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Kehrt der verlorene Sohn zurück?

Italien: Shevchenko vor Wechsel zu Milan

Kehrt der verlorene Sohn zurück?

Berlusconi, Shevchenko

Familiäre Bande: Milan-Präsident Silvio Berlusconi und Andriy Shevchenko (re.) bei der Taufe von Sohn Jordan 2005. dpa

Milan-Patron Silvio Berlusconi und Chelsea-Eigner Roman Abramovich hätten sich auf Sardinien über das Leihgeschäft geeinigt.

"Andriy ist wie ein Sohn für mich", hatte Berlusconi kürzlich mal wieder verkündet. Geradezu familiäre Bande bringen beide einander nah. Berlusconi ist Patenonkel von Shevchenko-Filius Jordan. 208 Serie-A-Spiele absolvierte "Sheva" für die Rossoneri, erzielte satte 127 Tore. Nach sieben Jahren in der Lombardei folgte der Wechsel zum FC Chelsea - gegen eine klubinterne Rekordablöse von 45 Millionen Euro. Danach ging's bergab mit dem Osteuropäer. In 47 Premier-League-Spiele kam er gerade einmal auf neun Treffer.

Shevchenko soll Milan wieder zum Scudetto schießen. Mit Ronaldinho, Zambrotta und Flamini gab es bereits namhafte Verstärkungen. Berlusconi verlangt wie eigentlich in jedem Jahr den Meistertitel. Das Duell Milan gegen Juventus um die traditionelle Berlusconi-Trophäe in San Siro macht Hoffnung: Gleich mit 4:1 (Tore: Jankulovski, zweimal Ambrosini sowie Inzaghi) gewannen die Rotschwarzen.

Trainer Carlo Ancelotti verlangt indes nach einem weiteren Innenverteidiger. Chelsea verhinderte unter der Woche einen Transfer des 24-jährigen Branislav Ivanovic nach Norditalien. Olympia-Teilnehmer Thiago Silva (Fluminense) steht nun hoch im Kurs.

Und Kaka? Der Weltfußballer des Jahres 2007 war in den Medien wiederholt mit den Blues in Verbindung gebracht worden. Ob Roman Abramovich wirklich einen Blanko-Scheck für den Brasilianer geboten habe? "Abramovich? Kenne ich nicht", sagte Silvio Berlusconi schmunzelnd.