fabian Boll (Hämatome an Knie und Mittelfuß) mussten ebenso behandelt werden wie Alexander Ludwig nach einer Weisheitszahn-OP.

Luz kritisiert Einstellung

Die Gäste aus Oberhausen dagegen kassierten nach dem 0:3 in Koblenz zum Auftakt auch im zweiten Auswärtsspiel eine herbe Pleite. Am Millerntor wurde teilweise sogar ein Klassenunterschied deutlich. "Wir müssen uns mehr wehren", kritisierte Stürmer Felix Luz die Einstellung und forderte. "Wir müssen die Partie jetzt schnell analysieren und uns auf das nächste Heimspiel gegen Ahlen konzentrieren".